Das Feuer der Zarzuela


Ein Start ins neue Jahr mit Klassikern der spanischen Operette

! Achtung: Nur noch Restkarten für den 1. Januar, 18 Uhr, Meininger Hof Saalfeld!

Denkt man an Spanien, fällt einem neben Tapas, Gaudi und Don Quijote auch das musikalische Vermächtnis des Flamenco oder Bolero ein. Leidenschaft, Ausdruck und Gefühl spielen bei den Tanz- und Gesangskünsten wohl die wichtigste Rolle und machen für uns die größte Faszination aus.

Eine weniger bekannte Musikgattung stellt die spanische Operettenform der Zarzuela dar. Ursprünglich im 17.Jahrhundert als „Unterhaltungsmedium“ des Statthalters der spanischen Krone gedacht, hat dieses Musiktheater eine gemischte Karriere zurückgelegt, die von zeitweiliger Prominenz, Ruhe- und Wiederbelebungsphasen gezeichnet ist. Auch heute noch dürfte, zu Zeiten von Musical und Operettenrevival, die Zusammenstellung einer Zarzuela aus gesungenen und gesprochenen Textpassagen, Volksliedern, Schlagern und Neukompositionen einem großen Publikum gefallen.

Den Versuch starten die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt am 31.Dezember im Theater Rudolstadt und am 1.Januar im Meininger Hof in Saalfeld. Sie haben zur festlichen Gala des Jahreswechsels das spanische Temperament als Feieranreiz auserkoren und prominente spanische Stimmen eingeladen:

Als Solisten der festlichen Konzerte unter der Leitung von Chefdirigent Oliver Weder treten die Sopranistin Laura Alonso und der Tenor Albert Montserrat auf. Sonst in den großen Opern- und Konzerthäusern zwischen Berlin, Buenos Aires und Barcelona unterwegs, werden sie nun Ausschnitte aus bekannten und weniger bekannten Zarzuelas in Saalfeld und Rudolstadt zu Gehör bringen. Darunter auch Teile der sogenannten „Fledermaus“ Spaniens, Barbieris „El Barberillo de Lavapies“. Sie gilt als die Krönung der Gattung Zarzuela und markiert zugleich den Beginn ihres weltweiten Triumphzuges. Gleichfalls auf dem Höhepunkt seines Könnens war Pablo Luna mit der Zarzuela „El niño judío“. Der aragonesische Komponist darf im Programm ebenso wenig fehlen wie seine Kollegen Chapí, Torroba, Giménez, Bretón und Pablo Sorozábal.

Namen, die auch im breiten Repertoire von Laura Alonso zu finden sind. Mit den Melodien aus ihrer Heimat tourte die Sopranistin zuletzt gemeinsam mit der Neuen Philharmonie Westfalen durch ganz Deutschland. Laura Alonso startete ihre Karriere als gerade einmal 23-Jährige am Aalto Theater in Essen, wo sie große Partien ihres Fachs interpretierte. Es folgten international Auftritte als Opern- und Konzertsängerin in renommierten Konzertsälen und Opernhäusern wie u. a. im Concertgebouw Amsterdam, in der Berliner Philharmonie und Staatsoper, Kölner Philharmonie und im Teatre Liceu de Barcelona. Dort war in den letzen Jahren auch der Tenor Albert Montserrat immer wieder anzutreffen. Zu weiteren wichtigen Stationen seiner Laufbahn gehören Konzerte mit dem Berliner Sinfonie Orchester, im Konzerthaus Wien, wo er zusammen mit Lucia Aliberti und Montserrat Caballé auftrat.

Die beiden Konzerttermine am 31. Dezember sind längst ausverkauft. Für den 1. Januar, 18 Uhr im Meininger Hof in Saalfeld sind noch Restkarten zu haben unter Telefon: 03672/422766.

Auto: Maxi Gade
Foto: Isaac Morell

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