Jenaer Keramikerin gerät in den “Rückblick”


Das Bürgeler Keramik-Museum widmet Ulli Wittich-Großkurth eine Retroperspektive.

Am Sonnabend, dem 13. November 2010, eröffnet um 15.30 Uhr das Keramik-Museum Bürgel die neue Sonderausstellung zum Lebenswerk der Jenaer Keramikerin Ulli Wittich-Großkurth.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über das sechs Jahrzehnte umfassende Schaffen der Meisterin, die sich vor allem im Bereich der Gefäßkeramik und bauplastischer Arbeiten einen Namen gemacht hat. Ulli Wittich-Großkurth hat bei Paul und Walter Gebauer in Bürgel die Töpferlehre absolviert und war danach noch mehrere Jahre in dieser Werkstatt angestellt. 1957 gründete sie in ihrer Heimatstadt die „Töpferklause“, die heute von Sohn Lorenz weitergeführt wird.

Vielen Kunden sind die hellen, mit kleinen blauen Blüten besetzten Gefäße zu einem unverkennbaren Markenzeichen geworden (Foto: Ziergefäß mit Wickeldekor, 1979). Andere wiederum schätzen die Mangan-Kupfer-Glasuren, mit denen die Künstlerin einen an Bronzeskulpturen erinnernden Effekt erzielt. Eine Besonderheit der Ausstellung bildet die Präsentation einer preisgekrönten keramischen Raumausstattung, die von der Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha ausgeliehen werden konnte.

Die Retrospektive des äußerst vielgestaltigen Werkes ist bis zum 27. Februar zu sehen. Neben dem Katalog in der Museumsreihe wird auch eine Sonderedition kleiner Zierdosen angeboten.

Weitere Informationen gibt’s unter www.keramik-museum-buergel.de.

Autor: Maxi Gade
Foto: Wolfgang Philler

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