Literatur in der Villa

Die zweite Veranstaltung der Reihe “Literatur in der Villa Rosenthal” ist für diesen Sonntag angekündigt

27.02.2011│15.00h│Villa Rosenthal│Lesung│Lutz Rathenow begrüßt Bärbel Klässner

Der Berliner Literat mit Jenaer Wurzeln Lutz Rathenow wird die neue Stipendiatin des Stadtschreiber-/ Literaturstipendiums Bärbel Klässner vorstellen. Die gebürtige Magdeburgerin mit Lebensmittelpunkt in der Ruhrgebietsmetropole Essen hat eine bewegte Ost-West-Biografie aufzuweisen und auch vielfache Bezüge zur Stadt Jena. So studierte sie an der FSU, arbeitete später in der sogenannten „innerkirchlichen Opposition“ und erlebte in Jena die stürmische Zeit des Herbst 1989, bevor sie 1990 die Stadt verließ. Der Kontakt nach Jena blieb erhalten, weil auch eine ihrer Töchter bis vor kurzem an der FSU studiert hat. Bekannt sind in Thüringen vor allem Bärbel Klässners Lyrikveröffentlichungen. Jetzt arbeitet sie an einem Essayband, in den die Jenaer Texte einfließen sollen. Mit ihrem Vorhaben, Biografien Jenaer Bürgern nachzuspüren und sie in neuer, prosaischer Form den nachfolgenden Generationen zu erhalten, konnte sie – besonders aufgrund ihres eigenen biografischen Hintergrundes – die Jury überzeugen.

Seit dem 01.01.2011 ist Bärbel Klässner als erste offizielle Stadtschreiberin Jenas in der Villa Rosenthal zu Gast. Zusammen mit der südkoreanischen Künstlerin Jeong-Eun Lee, ebenso Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendiatin, ist Bärbel Klässner in der Mälzerstraße 11 untergebracht. Dort möchte sie sich bis Juni dieses Jahres gedanklich-kreativ besonders der ‘geistigen Mangelwirtschaft’ in der DDR widmen – ein Thema, zu dem sie selbst einiges zu sagen, erzählen, schreiben weiß. Dennoch appelliert sie an die Erfahrungen und entsprechende Unterstützung des Projekts durch die Jenaer Bevölkerung.

Eine erste Kontaktmöglichkeit bietet vielleicht diese nächste Lesung in der Villa Rosenthal, auf der beide Literaten, Lutz Rathenow und Bärbel Klässner, aus ihren aktuellen und bisher unveröffentlichten Werken lesen werden.

Der Eintritt ist frei. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Leider können aufgrund der räumlichen Verhältnisse im ersten OG nur 70 Plätze vorgehalten werden.

Autor: Maxi Gade

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