26. August 2016 | Freizeit, Jena

15 Jahre Fatplastics Recordstore in Jena

Von Stadtmagazin 07

Fünfzehn Jahre nachdem das Fatplastics erstmals sein Tore öffnete, gibt’s pünktlich zum Geburtstag am 3. September 2016 im Kassablanca eine ganz besondere Art Urgestein-Runde. Neben dem unermüdlichen Fackelträger der geraden Bassdrum und Fatplastics-Gründer Monkey Maffia himself, tritt ab 23 Uhr im Kassablanca Jena mit DJ Légères auch noch einer der vielseitigsten und zudem besten DJs Jenas an die 1210er. Außerdem am Start ist DJ Nature aka Milo Johnson, der nicht nur Ex-Mitglied des legendären Soundsystems “The Wild Bunch” (Massive Attack) aus Bristol ist, sondern zudem als Produzent wie DJ einer der leidenschaftlichsten Bogenspanner von House über Electro bis hin zu Disco, Dub und Jazz.

Achja, und falls das Wetter mitspielt, wird natürlich auch am Nachmittag schon ab 14 Uhr fleißig im Garten des Daheme gleich nebenan fleißig gediggt und der Rost brennt. Auf die nächsten 15 Jahre Fatplastics!

15 Jahre Fatplastics im Kassablanca:

Samstag, 03. September 2016, 23 Uhr
DJ Nature (Golf Channel, New York)
Monkey Maffia (Freude am Tanzen)
DJ Légères (Boomshakalaka)

http://www.fatplastics.com/
https://www.facebook.com/events/1688463608142377

Autor: Toci
Grafik: Toci

Kommentare deaktiviert
26. April 2015 | Bühne, Freizeit, Jena, Kino, Kultur, Musik

Herzensangelegenheit Kulturarena

Von Stadtmagazin 07

2015 findet die KulturArena Jena bereits zum 24. Mal statt. Ein Jahr vor dem großen 25-jährigen Jubiläum wartet auf die Besucher wieder ein buntes Programm aus Musik, Film und Theater an den verschiedenen Veranstaltungsorten Theatervorplatz, Volksbad und Kassablanca.

Lilabungalow

In diesem Jahr haben die Organisatoren der KulturArena keinen einzelnen, sondern mehrere verschiedene musikalische Schwerpunkt gesetzt. Einer davon ist die deutsche Musikszene. Es zeichnet sich schon länger ab, dass diese – nach Jahren des Schattendaseins hinter ausländischen Produktionen – wieder absolut auf dem Vormarsch ist. Und so wird zur 24. Auflage von Jenas größtem Festival auch ein kleiner Rekord aufgestellt: Insgesamt acht Bands aus Deutschland werden in der KulturArena ihre Musik zum Besten geben, unter ihnen die fast schon legendären Element of Crime, Olli Schulz, Get Well Soon oder die Erfurter Clubband Lilabungalow.

Marius Neset

Ein besonderes Highlight stellt das Orchesterprojekt e.s.t. Symphony dar, welches als Weiterführung der Jazzvisionen des Esbjörn Svensson Trios um den vor einigen Jahren auf tragische Weise ums Leben gekommenen Esbjörn Svensson verstanden werden kann. Dafür kam eine Zusammenarbeit der Jenaer Philharmonie mit einigen der besten Jazz-Musikern Europas zustande. Unter anderem ist der Saxophonist Marius Neset mit von der Partie, bevor er wenige Tage später auch noch einmal mit seinem eigenen Programm zu Gast sein wird.

Ein weiterer Schwerpunkt ist unser Nachbarland Frankreich. Aus diesem werden neben weiteren Künstlern Yann Tiersen, die Soul- und Bluessängerin Nina Attal und die Electro Deluxe Big Band zu sehen sein, welche auch den Auftakt für die diesjährige Konzertarena geben.

Kitty, Daisy & Lewis

Einige Beispiele für die englischen und US-amerikanischen Vertretungen zur diesjährigen Arena sind die erneut in Jena gastierenden Calexico, die Rock’n’Roll-Geschwister Kitty, Daisy & Lewis, Soulsänger Roachford, Tanita Tikaram oder der Südstaatenrocker JJ Grey.

Besonders hingewiesen sei noch auf zwei weitere Künstler: Bassekou Kouyaté aus Mali und Yasmine Hamdan aus dem Libanon. Beide haben in der heutigen Zeit sehr mit den Konflikten in ihren Heimatländern zu kämpfen und lassen deshalb in ihrer Musik ein besonderes Gefühl von Freiheit zum tragen kommen.

Im Rahmen der FilmArena werden in diesem Jahr insgesamt 15 Filme gezeigt. Ein Höhepunkt ist die Dokumentation über Hubert von Goisern – Brenna tuat’s schon lang. Diese kann quasi als Kostprobe für sein Konzert am darauffolgenden Tag genutzt werden. Weitere Filme im Programm sind unter anderem der Til Schweiger-Film Honig im Kopf, der französische Kassenschlager Monsieur Claude und seine Töchter, das oscarprämierte Meisterwerk Birdman oder die Schiller-Verfilmung Die geliebten Schwestern. Zudem wird in diesem Jahr erstmalig einen Überraschungsfilm zu sehen sein.

Natürlich wird zu Beginn der KulturArena auch wieder das Sommerspektakel des Theaterhauses aufgeführt. In diesem Jahr wird Ödön von Horváths Kasimir und Karoline gespielt, welches wie gemacht für laue Sommerabende ist. Hierzu wird der niederländische Regisseur Ivar van Urk erstmalig in Jena eine Regiearbeit leisten.

Auch die kleinen Kulturarenabesucher dürfen sich wieder auf fünf unterhaltsame Veranstaltungen der KinderArena freuen.

Weitere Informationen, das komplette Programm und Online-Tickets sind zu finden unter www.kulturarena.de. Weiterhin sind Tickets für alle Veranstaltungen ab sofort in der Tourist-Information Jena oder unter der Tickethotline 03641-498060 erhältlich.

Text: Michael Stocker
Bilder: Christian Seeling, Lisbeth Holten, Dean Chalkey

Kommentare deaktiviert
18. März 2015 | Jena

Neue Pläne für Jena

Von Stadtmagazin 07


Vier Stadtpläne mit den persönlichen Lieblingsorten in Jena. Nun steht die Saalemetropole den Großstädten Berlin, Hamburg und München in nichts mehr nach. Warum Jena so ein Geschenk gebraucht hat und was für eine Idee dahinter steckt, darüber haben wir mit der Werbegagentur “timespin” gesprochen. »Anders als ein herkömmlicher Touristenplan richten sich unsere Pläne nicht explizit an Neuankömmlinge und Besucherscharen, sondern an Entdecker der eigenen Stadt«, erklärt Victoria Batz von ›timespin‹. Während auf den meisten Stadtplänen immer die gleichen Sehenswürdigkeiten eingezeichnet sind, richtet sich der Fokus bei den neuen Plänen eher auf die Vorlieben und Gewohnheiten der Jenenser und Jenaer. »Wir wollten wissen wie und wo die Menschen ihren Morgen, die Mittagszeit, den Nachmittag und den verdienten Feierabend oder die Nachtruhe verbringen.« Diese Lieblingsorte hat die Agentur gesammelt und je nach Tageszeit auf den vier Plänen markiert. Entstanden sind vier einzigartige A2-Plakate, die nicht nur praktisch sind, sondern Jena auch in einem ganz neuen Design voller liebevoller Details erstrahlen lassen. »Da gibt es einiges zu entdecken«, ist sich Grafiker Brian Roßbach sicher. Natürlich könne es sein, betont Victoria, dass der ein oder andere Lieblingsort vergessen wurde. Darum gibt es zu den Stadtplänen acht kleine Aufkleber in Herzform, die dazu bestimmt sind, auf dem persönlichen Plan den eigenen Tipp zu kennzeichnen.

Die Stadtpläne gibt es im Set (15 Euro) mit vier Plänen oder einzeln (jeweils 5 Euro) hier:
Jena Tourist-Information
Jenaer Bücherstube
Fatplastics Recordstore

Mehr: www.facebook.com/timespin.de

Autor: Toci
Grafik: Timespin

Kommentare deaktiviert
2. März 2015 | Freizeit, Jena

ArenaOuvertüre mit einer „Russischen Sommernacht“

Von Stadtmagazin 07


Bereits zum zehnten Mal findet die ArenaOuvertüre vom 19.-20. Juni 2015 in Jena statt. Auf dem Festplatz in Lobeda-West stehen die beiden Musikabende in diesem Jahr ganz im Zeichen des russischen Komponisten Peter Tschaikowski.

Schon seit einem Jahrzehnt erfreut die ArenaOuvertüre ihre Besucher mit immer neuen Themenabenden. So gab es unter anderem bereits eine Französische, Spanische oder Amerikanische Musiknacht zu erleben. Auch eine Nacht der Opernchöre oder ein Abend unter dem Motto Sommernachtstraum wussten das Publikum zu begeistern.

Das Jahr 2015 rückt nun einen musikalischen Romantiker par excellence in den Fokus: Peter Tschaikowski, einer der großen russischen Komponisten, wird mit seinem musikalisches Werk den Mittelpunkt des Abends bilden. Doch zunächst werden die Besucher des Konzertes durch das Folkloreensemble „Diamant“ des MIG Jena e.V. mit Liedern aus der Ukraine, Weißrussland und Russland begrüßt. Anschließend werden von der Jenaer Philharmonie unter Leitung des Dirigenten Marc Tardue, welcher auch die Moderation des Abends übernehmen wird, unter anderem Ausschnitte aus „Schwanensee“, der Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ sowie der „Slawische Marsch“ und die „Ouvertüre solenelle“ gespielt.
Heike Faude vom Veranstalter JenaKultur und Bruno Scharnberg, der Intendant der Jenaer Philharmonie, lobten die über die Jahre hinweg ausnahmslos gute Zusammenarbeit mit den Partnern der jenawohnen GmbH und der WG „Carl Zeiss“ eG. Diese bestätigten schon jetzt ein reges Interesse ihrer Mieter an der Neuauflage der ArenaOuvertüre und betonten die Wichtigkeit des philharmonischen Konzertes in Jena-Lobeda. Für viele Bewohner des etwas außerhalb des Zentrums gelegenen Stadtteils, welche eventuell nicht immer die Möglichkeit haben in die Innenstadt zu fahren, stellt die ArenaOuvertüre eine willkommene Abwechslung dar und bereichert das kulturelle Leben in Lobeda ungemein.


Iris Hippauf (WG “Carl Zeiss” eG), Volker Blumentritt (Ortsteilbürgermeister Jena-Lobeda), Heike Faude (JenaKultur), Annett Hänel (jenawohnen GmbH) (v.l.n.r.).

ArenaOuvertüre:
am 19. und 20. Juni 2015 jeweils um 21 Uhr auf dem Festplatz in Lobeda-West.

Die Konzertkarten für die ArenaOuvertüre sind ab sofort in der Jenaer Tourist-Information, unter www.kulturarena.de oder unter der Tickethotline 03641-498060 erhältlich. Mitglieder der jenawohnen GmbH und der WG „Carl Zeiss“ eG erhalten die Tickets in den jeweiligen Service-Centern zu vergünstigten Sonderkonditionen. Gleichzeitig gelten die Tickets an diesem Abend für alle Besucher jeweils zwei Stunden vor und nach Konzertbeginn als Fahrkarte für den Jenaer Nahverkehr.

Text + Bild: Michael Stocker

Kommentare deaktiviert
25. Juli 2014 | Freizeit, Jena, Kultur, Musik

Köstritzer & Stadtmagazin07 verschenken besondere Momente zur KulturArena Jena

Von Stadtmagazin 07

+++ 1×2 Konzert-Tickets für BOSSE am 1. August zu gewinnen +++


Nicht nur die Bewohner Jenas dürften es längst gemerkt haben: Vom 16. Juli bis zum 24. August findet auf dem Theatervorplatz wieder ein ganz besonderes Sommermärchen statt: die 23. KulturArena Jena. Das sind 23 Jahre Sommerfestival, Live-Musik verschiedenster Genres, Film und Theater in einer gelungenen Mischung aus bekannten Künstlern und interessanten Newcomern. Die Köstritzer Schwarzbierbrauerei steht der KulturArena Jena dabei als verlässlicher Partner schon seit Mitte der 90er Jahren zur Seite. Im aktuellen Arena-Jahr kann das Festival erneut auf die kontinuierliche Unterstützung durch Köstritzer zählen. Und auch in der 23. Auflage ist es den Veranstaltern natürlich gelungen, ein spezielles Arena-Festivalprogramm zusammenzustellen, das gleichzeitig anspruchsvoll und unterhaltsam ist.


Und – jetzt besonders aufgepasst! Sie können live dabei sein. Köstritzer und das Stadtmagazin07 laden 1×2 Leser in die Arena zum bereits seit Tagen ausverkauften BOSSE-Konzert am 1. August ein. Zusätzlich geht Ihnen noch ein Schwarzbiergruß an Ihre Heimatanschrift zu, mit denen Sie die besonderen Konzertmomente nach Ihrem Arenabesuch noch einmal Revue passieren lassen.
Stadtmagazin 07 und Köstritzer wünschen viel Glück! Mitmachen lohnt sich!

Wie’s funktioniert? Einfach bis zum 30.07.2014 eine Email an leserpost@stadtmagazin07.de schreiben und dann hoffen, dass die Losfee das Glück in Ihre Richtung wirft.

Text: Florian Berthold
Bilder: KulturArena; Köstritzer

Kommentare deaktiviert
17. Mai 2013 | Allgemein, Heimatkunde, Jena, Kultur

Das beste Porträt unserer Stadt

Von Stadtmagazin 07

Das Jena Buch ISBN Nr. 978-3-00-041653-8 Nancy Droese Florian Görmar

Jena mag zwar eine überschaubare Größe aufweisen, ist jedoch eine Stadt, die sich nicht so leicht in eine Schublade stecken lässt. Die beiden Autoren Nancy Droese und Florian Görmar haben sich daran gemacht, dieser Vielseitigkeit gerecht zu werden und das Gesicht der Stadt zwischen zwei Buchdeckeln festzuhalten – mit dem Jena Buch.

Während Jenaer und Jenenser bekanntlich nicht selten ins Schwärmen kommen, wenn sie Außenstehenden von ihrer Stadt erzählen, erschließt sich für den Besucher und Neuankömmling der Charme Jenas nicht unbedingt auf den ersten Blick: Hochhausburgen entlang des Stadtgürtels, ein architektonischer Flickenteppich in der Innenstadt und an jeder zweiten Ecke buddeln sich Bagger durch den Asphalt.

Dabei war Jena schon mehrfach ein Ort, der Geschichte schrieb. Die ursprünglich kleine Weinbauernstadt beherbergte Dichter und Denker wie Goethe, Schiller, Fichte und Hegel, geriet zum Kriegsschauplatz zwischen napoleonischen und preußischen Truppen. Sie gelangte mit optischen Geräten von Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott zu Weltruf, wurde mit modernen Pädagogen, Architekten und Verlegern zur Kulturstadt und sollte schließlich, nach verheerender Zerstörung im 2. Weltkrieg, zum sozialistischen Vorzeigemodell ausgebaut werden.

Von dieser Geschichte, aber vor allem von den Geschichten hinter den Gebäuden, Denkmälern und Plätzen erzählt das Jena Buch. Es hilft, eine Stadt zu entdecken, die ganz offensichtlich in keine Schublade passt.

Eine Rundum-Betrachtung Jenas
Dabei bietet das Buch erst einmal eine Grundlage fürs Erkunden: gibt praktische Informationen vom Apothekendienst bis zum Zeitungsangebot, verschafft Tipps zu Kultur, Übernachten und Einkaufen, um dann zur Natur und den Möglichkeiten, sich in dieser zu betätigen, zu kommen. Natürlich wird auch der örtliche Fußballclub mit einer Doppelseite gebührend gewürdigt.

Jenas historische Spuren füllen dann den zweiten Teil des Reiseführers. Und diese führen tatsächlich durch die Geschichte: wie beispielsweise zum Karzer des Collegium Jense – der Einblicke in das Studentenleben zu Beginn des 19. Jahrhunderts gibt, das Accouchierhaus – welches von Goethes Rolle in einem Prozess um eine Kindsmörderin erzählt oder das Planetarium – von dem man erfährt, dass es beinahe nicht entstanden wäre.


Neben zahlreichen Anekdoten bereichern schließlich noch historische und aktuelle Bilder sowie ein ausklappbarer Stadtplan das Jena Buch.

Erhältlich ist das Jena Buch
im deutschen Buchhandel
per Mail beim Stadtmagazin07 info@stadtmagazin07.de
oder bei Amazon.

Das Jena Buch
Nancy Droese / Florian Görmar
Florian Görmar Verlag, 238 Seiten (Paperback), 17,95 EUR
ISBN Nr. 978-3-00-041653-8
www.jenabuch.de

Text: Florian Berthold
Bilder: Stadtmagazin07

Kommentare deaktiviert
20. Januar 2013 | Jena

Kultur in Jena weiterhin hoch im Kurs

Von Stadtmagazin 07

Äußerst zufrieden mit dem vergangenen Jahr zeigten sich die Verantwortlichen von JenaKultur. Zudem gaben sie der Presse einen Ausblick auf das Jahr 2013.

Die Ernst-Abbe-Bücherei knackte auch im letzten Jahr wieder die Millionen-Marke bei den Entleihungen und ist damit die am intensivsten genutzte Bibliothek in ganz Thüringen. Um diesen hohen Nachfragen auch gerecht werden zu können, nahm JenaKultur ordentlich Geld in die Hand – über 150.000 Euro wurden investiert, um 17.000 Neuanschaffungen realisieren zu können. Doch damit allein war es in der Bücherei im Jahre 2012 nicht getan. 11.000 Bücherfreunde besuchten knapp 500 Veranstaltungen rund um die bedruckten Seiten, äußerst beliebt waren der Lese- sowie der Kinderlesemarathon.

Die Jenaer Philharmonie freute sich besonders über den Start der Amtszeit des neuen Generalmusikdirektors Marc Tardue sowie über mehrere ausverkaufte Veranstaltungen. Insgesamt spielten die Musiker der Philharmonie 74 Konzerte im Volkshaus und absolvierten zudem 29 Gastspiele in ganz Deutschland.

Auch die Städtischen Museen blicken auf eine große Anzahl von Besuchern zurück. Mehr als 63.000 Gäste wurden in über 1000 Führungen begrüßt. Die Museumsnacht zählte mit etwa 10.000 Besuchern sicher zu den Highlights des abgelaufenen Jahres. Der Lohn der Mühen für die Städtischen Museen: Ende des Jahres wurde ihnen das „Thüringer Museumssiegel“ verliehen.

Doch neben all der Freude gab es auch Rückschläge zu verkraften. Die Beseitigung von Vandalismusschäden an Objekten des öffentlichen Raumes schlug mit 22.000 Euro zu Buche, insgesamt wurden 61.000 Euro für Reinigung und Reparaturen ausgegeben.

Ausblick
Für das Jahr 2013 soll aber zunächst nicht mehr an schwierige Umstände gedacht werden, ganz im Gegenteil – JenaKultur geht mit voller Kraft an die neuen Aufgaben. Zunächst wird natürlich wieder auf bewährte Veranstaltungen gesetzt: die Kulturarena soll sich wieder zu einem Publikumsmagnet entwickeln, auch die Lange Nacht der Museen wird dem zweijährigen Turnus folgend im Jahr 2013 wieder stattfinden und zahlreiche Interessierte empfangen.
Doch auch neue Veranstaltungen stehen in den kommenden Monaten auf dem Programm, etwa das Van-de-Velde-Jahr, welches zu Ehren des 150. Geburtstags von Henry van de Velde thüringenweit gefeiert wird. Dieses Jubiläum wirft auch in Jena seine Schatten voraus – zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Stadtführungen werden dazu angeboten.
Und auch die Freunde der modernen Technologie werden im neuen Jahr auf ihre Kosten kommen: Ab März ist in den einschlägigen Stores eine App erhältlich, die alle Neugierigen jederzeit über die Veranstaltungen von JenaKultur auf dem Laufenden hält.

Text: Michael Stocker

Kommentare deaktiviert
24. Oktober 2012 | Freizeit, Jena, Kultur, Musik

Mehr Raum für Musik

Von Stadtmagazin 07


Der PhonTon e.V. Jena lädt zur „3. Jenaer Schallspielnacht“ am 26.10.2012 ins Ricarda-Huch-Haus.

’Raum für Musik’ heißt das Motto des PhonTon e.V. Jena, der sich seit 2005 um die Förderung von Nachwuchsmusikern in Jena bemüht. Der Verein, der einst nur aus einer kleinen Gruppe von Enthusiasten bestand, heute dagegen schon 50 Mitglieder hat, stellt seinen musizierenden Mitgliedern in Jena Proberäume zur Verfügung und schafft mit Veranstaltungen wie den Schallspieltagen ein entsprechendes Forum für Nachwuchsmusiker.

Bei der 3. Auflage dieser Schallspieltage am 26. Oktober im Ricarda-Huch-Haus am Löbdergraben 7 treten über den Abend verteilt folgende Bands auf: ORGANIC NOISES (Ilm), SOJUS 3000 (Ilm), EARDRUM DAMAGE (Jen) sowie PAOLO MACHO (Jen).

Darüber hinaus soll der Fokus an diesem Abend mit einem öffentlichen Forum auch auf die Notwendigkeit gelenkt werden, mehr kulturelle Freiräume in Jena zu schaffen, die gegenwärtig von einem deutlichen Missstand geprägt sind.

3. Jenaer Schallspieltage
26.10.2012 Ricarda-Huch-Haus
weitere Infos: www.phonton-jena.de

Text: Florian Berthold
Bild: PhonTon e.V. Jena

Kommentare deaktiviert
24. April 2012 | Allgemein, Jena

Neues Haus für antike Schätze

Von Stadtmagazin 07


Jena ist um eine Attraktion reicher. Nach jahzehntelanger Odyssee öffnet das Archäologische Museum der Universität, das bis zu seiner Schließung 1962 im Universitätshauptgebäude beheimatet war, am neuen Standort in der Carl-Pulfrich-Straße 2 seine Pforten.

Jena ist um ein altes-neues Museum reicher: das Archäologische Museum der Friedrich-Schiller-Universität. Ab sofort sind immer mittwochs und samstags von 14 bis 17 Uhr die wertvollen Antikensammlungen wieder der Öffentlichkeit zugänglich. „Wir würden uns freuen, wenn unsere zukünftigen Besucher in den Antikensammlungen der Universität Jena einen Einblick in die Lebenswelten der Menschen der Antike erhalten und sich gleichzeitig an der Schönheit antiker Kunst erfreuen können“, hofft Prof. Dr. Angelika Geyer, Lehrstuhlinhaberin für Klassische Archäologie, auf das Interesse eines antikenbegeisterten Jenaer und auswärtigen Publikums.

Seit 50 Jahren war die wertvolle Sammlung Antiker Kleinkunst auf engstem Raum eingelagert und höchstens während Sonderausstellungen im Stadtmuseum zu sehen. Auch die umfangreiche wie eindrucksvolle Sammlung antiker Plastik, die im Magazin des Berliner Pergamonmuseums ausgelagert war und seit Mitte der 1990er Jahre sukzessive wieder nach Jena zurückehrte, findet hier eine neue Heimstatt. Hochkarätige Dauerleihgaben und Schenkungen, unter anderem aus der Schweiz, haben die Sammlungen in den letzten Monaten zusätzlich bereichert, so dass sie nun weit mehr als 2.000 Exponate umfassen und sich auch dank der neuen Ausstellungsfläche mit bedeutenden Sammlungen anderer deutscher Universitäten messen lassen können.


Vor den in tiefes Blau getauchten Wänden des neuen Museums erwartet die Besucher ein repräsentativer Überblick mit Objekten aus allen wesentlichen antiken Epochen, prachtvolle griechische und etruskische Vasen aus der bedeutenden Antikensammlung des Italieners Giovanni Pietro Campana etwa, ein korinthischer Bronzehelm aus Olympia, antike Öllampen und Glasgefäße oder auch ein römisches Terrakotta-Relief. Unweigerlich den Blick auf sich ziehen sowohl die zahlreichen, teils monumentalen Gipsabgüsse antiker Plastiken als auch die Nachbildung einer antiken Grabstätte, in deren Zentrum – umgeben von überraschend farbigen Wandmalereien – eine Vitrine mit einer originalen etruskische Urne steht. Zu den wissenschaftlich interessantesten Ausstellungsobjekten zählt ein umfangreicher Komplex von Scherben antiker Trinkschalen, der einer Athener Töpferwerkstatt um das Jahr 400 vor Christus entstammt und heute die Bezeichnung „Werkstatt des Jenaer Malers“ trägt.

Die Anfänge des Museums gehen auf das Jahr 1846 zurück, als der Altphilologe und Antikenforscher Carl Wilhelm Goettling zunächst in einem einzigen Raum des Jenaer Stadtschlosses zunächst lediglich 70 Sammlungsobjekte zu präsentieren vermochte. Seine Glanzzeit erlebte das Museum nach dem 1907 erfolgten Umzug in das anstelle des Schlosses errichteten Universitätshauptgebäude, in dem der gesamte Südostflügel den Antikensammlungen vorbehalten war. Noch heute weist das eigens für das Museum geschaffene Eingangsportal am Löbdergraben auf die damalige Nutzung hin.

Text + Fotos: Andreas Klossek

Kommentare deaktiviert
6. Dezember 2011 | Allgemein, Jena

Der Zornige Engel hat debattiert – Podiumsdiskussion am 05.12.2011 zum ‘aspekte’-Beitrag

Von Stadtmagazin 07

Große Wellen schlug vor ein paar Wochen ein ‘aspekte’-Beitrag im ZDF über die Stadt Jena, in welchem ein negatives Bild der Stadt gezeichnet wurde. Nach zahlreichen offenen Briefen, Unterschriftenaktionen und Petitionen gegen den ausgestrahlten Fernsehbericht trafen sich nun Befürworter und Gegner zum gemeinsamen Schlagabtausch.

Auf Initiative des ZDF fand am gestrigen Abend im Theaterhaus eine Podiumsdiskussion zum Thema statt. Vor vollem Haus und gut weiteren 100 Zuhörern im Arena-Rund, die die Debatte während des ersten Schneetreibens des Jahres via Live-Übertragung verfolgten, wurde nicht nur der Fernsehbeitrag kritisch beleuchtet, sondern es wurde auch tiefer nachgefragt – wo liegen die Ursachen des Rechtsextremismus, was kann man dagegen tun?

Das Podium war gut gefüllt. Insgesamt sieben Diskutanten kamen zu Wort: ‘aspekte’-Chef Christhardt Läpple, Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, Universitätsprofessor Dr. Klaus Dörre, Katharina König von der JG Stadtmitte, der Winzerlaer Sozialarbeiter Thomas „Kaktus“ Grund sowie Christoph Ellinghaus vom Aktionsnetzwerk gegen Rechts und Marco Guerzoni vom Integrationsbeirat der Stadt Jena stellten sich den Fragen des Moderators Jonas Zipf, seines Zeichens Dramaturg am hiesigen Theaterhaus.

Die Debatte wurde größtenteils sachlich geführt und ging am Ende weit über den eigentlichen Aufreger hinaus. Doch zunächst wurde sich mit eben diesem befasst. ‘Aspekte’-Chef Christhardt Läpple gestand hierbei ein, die Aktionen – und damit auch die Erfolge – der Stadt Jena im Kampf gegen Rechts im ausgestrahlten Bericht nicht benannt zu haben.

Soziologieprofessor Dr. Klaus Dörre empfand den Beitrag hingegen als „westdeutsche Abwertungskultur“ und Oberbürgermeister Albrecht Schröter gab ganz offen zu, in die Diskussion auch seine eigenen Emotionen hineingeworfen zu haben. Es war also spannend.

Jedoch mischten sich nicht nur kritische Stimmen gegen den Beitrag in die Diskussion, Katharina König und Sozialarbeiter „Kaktus“ Grund sprachen durchaus von einer abgebildeten Realität, vor der man die Augen nicht verschließen darf.

Glücklicherweise blieben die Podiumsteilnehmer nicht nur am Beitrag des ZDF hängen, sondern sprachen ebenso über die Anfänge der rechten Szene in der Stadt als auch über die verschiedenen Aktionen im Kampf gegen Rechts im Laufe der letzten Jahre. Dazu wurden sowohl Statistiken als auch eigene Erfahrungen in die Diskussion eingebracht.

Naturgemäß nimmt ein solcher Abend dann am meisten Fahrt auf, wenn es Wortmeldungen aus dem Publikum gibt – so auch gestern. Zahlreiche Redebeiträge von verschiedenen Initiativen und Vereinen, Journalisten, Schauspielern sowie dem Stadtjugendpfarrer Lothar König und Zuschauern der Podiumsdiskussion fanden Gehör. Dann wurde es auch emotional und hätte wahrscheinlich noch ewig so weitergehen können – zu vielschichtig waren die Anliegen, die vorgetragen wurden. Von Alltagsrassismus bis hin zu fehlenden Geldern reichten die Redebeiträge, die eigentlich alle eine eigene Diskussion verdient haben.

Natürlich war es nicht möglich, am gestrigen Abend einen gemeinsamen Konsens zum gesendeten Beitrag zu finden. Alle waren sich jedoch einig, den Kampf gegen den rechten Irrsinn weiterzuführen. Es wurde – auch mit Hilfe des ‘aspekte’-Beitrags – eine Diskussion angeregt – diese gilt es nun weiterzuführen und dabei nicht so schnell wieder müde zu werden. „Von Jena geht Ermutigung im Kampf gegen Rechts in die ganze Republik aus“, fasste es Oberbürgermeister Albrecht Schröter zusammen. Es ist zu hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt!

Die komplette Fernsehübertragung der Podiumsdiskussion ist online abrufbar unter: www.jenatv.de/politik/Podiumsdiskussion_Zorniger_Engel_debattiert-6422.html

Autor: Michael Stocker

Kommentare deaktiviert
4. Oktober 2011 | Jena

Wissenschaft macht Ah! Die 4. Lange Nacht der Wissenschaften in Jena.

Von Stadtmagazin 07

Am 25. November 2011 von 18 bis 24 Uhr ist es wieder soweit. Sämtliche wissenschaftliche Einrichtungen, Institute, Labore und Firmen der Stadt öffnen zur „4. Langen Nacht der Wissenschaften“ ihre Pforten.

An drei Schwerpunkten – dem Beutenberg-Campus, den Kliniken sowohl in Lobeda als auch in der Stadt und den Wissenschafts-standorten im Stadtzentrum – warten insgesamt über 230 abwechslungsreiche Ver-
anstaltungen auf die Gäste. Einige Highlights seien hier schon einmal genannt.

Die „Lange Nacht der Wissenschaften“ wird von Ralph Caspers eröffnet. Bekannt durch Fernsehsendungen wie „Wissen macht Ah!“ und der „Sendung mit der Maus“ moderiert er ab 18 Uhr im Institut für Photonische Technologien auf dem Beutenberg in seiner ganz eigenen Art und mit zahlreichen kleinen Experimenten die Eröffnungsveranstaltung. Hier ist frühzeitiges Kommen gefragt!

Weiter geht’s auf dem Ernst-Abbe-Hochhaus. Dort wird wieder der schon in den letzten Jahren beliebte Laser zu sehen sein, welcher die Veranstaltung weit über das Stadtzentrum hinweg sichtbar macht. Der Laser kann auch von Nahem begutachtet werden, man muss nur das Dach des Hochhauses erklimmen. Als Lohn für die Mühen bekommt man dort in luftiger Höhe mit Hilfe eines Nachtsichtgerätes einen vollkommen anderen Blick auf die Stadt. Einen Abstecher sollte auch die Fachhochschule wert sein – schließlich werden hier die schönsten Augen der Stadt gesucht, nachdem man sein eigenes Geburtsdatum unter den ersten Milliarden Ziffern der Zahl π gefunden hat. Ebenso lohnt sich der Besuch des Döbereiner Hörsaals im Institut für Anorganische und Analytische Chemie, direkt an der Humboldtstraße gelegen. Dort wird es bei zahlreichen chemischen Experimenten blitzen, brennen und qualmen.

Zudem wird vor dem Volkshaus der „Nanotruck“ Halt machen, welcher seit Jahren quer durch die ganze Republik tourt und nun endlich auch in Jena einen Zwischenstop einlegt. In diesem sieht man die Welt der kleinen Dinge einmal in ganz in Groß. Und und und…doch suchen Sie sich ihr Highlight selbst heraus! An interessanten Angeboten mangelt es auch im Jahr 2011 auf keinen Fall. Es sei noch gesagt, dass nicht nur Erwachsene auf ihre Kosten kommen, auch für die kleinen Wissenschaftler wird an vielen Stand-orten eine Menge geboten. Und wenn nach all den Entdeckungstouren der Magen knurrt ist selbstverständlich für das leibliche Wohl gesorgt.

Die Wege zwischen den Veranstaltungsorten sind einfach zurückzulegen. Mit dem Ticket für die „Lange Nacht der Wissenschaften“ kann man ganz bequem die „Denkbusse“ benutzen, die einen kostenlosen Shuttleservice zwischen den drei Schwerpunkten anbieten. Auch der Nahverkehr kann mit den Eintrittskarten an diesem Abend umsonst genutzt werden. Diese sind bei der Touristeninformation Jena und den Geschäftsstellen der Zeitungsgruppe Thüringen im Vorverkauf zu erwerben. Aber auch Kurzentschlossene werden noch Karten an den Abendkassen erhalten, welche an zahlreichen Instituten zu finden sind.

Weitere Information sind im Internet unter www.sternstunden-jena.de sowie unter www.facebook.com/sternstunden.jena zu finden.

Autor: Michael Stocker

Kommentare deaktiviert
22. Juni 2011 | Freizeit, Jena, Kinder, Kultur, Sport

Mit Trommel und Drachenkraft

Von Maxi Gade


‘… volle Kraft voraus!’ tönt es dieses Wochenende über den Schleichersee

25.06.2011│11.-18.30 Uhr│Schleichersee│5. GODYO Kanu-Sprint Jena 2011

Bereits zum 5. Mal tragen die Kanuten des USV Jena e.V. mit Unterstützung der GODYO AG Jena den GODYO Kanu-Sprint auf dem Schleichersee in Jena aus. Am 25.06. werden sich am Strandschleicher Jenaer Drachenboot-Teams in rasanten Rennen messen. Hinter fantasiereichen Team-Namen wie “Drachentöter”, “Tube Riders”, “Helden des Lichts” oder “Flotte Kalotte” stehen namhafte Jenaer Firmen und Institutionen wie Jenapharm, Clondiag, IPHT und das Universitätsklinikum Jena. Von 11.00 bis 17.40 Uhr werden im 20-Minuten-Abstand je zwei Teams gegeneinander antreten.

Spannend wird, wie es sich für ein Wettrennen gehört, wer siegt: Zur Debatte steht, ob die letztjährigen Sieger vom Boot SCHOTT-Solar sich auch diesmal gegen das Rekord-Starterfeld von 14 Teams durchsetzen können oder ob sich ein neue Mannschaft in die Liste der Titelträger eintragen kann.

Sowohl während der Rennen als auch nach der Siegerehrung um 18.00 Uhr wird der Strandschleicher mit seinem Entspannungs- und Urlaubsflair Sportlern und Besuchern ideale Bedingungen für einen sportlichen Nachmittag bieten.

Parallel zu den Drachenbootrennen finden auf dem See von 13.00 bis 18.30 Uhr wieder Rennkajak-Rennen statt.

Angekündigt sind hochkarätige Jugend-, Junioren- und Leistungsklasse-Fahrer aus Leistungszentren wie Dresden und Potsdam. Langeweile wird also auch zwischen den Drachenbootrennen nicht aufkommen, wenn bis zu 6 Rennkajaks im Kajak Einer (K1), Zweier (K2) und Vierer (K4) gegeneinander antreten.

Die Kanuten des USV Jena e.V. bedanken sich bei den Drachenbootsportlern des Jenaer Kanu- und Rudervereins für die Unterstützung bei den Team-Trainings und der Regatta und wünschen allen Sportlern und Besuchern eine gute Zeit am Strandschleicherer, der Beach-Bar im Herzen Jenas.

Bleibt auch uns nur, zum Sturm ins kühle Nass aufzurufen – bis dahin sollte auch diese Regenphase ein Ende haben.

Autor: Maxi Gade
Foto: Veit Becher

Kommentare deaktiviert
22. Juni 2011 | Allgemein, Freizeit, Jena, Kultur

Välkommen – Bem-vindo – Vitatje

Von Maxi Gade


Beim ersten Europatag steht der Diskurs im Mittelpunkt

28.06.2011 │ Friedrich-Schiller-Universität Jena │ 1. Europatag

Wer oder was ist Europa?

Nicht jeder denkt gleich an die durch Zeus verführte Königstochter aus der griechischen Mythologie und hätte eine passable Antwort parat.

Für viele ist Europa der Kontinent oder Erdteil, in dem sie leben oder Urlaub machen, ein geografischer Begriff, der verschiedene Länder zusammenfasst. Nicht jeder empfindet Europa als politische Einheit, deren Ausmaß und Bedeutung für den Einzelnen über das passfreie Reisen hinausgeht. Im Vordergrund stehen in diesem Zusammenhang oft Geld-, Grenz- und Umweltprobleme, politische Unstimmigkeiten oder Einigungsquerelen, die zwar die Zeitungen füllen, ansonsten lediglich bürokratischen Massenfrust verbreiten.
Was nun also sollte Europa sein – was ist es? Ist Europa nicht das, was dessen Bewohner zu stiften, verstehen, anzuerkennen bereit sind?

Dieser Frage geht das Collegium Europeum Jenense am 28. Juni beim ersten Europatag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena nach.
Unter dem Motto „Ein Europa der Bürger“ finden Vorträge und Diskussionen statt, denn: Europa ist auch Begegnung in Politik, im Austausch, im kulturellen Miteinander.

In Kooperation mit der Stadt Jena, dem Thüringer Justizministerium und der Staatskanzlei hat das veranstaltende Institut der Universität namhafte Vertreter aus der europäischen Politik und Wissenschaft eingeladen, um vielfältige Perspektiven auf die zentrale Thematik entwickeln zu können.

Auch an kreativem Austausch soll es nicht mangeln:
Bereits am Mittag, 12.00 Uhr, beginnt der Europatag im Foyer des Universitätsgebäudes am Campus (Carl-Zeiß-Straße 3) mit einem großen Malprojekt. Dort sind Jung und Alt eingeladen, mit Unterstützung von Organisationen aus Jena und Umgebung gestalterisch ihre Idee von Europa auf Papier zu bringen.

Nach einem Vortrag zum Thema „Wie sozial ist Europa“ können um 16 Uhr alle Wissbegierigen im Hörsaal 3 (CZ3) der Friedrich-Schiller-Universität mit Experten über die Rolle und Zukunft eines „Europas für Bürger“ diskutieren. Unter der Moderation von Gunnar Poschmann debattieren der thüringische Justizminister Dr. Holger Poppenhäger, die Vorsitzende der Europaunion Berlin Sylvia-Yvonne Kaufmann (ehem. Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments) sowie der Rechtswissenschaftler Prof. Christoph Ohler.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildet der Festvortrag von Charles Napoléon im Hörsaal 1 um 18.00 Uhr zum Thema „Vom napoleonischen Europa zum Europa der ‘Völker’“.

Nicht zu vergessen: Europa tanzt. Am 29. Juni 2011 ab 22 Uhr findet deswegen im Rosenkeller die gleichnamige Party der Hochschulgruppe Erasmus-Alumni statt.

Ein Blick auf das vollständige Programm, das hier nur in Auszügen vorgestellt werden konnte, lohnt unter www.europatag.uni-jena.de.

Autor: Maxi Gade
Foto: das Organisationsteam, www.europatag.uni-jena.de/team.php

Kommentare deaktiviert