Vom Pol nach Jena mit einer Tonne Fischstäbchen


Ein Stück für Kinder ab 4 Jahren

20.10.2010│10h│Theaterhaus│Hauptbühne│Der dickste Pinguin vom Pol

Der dickste Mantel reicht bei diesen Temperaturen nicht aus, die Schneeberge türmen sich in den Straßen, der Wind pfeift eisig um die zitternden Nasen. Wir können im Moment gut verstehen, warum der Pinguin aus Ulrich Hubs Kindertheaterstück „Der dickste Pinguin vom Pol“ keine Lust mehr auf diese Wetterverhältnisse hat und auszuwandern versucht. Obwohl er als dickster Pinguin gut gepolstert der Kälte trotzen könnte, macht er sich auf den Weg in wärmere Gefilde und kommt so, ausgestattet mit einer Ration Fischstäbchen und Mayonnaise, auf seiner Eisscholle bei sich selbst an: „Was bin ich denn? Bin ich denn mehr so eine Art Vogel oder bin ich mehr so eine Art Fisch?“. Pinguin und Publikum grübeln so zwischen Fischstäbchennöten und Schollenschmelze und landen schließlich nicht auf der ersehnten Ferieninsel, sondern in einem Jenaer Restaurant. Dort arbeitet der Pinguin, gespielt von Annika Baumann, als Kellner und kommt schließlich doch noch kräftig ins Schwitzen.

Ulrich Hub ist Theaterschriftsteller, Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Seine Stücke werden u.a. ins Französische und Niederländische übersetzt und mehrfach ausgezeichnet.

„Der dickste Pinguin vom Pol in der Inszenierung von Ronny Jakubaschk ist eine Übernahme vom Maxim Gorki Theater Berlin und wurde gerade zum Grenzenlos-Festival Mainz 2010 eingeladen.

Zum letzten Mal gibt es in diesem Jahr die Möglichkeit, dem flüchtigen Pinguin im Theaterhaus Jena zu begegnen. Weitere Vorstellungen finden am 20., 21. und 22. Januar statt.

Autor: Maxi Gade
Foto: Theaterhaus Jena

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