Können Schmetterlinge hören?


Können Schmetterlinge hören? Ja, sie können! Den Beweis liefert die diesjährige „Lange Nacht der Museen“, welche am 13. Mai 2011 ab 17 Uhr alle Interessierten einlädt, insgesamt 155 Programmpunkte zu entdecken.

Das diesjährige Motto der Museumsnacht lautet „Geräusche – Klang – Akustik“ und bietet allerhand Überraschungen. So werden im Stadtmuseum die Klänge des Theremins zu hören sein, das einzige Instrument weltweit, welches ohne Berührung gespielt wird – elektromagnetische Schwingungen machen es möglich! Ebenfalls werden uns unbekannte Töne in den Abteilungen des Physikalischen Institutes der Uni Jena erklingen, dort wartet die Lochsirene auf musikalische Ohren.

Damit natürlich nicht genug, nach vielen weiteren Highlights können die Besucher Ausschau halten. So stehen Führungen durch das alte Rathaus auf dem Markt und durch die Gruft der Jenaer Herzöge in der Stadtkirche St. Michael auf dem Programm. Weiterhin sind die Volkssternwarte Urania, der Botanische Garten und das Optische Museum Teilnehmer an der Langen Nacht der Museen. Aber das ist nur ein kleiner Ausschnitt der insgesamt 24 Stationen, die zu einem Besuch ihre Pforten geöffnet haben. Erstmalig sind in diesem Jahr auch die Schillerkirche und das Bienenhaus der Universität mit von der Partie, auch hier können sich die Besucher auf mit Klängen untermalte Besichtigungen freuen.

Doch zurück zur Frage, ob Schmetterlinge hören können: die Antwort findet sich, soviel sei verraten, im Phyletischen Museum. Unter einem Mikroskop ist es sogar möglich, die Ohren eines Schmetterlings zu sehen. Und wer nach all diesen Entdeckungen immer noch nicht genug hat, kann den Abend um Mitternacht bei einer Exkursion an die Saaleaue ausklingen lassen – gesucht wird zu später Stunde noch die Nachtigall, die man zwar häufig hört, aber selten sieht.

Ob Familienrunde, Runde der Erkenntnis, Runde der Komposition oder die Mitternachtsrunde zu später Stunde – all das wird dem Neugierigen geboten. Somit wird für jeden ein passendes Interessensgebiet zu finden sein. Selbst die ganz Kleinen kommen auf ihre Kosten, denn zu den „Grusel-Geräusch-Geschichten“ im Stadtmuseum gilt: Taschenlampe einpacken und die Eltern vor dem Haus stehen lassen – Erwachsene müssen nämlich draußen bleiben!

Weitere Informationen finden sich unter www.jena.de/museumsnacht. Die Karten sind im Vorverkauf für 8 Euro (ermäßigt 4 Euro) in der Stadtinformation Jena , dem Stadtmuseum „Göhre“ sowie dem Infostand der Zeitungsgruppe Thüringen in der Goethe-Galerie erhältlich.

Wer sich die Klänge des Theremins vorab schon einmal vor Ohren führen mag, unter folgendem Link gibt der Erfinder des Instruments eine kurze Vorführung:

Text: Michael Stocker
Foto: Stadtmuseum: U. Germar

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