23. Juni 2017 | Bühne

(K)ein ganz normaler Theaterabend!

Von Stadtmagazin 07

Wie in jedem Jahr öffnet die Kulturarena Jena Anfang Juli mit dem großen Sommer-Theaterspektakel endgültig ihre Pforten für einen langen Festival-Sommer. Warum die in diesem Jahr aufgeführte Judith von Friedrich Hebbel auch für die Theatermacher ein ganz besonderer Abend ist, erfragte das Stadtmagazin07 bei Moritz Schönecker, dem Regisseur des Stückes und Geschäftsführer Marcel Klett.

Wer in den letzten Tagen einmal am Theaterhaus vorbei gegangen ist und einen Blick durch die Gucklöcher der abgehangenen Absperrgitter gewagt hat, der dürfte die hektische Betriebsamkeit rund um das Theaterspektakel bemerkt haben: es wird am imposanten Bühnenbild gezimmert und geschraubt und tonnenweise Sand auf den Theatervorplatz gefahren. Eine mächtige Rampe ist bereits installiert und etliche Container und Wassertanks wurden aufgebaut. Die Szenerie soll an Gegenden aus dem Nahen Osten erinnern, in welchem das Drama Judith von Friedrich Hebbel verortet ist. Klar, bei einem solch riesigen Bühnenbild gibt es eine Menge zu tun – und geprobt werden muss ja auch noch!

Doch wer jetzt denkt: „Schaffen die Theaterleute denn das alles noch rechtzeitig bis zur Premiere?”, kann ganz beruhigt sein: Mit Judith geht es gut voran! Vor der ersten Aufführung am 6. Juli zeigt sich Geschäftsführer Marcel Klett mehr als zuversichtlich, dass die Vorbereitungen ohne größere Probleme oder Zwischenfälle abgeschlossen werden können. „Wir liegen super in der Zeit, die Proben können wie geplant auf der Bühne des Theatervorplatzes stattfinden. Alle Beteiligten sind extrem konzentriert, gehen aber auch sehr entspannt an die Sache heran, was sehr viel für das Ergebnis verspricht.” Und Regisseur Moritz Schönecker ergänzt: „Es ist gut, dass wir diese Zeit haben. Denn dieses Jahr unterstützt uns im Stück eine Choreografin, was auch für uns noch etwas Ungewöhnliches und Neues ist. Wir können uns aber durch den zeitlich perfekt gesteckten Rahmen richtig intensiv auf die Inszenierung vorbereiten.”

Die Aufführung zur Kulturarena wird naturgemäß von vielen Menschen besucht – sowohl von leidenschaftlichen Theatergängern wie auch von denjenigen, die nicht so oft die Spielzeit eines Theaters erkunden. Moritz Schönecker: „Unser Anspruch an diesen Abend besteht deshalb darin, den Stoff so zu erzählen, dass er für alle Besucher gleichermaßen sehenswert ist. Dazu arbeiten wir intensiv Handlungen heraus, die eine Verbindung von Hochkultur und Unterhaltung bieten.” Denn dem Theaterhaus Jena ist vollkommen klar, dass das Sommerspektakel kein normaler Theaterabend im herkömmlichen Sinne ist. „Das war es auch noch nie”, lacht Marcel Klett. „Die Kulturarena steht ja auch immer für einen Abend unter Freunden. Man trifft sich eine Stunde vorher und trinkt vielleicht noch einen Wein an den zahlreichen Ständen. Damit bekommt das Theaterspektakel einen zusätzlichen Eventcharakter, dem wir natürlich gerecht werden möchten.”

Nichtsdestotrotz sieht Moritz Schönecker den Abend aber auch als Chance, große Bilder mit viel Pathos erzählen zu können. „Durch unsere Statisten, welche die Schauspieler traditionell während des Abends unterstützen, entsteht auf der Bühne ein viel gewaltigeres Bild, als es uns sonst auf der Hauptbühne oder gar im Oberstübchen möglich ist. Dazu spielt noch eine Band aus exquisiten Musikern mit einer exzellenten Sängerin – das ist ein Gesamtpaket, welches man sonst nicht alle Tage hat, sowohl als Regisseur als auch als Publikum.”

Apropos Statisten: diese liebgewonnene Tradition möchte auch das Theaterhaus nicht mehr missen. „Das ist immer eine wunderschöne Sache, weil die Statisten bei uns stets Teil des Stückes sind. Sie werden nicht nur von A nach B laufen, sondern für die Theaterspektakel-Abende Mitglieder des Ensembles sein und dem Stück eine tragende Rolle geben. Gerade eine Inszenierung wie Judith ist wie geschaffen für eine solch große Kulisse”, so Marcel Klett. Wir vom Stadtmagazin07 freuen uns drauf!

Judith von Friedrich Hebbel: am 6.(Premiere), 7., 8. und 9. Juli jeweils um 21.30 Uhr auf dem Theatervorplatz Jena. Karten sowie weitere Informationen sind zu finden unter www.theaterhaus-jena.de

Text: Michael Stocker

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31. Mai 2016 | Bühne

Humor in schwierigen Zeiten

Von Stadtmagazin 07


Das DNT Weimar spielt ab 4. Juni in der Redoute die Komödie “Sein oder Nichtsein” von Nick Whitby nach dem gleichnamigen Film von Ernst Lubitsch.

Nach seiner furiosen “Sommernachtstraum”-Inszenierung zu Eröffnung der Redoute bringt Hausregisseur Jan Neumann in der DNT-Interimsspielstätte nun auch Nick Whitbys Komödie “Sein oder Nichtsein” nach dem Film von Ernst Lubitsch auf die Bühne. Premiere ist am 4. Juni 2016, 19.30 Uhr. Bis zur Sommerpause steht die Inszenierung sieben Mal auf dem Programm, drei weitere Vorstellungen folgen im September.

Lubitschs Oscar nominierte Filmkomödie aus dem Jahr 1942, die der britische Dramatiker Nick Whitby 2008 für die Bühne adaptiert hat, gehört zu den Top Ten der Filmgeschichte. Sie ist ein Plädoyer für Humor in extrem schwierigen Zeiten und ein Aufruf zur Zivilcourage.

Zur Handlung: Warschau im Jahr 1939. Immer, wenn der Starschauspieler Joseph Tura zu dem berühmtesten aller Shakespeare-Monologe “Sein oder Nichtsein…” anhebt, steht ein junger Mann im Parkett des Theaters auf und verlässt den Saal. Was der Hamlet-Darsteller für Banausentum hält, entpuppt sich als heimliche Leidenschaft des Fliegerleutnants Sobinski für Turas Frau, die Schauspielerin Maria, der er in ihrer Garderobe heimliche Besuche abstattet. Damit ist der Grundstein für eine rasante Komödie gelegt. Aber der Regisseur Ernst Lubitsch und seine Drehbuchautoren treiben die zunächst harmlos anmutende Story über Liebe und Eifersucht weiter. Sie entwickeln daraus eine bitterkomische Geschichte über Theater und Widerstand. Denn im von den Deutschen besetzten Warschau spielt die Theatertruppe um Joseph und Maria Tura im gefährlichen Kampf gegen die Faschisten buchstäblich um ihr Leben. Mit Witz, Mut und all ihrem Talent führen die Schauspieler die Gestapo hinters Licht und retten damit nicht nur polnische Untergrundkämpfer sondern auch sich selbst vor dem Tod.

Es spielen Dascha Trautwein, Max Landgrebe, Thomas Kramer, Ingolf Müller-Beck, Fridolin Sandmeyer, Krunoslav Sebrek, Sebastian Nakajew und Nahuel Häfliger.

“Sein oder Nichtsein”
Premiere 04.06.2016, weitere Vorstellungen am 10., 11., 17., 18., 19., 25. und 26.06., sowie am 17., 18. und 23.09.2016.
Redoute, Ettersburger Straße 61, Weimar
Weitere Informationen: www.nationaltheater-weimar.de

Text: Susann Leine
Foto: DNT Weimar

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31. Oktober 2015 | Bühne

Cinema Jenin – Die Geschichte eines Traums

Von Stadtmagazin 07


Filmvorführung und Gespräch am 4.11.2015 in der Studiobühne des DNT Weimar

Das DNT Weimar ist eine der Stationen der deutschlandweiten Benefiz-Tour von Cinema Jenin und zeigt am Mittwoch, 4. November, 20 Uhr in der Studiobühne den Dokumentarfilm “Cinema Jenin – Die Geschichte eines Traums«. Tagebuchartig schildert Regisseur Marcus Vetter darin das schwierige, aber schließlich erfolgreiche Ringen um das ungewöhnliche Projekt, ein altes verfallenes Kino in Jenin, Palästina wieder aufzubauen. Seit seiner weltweit viel beachteten Wiedereröffnung im August 2010 haben sich das Cinema Jenin und das dazugehörige Kulturzentrum zu einem nicht mehr weg zu denkenden kulturellen Mittelpunkt der Stadt entwickelt: Es gibt Kooperationen mit Schulen und Universitäten, Musiker, Künstler und Folklore-Gruppen nutzen die Bühne, Filmmacher und Volontäre aus aller Welt helfen vor Ort und geben Workshops. Trotz der zahlreichen Projekte und Aktivitäten sowie einem regulären Filmpogramm benötigt das eigenständige palästinensische Team weiterhin dringend Gelder, um den Betrieb und diese wichtige Initiative aufrecht zu erhalten.

Im Anschluss an die Filmvorführung sprechen Mohammed Dosouqi (Spielleiter Cinema Jenin) und Ayman Ibrahim (Leiter Gästehaus Cinema Jenin) über ihre Arbeit und die unsichere Zukunft des Kinos, das mit den Erlösen der Benefiz-Tour unterstützt werden soll.

Im Rahmen der Benefiz-Tour von Cinema Jenin werden vom 28. Oktober bis 13. Dezember an anderen Stationen in Deutschland neben “Cinema Jenin – Die Geschichte eines Traums” auch noch die Filme “Das Herz von Jenin” und “Nach der Stille” gezeigt. Alle drei erzählen am Beispiel der Stadt Jenin die komplexe Geschichte Palästinas. Es sind Filme der Hoffnung, aber auch der Verzweiflung. Vor allem jedoch zeigen diese Geschichten, dass es sich lohnt zu träumen.

Weitere Informationen zum Projekt, den drei Filmen und der Tour unter www.cinemajenin-tour.de

Text: Susann Leine
Bild: DNT

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22. Oktober 2015 | Bühne

Blick in schwarze Frauenseelen

Von Stadtmagazin 07


Einmaliges Gastspiel des Nationaltheaters Mannheim mit “Bernarda Albas Haus” am 23. Oktober 2015 im DNT

Das Nationaltheater Mannheim gastiert am Freitag, 23. Oktober, 19.30 Uhr einmalig im Großen Haus des DNT Weimar mit Calixto Bieitos gefeierter Inszenierung der Frauentragödie “Bernarda Albas Haus” von Federico Garcia Lorca. In seinem 1936 entstandenen Stück erzählt der spanische Lyriker und Dramatiker die Geschichte einer Matriarchin, die durch blindes Festhalten an Traditionen und überholten Moralbegriffen das Glück ihrer Töchter zerstört. Unter ihrem tyrannischen Regiment verkehrt sich Lebensfreude in Missgunst und Verlangen in Verlogenheit. Nach dem Tod ihres Mannes hat Bernarda Alba eine achtjährige Trauerzeit über ihre Familie verhängt und das Haus verschlossen. Isoliert von der Außenwelt stricken ihre fünf Töchter an der Aussteuer, sehnen sich nach einem selbstbestimmten Leben und verzehren sich nach den abwesenden Männern. Als sich Adela in den Verlobten ihrer ältesten Schwester verliebt und aus dem häuslichen Gefängnis ausbricht, kommt es zur Katastrophe. Lorca beschreibt eine Welt, in der sich Autorität und Freiheit, Zivilisation und Natur, Moral und sexuelles Begehren unversöhnlich gegenüberstehen. Eine Welt voller Repressionen, in der das Leben verkümmert, weil Anpassung in Selbstaufgabe und Ausbruchsversuche in Selbstzerstörung enden.

Der international gefeierte Opern- und Schauspielregisseur Calixto Bieito hat das poetisch-düstre Drama 2011 mit einem überzeugenden Frauenensemble in Mannheim auf die Bühne gebracht. In der Titelrolle seiner bildstarken, von Publikum und Kritik begeistert aufgenommenen Inszenierung ist Nicole Heesters zu erleben, die zu den herausragenden Charakterdarstellerinnen im deutschsprachigen Raum gehört. Die gebürtige Potsdamerin spielt seit den 50er Jahren im Engagement oder als Gast an den großen Schauspielhäusern unter anderem in Düsseldorf, München, Berlin, Bochum, Zürich und Wien. Neben ihrer erfolgreichen Theaterkarriere steht Nicole Heesters immer wieder auch für Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. 1978 schrieb sie als erste Kommissarin der TATORT-Reihe TV-Geschichte. Für ihre eindringliche Darstellung der Bernarda Alba wurde sie im Januar 2014 beim 32. Fadjr International-Theaterfestival in Teheran mit dem Tandis-Preis als “Beste Schauspielerin” ausgezeichnet. Seit diesem Jahr ist sie Trägerin des Louise-Dumont-Topas, der seit 1932 in Düsseldorf an deutschsprachige Schauspielerinnen verliehen wird, die das Theater ihrer Zeit geprägt haben.

Text: Susann Leine
Bild: DNT Weimar

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13. Oktober 2015 | Bühne, Musik

Robot Koch & Pentatones live in concert

Von Stadtmagazin 07


In der zweiten Ausgabe der audio-visuellen Konzertreihe AV FORMAT stellen am Donnerstag, 15. Oktober, im DNT Weimar der Solokünstler Robot Koch und die Band Pentatones in zwei multimedialen Bühnenshows jeweils ihre aktuellen Alben vor.

Robot Koch hat in verschiedenen Bands gespielt bevor er über Hiphop zur elektronischen Musik kam. Neben seinem Schaffen als Solokünstler und Produzent von Jahcoozi ist er auch als Komponist für andere Künstler tätig. Seine Musik war in TV-Serien wie “The Blacklist” oder “How to get away with murder” zu hören. Seit 2015 veröffentlicht er beim Berliner Label Monkeytown. “Hypermoment” ist sein bisher persönlichstes Album und eine stilistische Weiterentwicklung seines Sounds. Seine musikalische Handschrift bleibt dennoch stets erkennbar. Mit warmen, analogen Klängen, Fields-Recordings, satten Klangwelten und üppigen Pianos erlaubt diese Arbeit noch mehr Einsicht in sein Innerstes. Zugleich ist es die erste Veröffentlichung, auf der Robot Koch auch selbst singt. Bevor das Solo-Album im November offiziell auf den Markt kommt, präsentiert er an diesem Abend exklusiv im Großen Haus des DNT seine neuen Songs und wird dabei erstmals live von einem kleinen Streicherensemble begleitet.

Nach der Pause gehört die Bühne den Pentatones und den dramatischen Klanglandschaften ihres zweiten Albums “Ouroboros”, die einen unwiderstehlichen Sog entwickeln. In Verbindung mit der entrückten, fast märchenhafte Stimme von Deliah de France bekommen die schwelgerischen Beats und geheimnisvoll frickelnden Klänge einen erzählerischer Charakter, der sich aus Sehnsucht und Mystik speist.

Die Band fand im Umfeld des Jenaer Labels “Freude am Tanzen” und der Weimarer Bauhaus-Universität zusammen. Aufgrund zahlloser Aktivitäten der Mitglieder in Theater, Performance, Video und der bildenden Kunst dockt die Musik der Pentatones an mehreren Genres an. Für das von Robot Koch produzierte Album “Ouroboros”, dessen Titel sich auf die mythologische Symbolik der selbstverzehrenden Schlange bezieht, haben sie sich drei Jahre lang auf eine musikalische Reise begeben. Aufgenommen wurde es in den Berliner Phlexton Studios, heimischen Schlafzimmern, einem Klassenzimmer in Leipzig, einem alten Bauernhaus im Schwarzwald und in den Utrechter Tüftlerhallen Kytopia.

AV FORMAT ist der Versuch, “die Bretter, die die Welt bedeuten” zu öffnen für ein akustisches und optisches Totaltheatererlebnis. Der Theatergänger bekommt neue Sehgewohnheiten vermittelt und dem Theaterfremden wird ein durchaus bekanntes Pop-Format in neuem Kontext, im Theaterraum, angeboten.

Robot Koch & Pentatones live in concert
15.10.2015, 20.30 Uhr im DNT Weimar

Text und Bild: DNT Weimar

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7. August 2015 | Bühne, Freizeit, Heimatkunde

11. Kulturfestival Klosterruine Paulinzella

Von Stadtmagazin 07


Mitte August wird die Klosterruine Paulinzella bereits zum elften Mal ein Kulturspektakel der besonderen Art erleben. In der Zeit vom 14. – 16. August 2015 öffnet das 11. Kulturfestival Klosterruine Paulinzella seine Pforten.

Drei Tage voll kultureller Höhepunkte in der einzigartigen Atmosphäre des alten Gemäuers werden wieder viele Zuschauer in ihren Bann ziehen. Zwischen den riesigen Klostermauern wird eine open-air Bühne aufgebaut, auf der sich Stars der Kabarett- und Musikszene die Klinke in die Hand geben.

 Eröffnet wird das dreitägige Kulturhighlight am Freitagabend von Friend‘n Fellow – jenen beiden Ausnahmemusikern, die bereits 2009 die Klosterruine zum Beben brachten und mit ihrem unverwechselbaren Sound Gänsehaut garantieren. Im Gepäck haben sie ihre neue CD „About April“. Musik, die verzaubert, auffordert und bewegt…
Am Samstag hebt sich dann der imaginäre Vorhang für einen Konzertabend der ganz besonderen Art: Gerhard Schöne hat sich mit dem Saxophonisten Ralf Benschu, bekannt als Bandmitglied von Keimzeit und dem Organisten Jens Goldhardt zusammengetan. Sie vereinigen sehr unterschiedliche Musizierweisen zu einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis. Das von ihnen präsentierte Programm „Ich öffne die Tür weit am Abend“ bringt dem Publikum sehr bekannte, neue wie selten gespielte Lieder von Schöne näher, übersetzt eindringlich seine umgearbeiteten Choräle in die Jetztzeit und lässt Platz und Raum für Orgelstücke von Johann Sebastian Bach. Weltliche und geistliche Musik harmonieren voller Kraft und Emotion in einer bis dahin selten erlebten Art und Weise.

Der Sonntagnachmittag bietet ganz viel Spaß für die Familie: Pettersson & Findus, in Szene gesetzt und gespielt vom Theater con Cuore, wird nicht nur die kleinen Kinderherzen höher schlagen lassen. Ein buntes Kinderprogramm mit großer Hüpfburg, Kinderschminken, Pferdekutsche sowie Kaffee und Kuchen von den Bärenfachfreunden sorgt außerdem für gute Laune bei Groß und Klein.

Die Freunde des politischen Kabaretts dürfen sich dann auf das Finale am frühen Sonntagabend freuen. Die Herkuleskeule aus Dresden feiert Kulturfestival-Premiere. Mit ihrem Programm „Heileits – Ein Spaß für alle Jahreszeiten“ strapazieren die drei Wortakrobaten aus Dresden die Lachmuskeln des geneigten Publikums. Wer wissen will, was einen Beerdigungsvertreter, eine Selbstmörderin, ein altes Ehepaar beim Frühstück, einen Organspender und eine hochmoderne Telefonauskunft miteinander verbindet, der sollte sich unbedingt auf den Weg nach Paulinzella machen.

Karten für das Kulturfestival gibt es im Ticket Shop Thüringen (www.ticketshop-thueringen.de), in allen Pressehäusern/Service-Centern und bei den Service-Partnern der TA/OTZ/TLZ sowie unter dem Kartentelefon: 0361-227 5 227 bzw. 036741-57577. 

www.kulturfestival-paulinzella.de

Text: Florian Berthold
Bild: Kulturfestival Paulinzella

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26. April 2015 | Bühne, Freizeit, Jena, Kino, Kultur, Musik

Herzensangelegenheit Kulturarena

Von Stadtmagazin 07

2015 findet die KulturArena Jena bereits zum 24. Mal statt. Ein Jahr vor dem großen 25-jährigen Jubiläum wartet auf die Besucher wieder ein buntes Programm aus Musik, Film und Theater an den verschiedenen Veranstaltungsorten Theatervorplatz, Volksbad und Kassablanca.

Lilabungalow

In diesem Jahr haben die Organisatoren der KulturArena keinen einzelnen, sondern mehrere verschiedene musikalische Schwerpunkt gesetzt. Einer davon ist die deutsche Musikszene. Es zeichnet sich schon länger ab, dass diese – nach Jahren des Schattendaseins hinter ausländischen Produktionen – wieder absolut auf dem Vormarsch ist. Und so wird zur 24. Auflage von Jenas größtem Festival auch ein kleiner Rekord aufgestellt: Insgesamt acht Bands aus Deutschland werden in der KulturArena ihre Musik zum Besten geben, unter ihnen die fast schon legendären Element of Crime, Olli Schulz, Get Well Soon oder die Erfurter Clubband Lilabungalow.

Marius Neset

Ein besonderes Highlight stellt das Orchesterprojekt e.s.t. Symphony dar, welches als Weiterführung der Jazzvisionen des Esbjörn Svensson Trios um den vor einigen Jahren auf tragische Weise ums Leben gekommenen Esbjörn Svensson verstanden werden kann. Dafür kam eine Zusammenarbeit der Jenaer Philharmonie mit einigen der besten Jazz-Musikern Europas zustande. Unter anderem ist der Saxophonist Marius Neset mit von der Partie, bevor er wenige Tage später auch noch einmal mit seinem eigenen Programm zu Gast sein wird.

Ein weiterer Schwerpunkt ist unser Nachbarland Frankreich. Aus diesem werden neben weiteren Künstlern Yann Tiersen, die Soul- und Bluessängerin Nina Attal und die Electro Deluxe Big Band zu sehen sein, welche auch den Auftakt für die diesjährige Konzertarena geben.

Kitty, Daisy & Lewis

Einige Beispiele für die englischen und US-amerikanischen Vertretungen zur diesjährigen Arena sind die erneut in Jena gastierenden Calexico, die Rock’n’Roll-Geschwister Kitty, Daisy & Lewis, Soulsänger Roachford, Tanita Tikaram oder der Südstaatenrocker JJ Grey.

Besonders hingewiesen sei noch auf zwei weitere Künstler: Bassekou Kouyaté aus Mali und Yasmine Hamdan aus dem Libanon. Beide haben in der heutigen Zeit sehr mit den Konflikten in ihren Heimatländern zu kämpfen und lassen deshalb in ihrer Musik ein besonderes Gefühl von Freiheit zum tragen kommen.

Im Rahmen der FilmArena werden in diesem Jahr insgesamt 15 Filme gezeigt. Ein Höhepunkt ist die Dokumentation über Hubert von Goisern – Brenna tuat’s schon lang. Diese kann quasi als Kostprobe für sein Konzert am darauffolgenden Tag genutzt werden. Weitere Filme im Programm sind unter anderem der Til Schweiger-Film Honig im Kopf, der französische Kassenschlager Monsieur Claude und seine Töchter, das oscarprämierte Meisterwerk Birdman oder die Schiller-Verfilmung Die geliebten Schwestern. Zudem wird in diesem Jahr erstmalig einen Überraschungsfilm zu sehen sein.

Natürlich wird zu Beginn der KulturArena auch wieder das Sommerspektakel des Theaterhauses aufgeführt. In diesem Jahr wird Ödön von Horváths Kasimir und Karoline gespielt, welches wie gemacht für laue Sommerabende ist. Hierzu wird der niederländische Regisseur Ivar van Urk erstmalig in Jena eine Regiearbeit leisten.

Auch die kleinen Kulturarenabesucher dürfen sich wieder auf fünf unterhaltsame Veranstaltungen der KinderArena freuen.

Weitere Informationen, das komplette Programm und Online-Tickets sind zu finden unter www.kulturarena.de. Weiterhin sind Tickets für alle Veranstaltungen ab sofort in der Tourist-Information Jena oder unter der Tickethotline 03641-498060 erhältlich.

Text: Michael Stocker
Bilder: Christian Seeling, Lisbeth Holten, Dean Chalkey

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14. April 2015 | Bühne

Camelot – Handbuch für Ritter

Von Stadtmagazin 07


Gastspiel des Mozarteum Salzburg am 16.4.2015 im E-Werk, der Spielstätte des DNT Weimar am Kirschberg 4.

Als einmaliges Gastspiel zeigen Schauspielstudenten des Mozarteum Salzburg am Donnerstag, 16. April, 20 Uhr im E-Werk ihren Theaterabend “Camelot”, den sie mit Regisseur Nikolaus Helbling im 3. Studienjahr erarbeitet haben. Das Stück mit dem Untertitel “Handbuch für Ritter” erlebte im Juni 2014 im Theater im KunstQuartier in Salzburg seine Premiere. Die elf Studenten, darunter auch die Mitglieder des aktuellen Schauspielstudios am DNT Weimar, diskutieren, erzählen und spielen darin die großen Rittergeschichten um König Artus und seine Tafelrunde. Wie kann Lancelot der perfekte Ritter sein und trotzdem Ginevra, die Königin, mehr lieben als ihm erlaubt ist? Warum quält Erec seine schöne Frau Enite und stirbt dabei selber fast? Was treibt Morgause mit dem Spancel? Und gelingt es Mordred, König Artus zu stürzen?

Schnelle Pferde, grausame Riesen, bezaubernde Frauen, gefährliche Kämpfe – die Artus-Sage hat alles, was auf die Bretter gehört, die die Welt bedeuten. Und sie stellt die großen Menschheitsfragen nach Liebe, Loyalität, Recht und Heldentum am Anbeginn der europäischen Zivilisation. Es spielen Anton Andreew, Tobias Artner, Mirjam Birkl, Zeynep Bozbay, David Dumas, Marcel Heuperman, Thomas Kramer, Julius Kuhn, Vidina Popov, Anna-Maria Rieser und Julius Schulte.

„Camelot“
16.04.2015, 20 Uhr
E-Werk Weimar

Text: Susann Leine
Foto: Michael Klimt

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8. April 2015 | Bühne

Einblick in Soldaten-Seelen

Von Stadtmagazin 07

Das Schauspiel Hannover gastiert am Samstag, 11. April mit seiner Produktion “Soldaten. Protokolle von Kämpfen, Töten und Sterben” im E-Werk am Kirschberg 4 in Weimar.


Die Inszenierung von Thomas Dannemann basiert auf dem gleichnamigen Buch des Historikers Sönke Neitzel und des Sozialpsychologen Harald Welzer. Anhand von Abhörprotokollen deutscher Kriegsgefangener in amerikanischen und britischen Lagern haben die beiden Autoren mit “Soldaten. Protokolle von Kämpfen, Töten und Sterben”eine überzeugende Mentalitätsgeschichte des Krieges vorgelegt.


Mehr als ein halbes Jahrhundert lang lagen diese höchst brisanten Dokumente unbeachtet in den Archiven der Alliierten des zweiten Weltkriegs. Sie erlauben einen einzigartigen Blick in die Seelen der internierten Generäle, Offiziere und Soldaten, die nicht wussten, dass sie belauscht wurden. Offen, ohne Scheu, ja ungeniert unterhalten sich diese Männer über ihr Leben im Krieg. Sie erzählen von Kameraden, den selbstlosen und selbstvergessenen, von Reisen ins Unbekannte, die sie sonst nie unternommen hätten, von der faszinierenden Technik in ihren Händen, für die sie gerade die rechten Spezialisten waren, und von Frauen, den fernen, ersehnten, und den nahen, vergewaltigten. Moral und Politik spielen keine Rolle. Das Leben nach dem Krieg ist für sie oft zweitrangig. Der Krieg aber, oft auch ein Abenteuer, der ihr Leben prägte wie nichts anderes zuvor, der will noch einmal erlebt sein: im Erzählen. Es spielen Jakob Benkhofer, Philippe Goos, Mathias Max Herrmann, Dominik Maringer, Oscar Olivo und Andreas Schlager.

Das Gastspiel ist Teil der Veranstaltung “Alles wieder gut? 70 Jahre nach der Befreiung des KZ Buchenwald”. Die Aufführung beginnt 16 Uhr.

Im Kesselsaal gibt es um 15.30 Uhr eine Einführung und im Anschluss an die Vorstellung wird ein Publikumsgespräch angeboten.

11.04.2015, 16 Uhr
“Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben”

E-Werk, Weimar
Am Kirschberg 4

Text: Florian Berthold
Bilder: Schauspiel Hannover

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10. Februar 2015 | Bühne

12305te Nacht

Von Stadtmagazin 07

Konzert-Performance mit Gedichten von Thomas Brasch und Songs der Einstürzenden Neubauten am 15. Februar 2015, 18.15 Uhr im DNT Weimar.


Im Anschluss an die Vorstellung von Shakespeares melancholischer Komödie “Was ihr wollt” (Beginn: 16 Uhr) erzählt der Schauspieler Michael Wächter gemeinsam mit den Schlagzeugern Imogen Gleichauf und Dieter Schröder vom Nicht-Schlafen-Können und Aufwachen, vom Verrücktwerden und Kunstschaffen, vom Verlieben und Verrennen. In ihrer Konzert-Performance »12305te Nacht« haben sie Lyrik des Dichters, Dramatikers und Shakespeare-Übersetzers verwoben mit Songs der Einstürzenden Neubauten, die in ihrer Schlichtheit und Intimität das Image einer Baustellenlärm-Band widerlegen und das Wesen von Braschs Gedichten unterstützen. Ohne Harmonieinstrument und doch poetisch, nur mit Stimme und Geräusch dringen sie in das Gehirn eines Getriebenen und verzweifelt Suchenden ein. Eine Nacht zwischen Heulen und Gelächter.

Tipp: Freier Eintritt zur Konzert-Performance in Verbindung mit dem Besuch der Vorstellung von »Was ihr wollt«

Text: Susann Leine
Bild: Thomas Müller

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2. Dezember 2014 | Bühne

Von Absturz und Aufstieg

Von Stadtmagazin 07


Premiere am Theaterhaus Jena: „Detroit“ von Lisa D`Amour – am 4. Dezember auf der Hauptbühne

Zwei benachbarte Pärchen in einer amerikanischen Kleinstadt versuchen sich anzufreunden. Ben und Mary streiten öfter, seitdem Ben seinen Job verloren hat und seine Zeit vor dem Computer verbringt. Sharon und Kenny haben sich in der Entzugsklinik kennengelernt und wollen ein neues Leben anfangen. Bei den gegenseitigen Einladungen zum Barbecue ist trotz aller Sympathien eine große Anstrengung spürbar; der soziale Druck, unter dem alle Vier stehen, ist gewaltig. Jeder bemüht sich, einen guten Eindruck zu hinterlassen, den Standards der Nachbarschaft gerecht zu werden und seine Schwächen hinter der gut gelaunten Oberfläche zu verstecken. Bei einer Party entlädt sich die angestaute Anspannung; allerdings führt die befreiende Ausgelassenheit zu verheerenden Konsequenzen.

Lisa D`Amour lebt in New York und ist Autorin zahlreicher Theaterstücke, die an vielen Orten in den USA von New York bis San Francisco gespielt werden. Außerdem arbeitet sie gleichermaßen erfolgreich als interdisziplinäre Performancekünstlerin. Ihre Tragikomödie „Detroit“ wurde im September 2010 im Steppenwolf-Theatre in Chicago uraufgeführt und für den Pulitzer-Preis nominiert.

Mit: Klaus Birkefeld, Sophie Hutter, Benjamin Mährlein, Anne Greta Weber und Matthias Zera
Regie: Jan Langenheim; Bühne & Kostüme: Veronika Bleffert und Benjamin Schönecker; MUSIK: Joachim Schönecker; Dramaturgie: Friederike Weidner

Premiere: Donnerstag, 04.12.2014, 20 Uhr, Hauptbühne
Die nächsten Vorstellungen: 05., 06.12.2014
Öfffentliche Hauptprobe: 02.12.2014, 20 Uhr

Kartentelefon: 03641/886944
Mail: tickets@theaterhaus-jena.de
www.theaterhaus-jena.de

Text + Bild: Theaterhaus Jena

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26. November 2014 | Bühne

Kultürmchen im Johannistor – der besondere Theateradventskalender

Von Stadtmagazin 07


Advent Advent Ein Lichtlein brennt im Stadttor.

Adventszeit. Plattgedrückte Kindernasen an glitzernden Schaufensterscheiben, bunte Lichter und Plätzchenduft, bunte Clowns, wildes Schauspiel, besinnliche Lesungen, fröhliches Tanzen, Hörspiele, Performances…

Schauspiel? Clowns? Performance im Advent? Diese besondere Art von Vorfreude aufs Weihnachtsfest findet sich schon zum zweiten Mal auch dieses Jahr wieder in den Türmerzimmern im Johannistor, wo der Adventskalender des Freie Bühne Jena e.V. an jedem Abend vom 1. bis 24. Dezember sein ganz besonderes Türchen im Türmchen öffnet. Wirklich jeden Abend im Advent können sich alle kleinen und großen Kindernasen wieder freuen auf eine Überraschung aus der Welt des Theaters – Lesungen, Stücke, Hörspiele, Tanz und vieles mehr immer um 19.30 Uhr und 20.30 Uhr. Ein besonderes Kinderadventstürchen wird für die Kleinen am 20. und 21.12. geöffnet – mit kleinen Aktionen und Überraschungen schon ab 16 Uhr.

Mitten in der Stadt, in den Turmzimmern des alten Stadttores am Johannisplatz, öffnet das Kultürmchen eine kleine Bühne für alle begeisterten KünstlerInnen, Theater- und Performancegruppen, MusikerInnen, StudentInnen und SchülerInnen der Stadt, die in verschiedensten Weisen ihre eigene Adventskalendertür inszenieren und das Publikum einladen, sich überraschen zu lassen. Es gibt Gaukelei, Geschichten, Theater, Film, Musik oder Basteln, Singen, Backen, Kochen, Tanzen, oder ein Einblick in einen Weihnachtsbrauch. Was genau an jedem Abend aber stattfinden wird, das bleibt das Geheimnis der Theateradventswichtel. Also: psst!!

Zusätzlich zum Abendprogramm werden für alle Besucher, aber auch für die Tagesgäste des historischen Weihnachtsmarkts, die Türmerzimmer geschmückt, und wechselnde Ausstellungen lokaler Künstler geben kleine Einblicke in das vielfältige Kulturleben der Stadt.

Als Zusatzangebot in diesem Jahr hat der Freie Bühne Jena e.V. am 6. Dezember einen interkulturell ausgerichteten Workshoptag im Kultürmchen zu Gast: Ein wichtiger Teil des weihnachtlichen Geistes ist es, Menschen in Frieden zusammenzubringen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Der Workshoptag „Familiar-Foreign“ lädt in der Stadt wohnhafte Menschen und Menschen aus den Flüchtlingsunterkünften der Stadt ein, sich in lockerer, freundschaftlicher und kreativer Atmosphäre zusammenzufinden, und miteinander das Gefühl von Fremdheit genauso zu erkunden, etwa Fragen nach den Gewohnheiten, Vertrautheiten, Bräuchen und dem Zuhause aller Teilnehmer nachzugehen. Dieses Projekt wird freundlich unterstützt vom Lokalen Aktionsplan Jena.

Das Projekt Kultürmchen – der theatrale Adventskalender – ist in diesem Jahr wieder eine partnerschaftliche Kooperative zwischen JenaKultur und dem Freie Bühne Jena e.V.

Der Eintritt ist frei. Ins Kultürmchen kommen Besucher über die Außentreppe auf dem historischen Weihnachtsmarkt am Faulloch/Johannisplatz.

Weitere Infos: www.kultuermchen.de

Text und Bild: Freie Bühne e.V.

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23. November 2014 | Bühne

Pinocchios Abenteuer

Von Stadtmagazin 07


Familienstück zur Weihnachtszeit im DNT Weimar

Als diesjähriges Familienstück in der Weihnachtszeit spielt das DNT Weimar seit dem 22. November 2014 im Großen Haus “Die Abenteuer des Pinocchio” nach dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Carlo Collodi. Mit viel Musik und allerlei Theaterzauber erzählt Hausregisseur Jan Neumann die spannende Geschichte der ungehobelten, aber liebenswerten Holzpuppe, die sich danach sehnt, ein richtiger Junge mit einem warmen, pochenden Herzen zu werden.

Statt in die Schule zu gehen, möchte der freche Pinocchio viel lieber ein lustiges Leben ohne Anstrengung führen und büchst seinem Schöpfer, dem Schnitzer Gepetto, aus. Doch so ein Lebensplan kann nicht aufgehen, denn überall lauern finstere Gesellen wie zum Beispiel Showmaster Carabass Barabass, der ein neues Sternchen am Showhimmel braucht. Oder die listige Füchsin Amalia und der missmutige Kater Egbert, die dem Holzkopf das bisschen Geld abluchsen möchten, das er reumütig für Gepetto aufheben wollte. Und als er dann noch im gefährlichen Spieleland landet und wie alle dort gestrandeten Faulpelze nach Carabass Barabass’ Pfeife tanzen muss, scheint es gar keine Hoffnung mehr für ein Happy End zu geben. Aber da sind ja noch die wundersame Fee Malwina mit den blauen Haaren und der melancholische Pierrot, die Pinocchio zur Seite stehen.

Es spielen Fridolin Sandmeyer (Pinocchio), Christoph Heckel (Gepetto), Nora Quest (Fee Malwina), Nadja Robiné (Füchsin Amalia), Bastian Heidenreich (Kater Egbert), Thomas Kramer (Pierrot u.a.), Julius Kuhn (Carabass Barabass u.a.), David Dumas (Polizist Banani u.a.) und Mirjam Birkl (Assistentin Heidi u.a.). Das Bühnenbild entwarf Oliver Helf, die Kostüme Nini von Selzam.

„Die Abenteuer des Pinocchio“
DNT Weimar, Großes Haus
Für alle Familienvorstellungen am 07., 21. Und 29.12., sowie am 18.01., 07.03. und 10.05., jeweils 16 Uhr gibt es noch Karten. Für die Schulvorstellungen unter der Woche sind nur noch Restkarten erhältlich.

Text: Susann Leine
Bild: DNT Weimar

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