Werther-Premiere am DNT Weimar “Werther” am 18.01.2014 / 19.30 Uhr / Großes Haus


Lyrisches Drama in vier Akten nach Johann Wolfgang Goethe · Dichtung von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann · In französischer Sprache mit deutschen Untertiteln

„Was soll diese tobende, endlose Leidenschaft?“ »Diese aufwühlenden Szenen, diese fesselnden Bilder – was musste das alles hergeben! Das war ›Werther‹! Das war mein III. Akt.«

Jules Massenet lässt sich in seiner Oper zwar von Goethes Vorlage inspirieren, wobei er die Rolle der Charlotte aber stark aufwertet und ihre Lebenstragödie ins Blickfeld rückt: Eine innerlich emanzipierte junge Frau, die durch die Konventionen ihrer Zeit gefangen in dem Bewusstsein lebt, zwischen zwei Männern zu stehen. Für welches Lebens- und Liebeskonzept soll sie sich entscheiden? Konservative Ehe und Sicherheit oder ein Leben mit ihrem Liebhaber als Ausweg aus dem bürgerlichen und familiären Korsett? Werther, der leidenschaftlich Liebende, umwirbt sie mit einer der poetischsten, kantabelsten und ausdrucksstärksten Tenorpartien des französischen Repertoires.

Nach einem Besuch der Bayreuther Festspiele im Sommer 1885 besichtigen Massenet und sein Verleger Hartmann auf einer Deutschlandrundreise in Wetzlar das Haus, in dem Goethes Briefroman »Die Leiden des jungen Werthers« entstanden ist. Noch am selben Tag vertieft sich Massenet in eine Übersetzung des Romans und beschließt nach Lektüre der Liebesszene, eine »Werther«-Oper zu schreiben.

Massenets »Werther«, der 1892 in Weimar seine deutsche Erstaufführung erlebte, eröffnet die Reihe der »Klassikerinszenierungen im Musiktheater« unter der Regie von Michael Talke.

Es singt und spielt der Kinderchor Schola Cantorum Weimar
(Chorleitung: Cordula Fischer).

Deutsches Nationaltheater Weimar,
Theaterplatz 2, 99423 Weimar
Karten: 03643 / 755 334
www.nationaltheater-weimar.de

Autor: Vanessa Schmidt
Foto: Kerstin Schomburg

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