7. Juni 2010 | Allgemein

Gut gemacht-12.000 Euro für vier Klimaschutz-Projekte aus Thüringen – die Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen vergab Preise!

Von Stadtmagazin 07


Vier Klimaschutz-Projekte aus Kettmannshausen, Nickelsdorf, Suhl und Ilmenau sind Gewinner des diesjährigen Ideenwettbewerbs der Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen. Sie setzten sich mit ihren Klimaschutz-Projekten gegen zehn weitere Bewerber durch und bekommen Fördergelder in Höhe von insgesamt 12.000 Euro. Damit gibt die Klimaschutzstiftung aktive Starthilfe für gute Klimaschutzideen.

Von Dezember 2009 bis Ende März 2010 rief die Stiftung ganz Thüringen dazu auf, innovative Projekte zu Energieeinsparung, erneuerbaren Energien und rationellem Energieeinsatz einzureichen. Insgesamt 14 Einsendungen gingen bei der Stiftung ein. Die Ideen waren unterschiedlich: Von der Verbraucherberatung zum Thema Elektrofahrräder bis hin zu einem Mobilfunk gestützten Mobilitätsservice. Nachdem die Jury aus Vorstand und Stiftungsbeirat über die Prämierung entschieden hatte, wurden am Montag, dem 7. Juni, die Fördermittel offiziell übergeben.

5.000 Euro gehen an das Solardorf Kettmannshausen für die Errichtung eines Kindersolarzentrums mit realen und virtuellen Komponenten. Ab dem Schuljahr 2010/2011 sollen Kinder vorerst im Grundschulbereich mit Selbstbau- und Experimentiersystemen sowie dem virtuellen Labor „Prof. Solarius“ zur Solarenergienutzung altersgruppengerecht und interaktiv an das Thema Solarenergienutzung herangeführt werden. Dieser Ansatz soll auch auf die beruflichen Möglichkeiten in Thüringen in diesem Bereich hinweisen.

Die Regionale Aktionsgruppe e.V. als Träger des vom Bund geförderten Projektes „Bioenergie-Region Jena-Saale-Holzland“ aus Nickelsdorf erhält 3.000 Euro für den regionalen Schülerwettbewerb „IDEE – Innovatives Denken für erneuerbare Energien“. In enger Zusammenarbeit mit Schulamt, Schulleitern, und Unternehmen sollen dabei Modelle, Exponate oder Forschungsarbeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien und Energieeinsparung entwickelt werden. Die Beiträge werden auf mehreren Infoveranstaltungen präsentiert und durch eine Jury bewertet. Die Stiftungsmittel setzen die Initiatoren für themenbezogene Preise ein und erhöhen damit die Attraktivität des Wettbewerbs.

Die Stadt Suhl bekommt 2.000 Euro für die Dokumentation und Verbreitung eines beispielgebenden Kindergartenneubaus. Das Projekt zeigt, wie eine Kommune auch in Zeiten knapper Kassen umfangreiche Projekte umsetzen kann, ohne den Klimaschutz aus dem Blick zu verlieren. Der Neubau des Kindergartens in Holzbauweise wird den Erfordernissen des Umweltschutzes in besonderer Weise gerecht. Schließlich ist der nachwachsende Rohstoff Holz klimafreundlich und zudem für die Region traditionell von großer Bedeutung. Neben einer Holzheizung sorgt die offene Bauweise für eine optimale Nutzung des Sonnenlichts.

2.000 Euro erhält der Energie- und Umweltpark Thüringen e.V. aus Ilmenau zum Bau einer Lehr- und Demonstrations-Solarstromanlage am Schulgebäude in Arnstadt. Im Unterricht und über Schülerarbeitsgemeinschaften soll damit das Thema Photovoltaik anschaulich und praxisorientiert zum Beispiel in die Fächer Physik, Mathematik, Informatik, Geografie, Wirtschaft und Recht sowie Werken integriert werden. Die Fördermittel der Stiftung setzt der Energie- und Umweltpark vorrangig für die Visualisierung der Anlagentechnik unter Einbeziehung der Schüler ein.

Die Stiftung trug den Klimaschutz-Wettbewerb in dieser Art bereits zum vierten Mal aus. Erfreut war der Vorstand, dass sich sowohl die Anzahl der Bewerber als auch die Qualität der eingereichten Unterlagen stabilisiert haben. Zurück führe man dies zum einen auf die kontinuierliche Stiftungsarbeit und zum anderen darauf, dass das Thema Klimaschutz inzwischen stärker in den Köpfen verankert sei. Zunehmend wird das Thema Erneuerbare Energien und Energieeinsparung zudem als Chance für den Standort Thüringen und berufliche Perspektive wahrgenommen. Mit ihrem Engagement will die Stiftung auch dazu beitragen, die nachhaltige Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie zu stärken.

Text: Tina Schnabel; Foto: Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH

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