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Beim ersten Europatag steht der Diskurs im Mittelpunkt

28.06.2011 │ Friedrich-Schiller-Universität Jena │ 1. Europatag

Wer oder was ist Europa?

Nicht jeder denkt gleich an die durch Zeus verführte Königstochter aus der griechischen Mythologie und hätte eine passable Antwort parat.

Für viele ist Europa der Kontinent oder Erdteil, in dem sie leben oder Urlaub machen, ein geografischer Begriff, der verschiedene Länder zusammenfasst. Nicht jeder empfindet Europa als politische Einheit, deren Ausmaß und Bedeutung für den Einzelnen über das passfreie Reisen hinausgeht. Im Vordergrund stehen in diesem Zusammenhang oft Geld-, Grenz- und Umweltprobleme, politische Unstimmigkeiten oder Einigungsquerelen, die zwar die Zeitungen füllen, ansonsten lediglich bürokratischen Massenfrust verbreiten.
Was nun also sollte Europa sein – was ist es? Ist Europa nicht das, was dessen Bewohner zu stiften, verstehen, anzuerkennen bereit sind?

Dieser Frage geht das Collegium Europeum Jenense am 28. Juni beim ersten Europatag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena nach.
Unter dem Motto „Ein Europa der Bürger“ finden Vorträge und Diskussionen statt, denn: Europa ist auch Begegnung in Politik, im Austausch, im kulturellen Miteinander.

In Kooperation mit der Stadt Jena, dem Thüringer Justizministerium und der Staatskanzlei hat das veranstaltende Institut der Universität namhafte Vertreter aus der europäischen Politik und Wissenschaft eingeladen, um vielfältige Perspektiven auf die zentrale Thematik entwickeln zu können.

Auch an kreativem Austausch soll es nicht mangeln:
Bereits am Mittag, 12.00 Uhr, beginnt der Europatag im Foyer des Universitätsgebäudes am Campus (Carl-Zeiß-Straße 3) mit einem großen Malprojekt. Dort sind Jung und Alt eingeladen, mit Unterstützung von Organisationen aus Jena und Umgebung gestalterisch ihre Idee von Europa auf Papier zu bringen.

Nach einem Vortrag zum Thema „Wie sozial ist Europa“ können um 16 Uhr alle Wissbegierigen im Hörsaal 3 (CZ3) der Friedrich-Schiller-Universität mit Experten über die Rolle und Zukunft eines „Europas für Bürger“ diskutieren. Unter der Moderation von Gunnar Poschmann debattieren der thüringische Justizminister Dr. Holger Poppenhäger, die Vorsitzende der Europaunion Berlin Sylvia-Yvonne Kaufmann (ehem. Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments) sowie der Rechtswissenschaftler Prof. Christoph Ohler.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildet der Festvortrag von Charles Napoléon im Hörsaal 1 um 18.00 Uhr zum Thema „Vom napoleonischen Europa zum Europa der ‘Völker’“.

Nicht zu vergessen: Europa tanzt. Am 29. Juni 2011 ab 22 Uhr findet deswegen im Rosenkeller die gleichnamige Party der Hochschulgruppe Erasmus-Alumni statt.

Ein Blick auf das vollständige Programm, das hier nur in Auszügen vorgestellt werden konnte, lohnt unter www.europatag.uni-jena.de.

Autor: Maxi Gade
Foto: das Organisationsteam, www.europatag.uni-jena.de/team.php

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