DNT Weimar: “Ein Traumspiel” von Ingvar Lidholm


DNT Weimar: “Ein Traumspiel” von Ingvar Lidholm
Premiere am 20. April 2013, 19.00 Uhr, großes Haus
Oper in einem Vorspiel und zwei Akten nach August Strindberg

Der 1921 in Jönköping geborene Ingvar Lidholm ist einer der angesehensten lebenden Komponisten Schwedens. Mit seiner einzigen großen Oper, die 1992 in Stockholm uraufgeführt wurde, gelingt ihm ein musiktheatralischer Wurf, welcher der surrealistisch-sozialkritischen Welt von Strindbergs Drama Ein Traumspiel eine faszinierende musikalische Gestalt gibt. „Ich zögere und schaudere vor dem bodenlosen Elend des bloßen Lebens.“ So lautet ein Satz Strindbergs aus der Entstehungszeit seines Traumspiels. Das Entsetzen und die Hilflosigkeit des Dichters über die Qual, die schon das bloße Leben verursacht, wie Strindberg es zur Zeit der Entstehung seines Stückes empfand, münden in folgende erzählerische Konstellation: Die Tochter des Gottes Indra steigt auf unseren Planeten hinab und versucht aus Mitleid, die Rätsel des menschlichen Unglücks zu lösen. „Es ist schade um die Menschen“ ist die Haltung, mit der sie antritt. Wie in einem Traum gehen die unterschiedlichen Situationen, in die sie gerät, ineinander über. Stets erlebt sie ihre Hilflosigkeit und die rätselhafte Komplexität des Unglücks, die Glück zu einem raren Gut macht. Der Weg der Gottestochter endet vor einer Tür in ­einem Theaterkorridor, hinter der sie die Lösung der offenen Fragen vermutet. Doch hinter dieser letzten Tür ist – Nichts.


Christian Sedelmayer wird nach seiner Inszenierung des Feurigen Engels von Prokofjew zum zweiten Mal seine magischen Bildwelten auf der Bühne des Deutschen Nationaltheaters Weimar entfalten. Dieses Spektakel sollte man sich nicht entgehen lassen-es gibt nur fünf Vorstellungen.

weitere Termine:
26. April, 19.30 Uhr, großes haus
18. Mai, 19.30 Uhr, großes haus
25. Mai, 19. 30 Uhr, großes haus
15. Juni, 19. 30 Uhr, großes haus (zum letzten mal)

Musikalische Leitung: Stefan Solyom
Regie und Bühne: Christian Sedelmayer
Kostüme: Caroline von Voss
Video: Bahadir Hamdemir
Dramaturgie: Michael Dißmeier

Text: Rebekka Mönch
Foto: © Matthias Horn

Kommentieren ist momentan nicht möglich.