Horwitz singt Brel

Ein Chansonabend mit Dominique Horwitz und Band am 30.April im DNT Weimar.


Der Schauspieler Dominique Horwitz hat neben seiner Arbeit für Film, Fernsehen und Theater bereits mehrfach bewiesen, dass er auch ein genialer Chansonnier ist. Nun präsentiert der vielseitige Künstler am Mittwoch, 30. April 2014, 19.30 Uhr erstmals auch im Großen Haus des DNT Weimar sein Jacques-Brel-Programm “Brel!”. Mit den unsterblichen Hits aber auch einigen erst vor kurzem veröffentlichten Liedern lässt er den berühmten belgischen Chansonnier, mit dem er sich bereits 1984 beschäftigt, an diesem Abend wieder auferstehen. Jacques Brels Vorbild war Don Quichotte. In dessen Maske träumte er den “unmöglichen Traum”, den Traum von bedingungsloser Liebe und Leidenschaft, vom unerreichbar Schönen. Hier konnte er sich verschenken bis zur Selbstaufgabe. Seine weit mehr als 600 Chansons waren immer dramatische Erzählungen, anrührend, mitreißend, hässlich-schön.

Nuanciert wie einst Brel sprengt Dominique Horwitz mit seiner sinnlichen, temperamentvollen Interpretation die Grenzen des Alltäglichen. Der in Paris geborene Künstler hat die Lieder derart verinnerlicht, dass es scheint, als wären sie für ihn geschrieben. Er lässt die Figuren ihr Leid und Glück hinaus schreien, lässt sie sich um den Verstand tanzen, lebt sie. Begleitet wird Dominique Horwitz dabei von Jakob Vinje (Piano), Andreas Dopp (Gitarre), Jakob Neubauer (Akkordeon), Johannes Huth (Kontrabass) und Dirk Achim Dhonau (Schlagzeug).

Dominique Horwitz, geboren 1957 in Paris, zog 1971 mit seiner Familie nach Berlin. Mit 19 Jahren stand er das erste Mal vor der Fernsehkamera, 1979 kam der Film „David“ (Regie: Peter Lilienthal) mit ihm in die Kinos. 1978 gab Horwitz für ein Jahr ein kabarettistisches Zwischenspiel im Berliner CaDeWe (Cabaret des Westens), ab 1979 folgten vorwiegend Theaterengagements; zunächst in Tübingen, dann München und Hamburg. In „Der große Bellheim“ brachte ihn Dieter Wedel 1989 wieder ins Fern¬sehen. Und spätestens seit seiner Hauptrolle in Josef Vilsmaiers „Stalingrad“ (1992) ist Dominique Horwitz auch einem internationalen Kinopublikum bekannt. Parallel zu seiner Arbeit als Schauspieler beweist Dominique Horwitz immer auch wieder seine Vielseitigkeit als Sänger u.a. als Interpret der Brecht-Weill-Songs aus der „Dreigroschenoper“ und der Chansons von Jacques Brel. Seit 2003 lebt Dominique Horwitz in Weimar, 2012 führte er durch die „Nordische Nacht“ der Staatskapelle Weimar im Weimarhallenpark.

Dominique Horwitz und Band
30.04.2014 im DNT Weimar

Weitere Infos: www.nationaltheater-weimar.de

Text: Susann Leine
Bild: DNT Weimar

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