22. Oktober 2015 | Ausstellung

Künstlern auf die Finger geschaut

Von Stadtmagazin 07


Grassimesse Leipzig: Verkaufsmesse für angewandte Kunst und Design im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig

Am letzten Oktoberwochenende lädt die Grassimesse im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig zum Schauen und Kaufen ein. Auf der internationalen Verkaufsmesse präsentieren sich an rund 70 Messeständen etwa 100 Künstler, Kunsthandwerker und Designer aus ganz Europa. Für Besucher die beste Gelegenheit, sich direkt bei den Kreativen über aktuelle Gestaltungstrends in den Bereichen Schmuck, Mode, Möbel, Metall, Glas, Papier, Keramik und Porzellan, Stein und Spielzeug zu informieren, erlesene Einzelstücke zu erwerben und sich inspirieren zu lassen.

Die Bereiche Schmuck (21 Aussteller) und Keramik (18 Aussteller) bilden dabei die Schwerpunkte der diesjährigen Grassimesse. Daneben faszinieren eine Reihe von Textil-, Holz- und Glasgestaltern mit kreativen und überraschenden Arbeiten. Materialexperimente und unkonventionelle Ideen junger Designer stehen neben klassisch-schlichten oder opulent-verspielten Arbeiten gestandener Künstler.

Phantasievolle Pfeffermühlen aus Armaturen und Metallgriffen bietet die Silberschmiedin Isabelle Enders/Nürnberg an, die Wiener Modedesignerin Gudrun Bartenberger-Geyer entwarf eine Kollektion, die auf der Geometrie des Kreises basiert und unerwartete Formen beim Tragen zeigt. Felix Lindner und Samantha Font-Sala/Erfurt stellen erstmals ihre sich zwischen Modeschmuck und Schmuck-Kunst bewegenden Kreationen aus, die Keramikerin Daniela Chinellato/Italien präsentiert großformatige skulpturale Objekte.

Alte Produkte aufzuwerten, spielt auch bei der Leipziger Werkstattgemeinschaft „Diefabrik“ eine Rolle. Die „tombox“ ist eine Hommage auf die Lautsprecher der Ära des „Guten Designs“, die zu portablen Boxen aufgerüstet werden. Mit neuester Technik behutsam ergänzt, genügen die Klassiker von Braun, Saba und Grundig auch heutigen Ansprüchen.

Zur Grassimesse erscheint die Zeitschrift ART AUREA mit integriertem Aussteller-Katalog.

GRASSI
Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig

Öffnungszeiten:
Fr, 23.10. und Sa, 24.10. jeweils 10 – 19 Uhr, So, 25.10. 10 – 18 Uhr

Text: Florian Berthold
Bild: GRASSI Museum für Angewandte Kunst

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25. August 2015 | Ausstellung

GartenStücke – Auf der Suche nach den blauen Gärten vom 4. bis 6. September 2015

Von Stadtmagazin 07


Das Projekt „GartenStücke“, welches in den vergangenen Jahren stets vernachlässigte Orte im Stadtgefüge gesucht hat und diese für kurze Zeit beleben und differenzierter wahrnehmen wollte, will auch im Zeichen der Romantik Akzente setzen.

Unter dem Thema „Blaue Gärten“ wird eine Reihe von Gartenstücken zwischen dem Romantikerhaus und der Freifläche am Platanenhaus entstehen. In der Romantik und deren Dichtung versinnbildlichte „Blau“ die Erfüllung von Sehnsüchten – aber auch für das Finden des eigenen Glücks und der Suche des Sinn des Lebens hatte diese Farbe eine große Bedeutung. Als Symbol dessen stand die blaue Blume, u.a. verwendet in der Literatur von Novalis. Ebenso in der bildenden Kunst, dem Bauwesen, der Religion und nicht zuletzt in der Politik spielt „Blau“ eine besondere Rolle.

Romantisch oder Modern, die Vielfalt der Interpretationen sowie ein freier Geist sollen fließen. Die Fantasie der Teilnehmer mit ihrer Ausdrucksweise der Arbeiten sind Sinnbild gärtnerischer und künstlerischer Belebung dieses Stückes Jenaer Innenstadt.

Ort: zwischen Romantiker- und Platanenhaus Jena
Mehr unter: www.gartenstuecke.de

Grafik: Gerald Schröder
Text: GartenStücke Projektteam

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8. April 2013 | Ausstellung

Gut gekauft – gern gekauft

Von Stadtmagazin 07

Eine Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Gera beleuchtet Werbegrafik und Verpackungskultur der DDR zwischen 1950 und 1970.

Das waren noch Zeiten: Als das ’Mux-Männchen’ noch Mücken meuchelte, der ’Minol-Pirol’ den Trabi betankte, der grüne ’Badusan-Fisch’ durch koniferenduftschwangere Schaumberge schwamm und die ’Fewa-Johanna’ feine Wäsche fein sauber wusch.


Replik der FEWA-Johanna von Jan Niesler, 1997, Leihgabe Industriemuseum Chemnitz (Foto: Christina Bitzke)

Zu solcherart amüsanter Zeitreise in die Welt der Werbefiguren, Werbegrafik und Verpackungskultur der DDR zwischen 1950 und 1970 lädt noch bis zum 20. Mai 2013 das Museum für Angewandte Kunst in Gera ein. Unter dem Titel „Zwischen Johanna und Klementine“ präsentiert die Ausstellung rund 250 Exponate von über 20 Gebrauchsgrafikern und bietet damit einen interessanten Über- und Rückblick auf ein spezifisches Gebiet der angewandten Kunst und Alltagskultur. Sie vereint originalgrafische Entwürfe, Werbemaskottchen und gedruckte Reklame und dokumentiert so die Vielfalt grafischer Gestaltungen im Kontext der Zeit aus den Bereichen Drogerie, Lebens- und Genussmittel, Textilien, Haushalt und Technik.


Blick in die Ausstellung (Foto: Christina Bitzke)

Insbesondere in den 1960er Jahren nahm die Produktwerbung in der DDR noch einen relativ breiten Raum ein und popularisierte eine heile Welt, die Sehnsüchte weckte, Ladenhüter anpries, Leitbilder transportierte oder erzieherisch wirken sollte. Slogans wie „Fisch auf jeden Tisch“, „Baden mit Ba du san“ oder „Iss ein Ei mehr“ klingen bis heute nach. Zugleich bezeugen die gebrauchsgrafischen Arbeiten jener Jahre einen zum Teil hohen gestalterischen Anspruch, handwerkliches Können, Kreativität und Experimentierfreude.


Auch in solchen Tüten trugen DDR-Bürger zwischen 1950 und 1970 ihren Einkauf nach Hause (Foto: Uschi Lenk)

Die Exposition basiert neben Leihgaben vor allem auf dem umfangreichen gebrauchsgrafischen Bestand des Museums, zu dem auch der Nachlass des Jenaer Gebrauchsgrafikers Werner Liebscher zählt. Gezeigt werden von ihm Produktbroschüren für Lochkartenmaschinen und elektronische Abrechnungsautomaten, die er gleichfalls in den 1960er Jahren für das Büromaschinenwerk Sömmerda entwarf.

Und weil ein Einkauf ohne Tüte buchstäblich untragbar ist, wird die Ausstellung durch eine Schau von zirka 100 Exemplaren dieses praktischen Verpackungsmittels komplettiert. Neben der einfachen braunen oder grauen DDR-Papiertüte, die trotz der griffigen Formel „Gut gekauft – Gern gekauft“ nur wenig Charme zu versprühen vermochte, ist eine in dieser Dichte selten gesehene, aber ansehnliche Tüten-Vielfalt zu bestaunen – von der Trichtertüte, dem Flach-Kreuzboden- und Klotzbodenbeutel bis hin zur teils aufwendig bemusterten Tragetasche. Auf einer solchen warb sachlich-nüchtern auch das Zeiss-Kombinat für Feldstecher aus Jena.

„Zwischen Johanna und Klementine“
Werbegrafik in der DDR von 1950 bis 1970
Noch bis 20. Mai 2013
Museum für Angewandte Kunst Gera, Greizer Straße 37
Telefon: 0365 / 8381430

Text: Andreas Klossek

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30. Januar 2013 | Ausstellung

Stereopark Vernissage im Kassablanca

Von Stadtmagazin 07


Musikfans aufgepasst: Am Samstag, den 02. Februar geht es in die dritte und letzte Runde der Stereopark Vernissage – nach Leipzig und Chemnitz steht nun Jena auf dem Programm. Insgesamt werden drei Liveacts zu hören sein, im Anschluss lädt das Stereopark DJ Team zu einer Aftershowparty ein. Neben Indie und Postrock, dreht es sich vor allem um Musik mit elektronischen Einflüssen. Organisiert wird die Vernissage von der Bookingagentur Stereopark Agency, die für kreative und experimentelle Musik steht und sowohl Künstler aus Deutschland als auch z.B. aus Schweden, Dänemark und der Schweiz unterstützt.

Eröffnet wird das Event von dem schwedischen Electro-Pop Duo The Deer Tracks, die mit einem Mix aus verschiedenen Synthesizer-Klängen und der warmen und zarten Stimme Elins ein echtes Musikerlebnis sind.

Das Quartett Standek aus Jena und Saalfeld hat ihr neues Album im Gepäck: „The Capture Of Dreams“ lässt sich als ein „Soundtrack für die Nacht“ beschreiben, der neben kantigen Gitarrenriffs und melancholischen Melodien eine stets vorhandene Dynamik und Liebe zum Postrock erkennen lässt.

Als letzte Band und Teil aller drei Vernissagen darf sich auf Playfellow aus Chemnitz gefreut werden. Ihre vielfältigen Arrangements, unter anderem mit Klavier und zwei Gitarren, sowie der sehr gefühlvolle, fast schon zerbrechliche Gesang erinnern so manch einen an Bands wie Radiohead oder Muse – wer würde sich über diesen Vergleich nicht freuen.

Das kann nur gut werden, kommen lohnt sich!

Ticketreservierung unter: tickets@stereoparkagency.com

Stereopark Vernissage
mit The Deer Tracks, Standek und Playfellow,
02.02.2013, Kassablanca
Einlass: 20 Uhr, Beginn: 21 Uhr, AK: 7 €

Text: Marlen Schernbeck
Bild: Stereopark Agency

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19. Dezember 2012 | Ausstellung, Freizeit, Kultur

Stimmungsvoller Adventsbasar in Burgau

Von Stadtmagazin 07


Am 18. und 19. Dezember lädt der Naturkunsthof in Jena Burgau jeweils von 15 – 20 Uhr zum Adventsbasar ein. Zum einen kann man hier die Werke verschiedener lokaler Künstler beschauen, zum anderen aber auch Verschiedenes erhandeln und erwerben: etwa individuell gefertigte Lichter, florale Werkstücke, Filzkunst, Keramik, Schmuck und verschiedenerlei Handgefertigtes. Beim Kinderbasteln können sich die Kleinen ausprobieren, die Großen sich derweilen bei Glühwein und gebrannten Mandeln auf das Weihnachtsfest einstimmen. Zum Abschluss des Adventsbasars tritt die Jenaer Band »Olmar« (Oliver Jahn & Maren Beljan) am 19. Dezember um 20 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche Jena-Burgau auf.

Mehr Infos unter:
www.naturkunsthof.de
www.olmarmusic.com

Text: Naturkunsthof Jena
Bild: Agentur

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28. August 2012 | Ausstellung

Fotoausstellung

Von Stadtmagazin 07

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15. Juni 2012 | Ausstellung

38. Bürgeler Töpfermarkt

Von Stadtmagazin 07

Nach der überaus positiven Resonanz der Besucher und Aussteller auf die Neuerungen im vergangenen Jahr wird das Profil des Bürgeler Töpfermarktes in diesem Jahr noch ein Stück weiterentwickelt.


Für den diesjährigen Bürgeler Töpfermarkt vom 15.-17. Juni wurden 94 Keramiker mitsamt ihren phantasievoll gestalteten Ständen nach Bürgel eingeladen. Sie repräsentieren die Vielfalt handwerklicher und künstlerischer Keramik unserer Zeit. Traditionelles Seriengeschirr, kunsthandwerkliche Einzelstücke, modischer Schmuck, fröhliches Kindergeschirr, zweckdienliche Gartenkeramik und phantasievolle Plastik sind nur ein Teil des umfassenden Angebotes der Aussteller.

Der Markt für „Alte Keramik“ wurde 2011 gemeinsam mit dem Keramik-Museum aus der Taufe gehoben. Auch dieses Jahr dürfte dieser erneut Liebhaber und Sammler historischer Keramik namhafter Hersteller in den Bann ziehen. Der Schwerpunkt der hier angebotenen Stücke liegt vor allem auf Stücken mitteldeutscher Herkunft aus der Zeit zwischen 1880 und 1980.

Der kulinarische Markt erwartet die Besucher mit einen umfangreiche Angebot an kulinarischen Spezialitäten: frisch gezapft, gekocht, gegrillt, geräuchert und gebacken.

Der Walter-Gebauer-Keramikpreis Bürgel wird dieses Jahr unter dem Thema „Keramik schmückt“ vergeben. Die öffentliche Verleihung des einzigen Keramikpreises in Thüringen und die Ausstellung der Exponate auf dem Marktgelände gehören ebenso zu den erlebenswerten Besonderheiten des Bürgeler Töpfermarktes wie das Brennen eines Salz- und Raku-Brandes oder das Töpfern mit Kindern während der Marktzeit.

Der ebenfalls geplante Töpfermarktlauf ist Wertungslauf des Saale-Cup und wird am Sonntag (17.06.) im Gelände des Töpfermarktes gestartet. Verschiedene Abendveranstaltungen auf der überdachten Festwiese und das Kinderfest runden die Angebote für die Besucher ab.

Für den Besuch des Töpfermarktes, der Ausstellungen, des Keramik-Museums und der Abendveranstaltungen wird übrigens auch 2012 kein Eintritt erhoben. Genügend Parkplätze stehen unmittelbar am Töpfermarktgelände zur Verfügung.

Weitere Informationen:
www.buergeler-toepfermarkt.de

Freitag, 15.06.: 13 – 19 Uhr
Samstag, 16.06.: 10 – 19 Uhr
Sonntag, 17.06.: 10 – 18 Uhr

Text: Florian Berthold
Bild: Bürgere Töpfermarkt

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13. April 2012 | Allgemein, Ausstellung

Das GrunzMobil kommt

Von Stadtmagazin 07


Am 17. und 18. April kommt das aufsehenerregende GrunzMobil der Albert Schweitzer Stiftung nach Jena. Es handelt sich um ein schweineförmiges Fahrzeug mit Videoinstallation, das über industrialisierte Massentierhaltung aufklären möchte.

Fleisch ist ein anonymes Lebensmittel – und das geht zu Lasten der Tiere. Um das zu ändern, besucht die „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ mit ihrem GrunzMobil 100 deutsche Städte.

Auf der Videoleinwand des GrunzMobils werden verschiedene Filme gezeigt, die teils Sympathie wecken und teils zum Nachdenken anregen sollen: So können die Zuschauer sehen, wie gut es Schweinen, Hühnern und Kühen geht, die der Massentierhaltung entkommen sind, gleichzeitig werden aber auch Blick hinter die Mauern der Mastanlagen und Schlachthöfe ermöglicht.

Für alle diejenigen, die daran interessiert sind, häufiger oder nur noch vegetarisch zu essen, halten die Aktiven der „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ vor Ort verschiedene Informationsmaterialien bereit. Außerdem werden Unterschriften zur Abschaffung der quälerischen Massentierhaltung gesammelt.

Wo: Holzmarkt 1, Jena

Wann: 17. und 18.04.2012 jeweils von 11 bis 19 Uhr


Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich seit dem Jahr 2000 gegen die industrialisierte Massentierhaltung und für die Förderung einer tierfreundlichen Ernährung ein. Mehr erfahren Sie auf www.albert-schweitzer-stiftung.de

Text: Florian Berthold
Bild: Albert Schweitzer Stiftung

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31. Januar 2012 | Ausstellung, Kinder

Die Künstler der École de Paris um 1900 für Kinder

Von Stadtmagazin 07


Zur aktuellen Ausstellung “Von Renoir bis Picasso – Künstler der École de Paris” ist nun derKinderkatalog “Pierre und die Konfettimalerei” erschienen. Erstmalig ist somit ein extra für Kinder aufbereiteter Ausstellungskatalog der Kunstsammlung Jena erhältlich. Darin begibtsich ein kleiner Pariser Junge namens Pierre auf die Spuren der Künstler der École de Parisund nimmt dabei deren Gemälde genau unter die Lupe.

Der Kinderkatalog kann in der Jena Tourist-Information und im Stadtmuseum für 2,50 € käuflich erworben werden.
Wir wünschen allen Kindern und Eltern viel Spass beim Entdecken!

Autor: Jasmin Vogel
Foto: JenaKultur

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17. Januar 2012 | Ausstellung

Zwischen japanischer Tradition und westlicher Moderne

Von Stadtmagazin 07

Das Bauhaus-Archiv Berlin zeigt Schwarz-Weiß-Fotografien der kaiserlichen Villa Katsura von Ishimoto Yasuhiro.

Schwarz-Weiß-Aufnahmen der kaiserlichen Villa Katsura bei Kyoto von Ishimoto Yasuhiro werden ab morgen vom 18. Januar bis zum 12. März 2012 in einer Sonderausstellung im Bauhaus-Archiv Berlin präsentiert. Der 1921 in San Francisco als Sohn japanischer Einwanderer geborene, am Institute of Design in Chicago ausgebildete Fotograf zählt zu den Wenigen, die eine Erlaubnis erhalten haben, die Innen- und Außenräume des Jahrhunderte alten Architekturkomplexes zu fotografieren. Ishimotos in der Ausstellung „Die kaiserliche Villa Katsura. Fotografien von Ishimoto Yasuhiro“ gezeigten Aufnahmen aus den frühen 1950er und frühen 1980er Jahren setzen den von Architekten wie Walter Gropius oder Bruno Taut als Vorbild gerühmten Bau bewusst modern in Szene. 30 der gezeigten Fotografien stammen aus der umfangreichen Schenkung Ishimotos an das Bauhaus-Archiv, die insgesamt 55 Fotografien der kaiserlichen Villa Katsura umfasst. Zusätzlich werden acht Fotografien von Ishimotos international erfolgreichem Lehrer Harry Callahan im Bauhaus-Archiv ausgestellt.


Fotografie aus der Schenkung von Ishimoto an das Bauhaus-Archiv:
Katsura – Zentraler Raum des Hauptgebäudes. 1981/82.

„Die Schenkung von Ishimoto an das Bauhaus-Archiv ist für uns bedeutend, da wir nicht nur weltweit die größte Sammlung zum Bauhaus, sondern auch die größte Sammlung zum New Bauhaus und seiner Nachfolgeschule, dem Chicagoer Institute of Design, besitzen. Ishimoto ist einer der interessantesten Fotografen, die am Institute of Design ausgebildet wurden. Er stand immer im Spannungsfeld zwischen seiner japanischen Herkunft und westlichen Einflüssen. Dies spiegelt sich auch in seinen Fotografien von Katsura wider, die einerseits extrem modern wirken und anderseits durch den ungewöhnlich präzisen Blick für Strukturen und Details die japanische Ästhetik des Baus poetisch betonen,“ erklärte Dr. Annemarie Jaeggi, Direktorin des Bauhaus-Archivs, im Rahmen der heutigen Pressekonferenz zur Ausstellung.

Autor: Dina Blauhorn
Foto: Ishimoto Yasuhiro

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9. Dezember 2011 | Ausstellung

„Jeder ist ein Kindstler“

Von Stadtmagazin 07


Im Rahmen des „Salon der Künste“ im Café Bohème findet vom 06.12.2011 bis zum 02.01.2012 eine Ausstellung der Künstlerin Kerstin Welsch statt.

Kinder malen kreativ. Kinder malen aus dem Bauch heraus. Diese Art von Darstellung hat es Kerstin Welsch angetan. In ihren Werken möchte die Kunstpädagogin Kinder aber nicht imitieren, sondern lässt sich von ihnen inspirieren. Im Laufe der Jahre entstanden so eine Vielzahl an Bildern – insgesamt 13 davon werden nun im Caféhaus am Johannisplatz ausgestellt und sind bis in das neue Jahr hinein jeden Tag zu sehen.

Kerstin Welsch ist gebürtige Jenenserin und lebt heute in Schlöben. Neben der Arbeit an ihren Bildern illustriert sie Schallplatten und Bücher, des weiteren bearbeitet sie Räume, Möbel und Alltagsgegenstände.

Ort: Café Bohème, Johannisplatz 1
Ausstellungszeitraum: 06.12.2011 – 02.01.2012
Eintritt ist frei!

Autor und Bild: Michael Stocker

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25. November 2011 | Ausstellung, Freizeit

Wenn Wissenschaft ein Oh! erzeugt.

Von Stadtmagazin 07


Heute ist es endlich wieder so weit: ab 18 Uhr startet in Jena die 4. Lange Nacht der Wissenschaften. Bis 24 Uhr öffnen sich dann wieder die Türen zahlreicher Institute, Labore, Firmen und Sammlungen, um den Besuchern die wunderbare Welt der Wissenschaft sowie die neuesten Erfindungen und Entdeckungen ’made in Jena’ auf unterhaltsame Art vorzustellen.

Mehr als 230 abwechslungsreiche Veranstaltungen aufgeteilt auf die drei Gebiete Stadtzentrum, Beutenberg/Fachhochschule/Schott/Zeiss und Lobeda-Klinikum – damit markiert die Lange Nacht der Wissenschaften ein Highlight im Veranstaltungskalender der Saalestadt, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Sternstunden am IPHT: Photonik macht Ah!
Schon der Beginn der diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften in Jena ist ein Höhepunkt für sich: ARD-Moderator Ralph Caspers („Wissen macht Ah!“ und „Die Sendung mit der Maus“) eröffnet die Sternstunden in einer bunten Wissensshow am Institut für Photonische Technologien (IPHT) auf dem Beutenberg. Geplant ist ein Showprogramm mit interessanten Gästen und spannenden Experimenten. Ein zentraler Programmpunkt wird hierbei die Verleihung der Auszeichnung „Ausgewählter Ort im Land der Ideen 2011“ an die Jenaer Biochip Initiative (JBCI) sein. Die gemeinsame Forschergruppe des IPHT und der Universität Jena erhält den Preis für die Erforschung eines schnellen Chip-basierten Nachweisverfahrens von Bakterien und Keimen.

Wissensspaß für kleine Querdenker
Wer schon einmal von einem wissenshungrigen Kind mit Tausenden von Fragen durchlöchert worden ist, weiß welch enormer Wissensdurst bei den Sprösslingen mitunter befriedigt werden will. Kinder sind neugierig und können etwas, was den meisten Erwachsenen längst abhanden gegangen ist: Sie können vollkommen verquer denken.

Zur Langen Nacht der Wissenschaft können sich diese kleinen Querdenker nun in zahlreichen Experimentier- und Mitmachstationen austoben, ihrem Wissensdurst in Vorträgen und Vorführungen nachgehen und ihre gesammelten Fragen an die Experten vor Ort loswerden. Da können dann auch endlich einmal die wirklich dringenden Angelegenheiten geklärt werden, beispielsweise ob es tatsächlich warmes Eis gibt oder wie weit denn so ein Blasrohr, wie man es neulich im Film gesehen hat, eigentlich schießen kann.

Die Mehrzahl der Programmangebote ist für Erwachsene und Kinder gleichermaßen interessant. Darüber hinaus gibt es aber auch einige ganz spezielle Kinderveranstaltungen wie beispielsweise den „Teddy OP“ oder ein Besuch mit Clown Knuddel in der Apotheke.

Wissenschaft zu Besuch in der Stadt
Bei mehr als 230 Veranstaltungen macht es natürlich kaum Sinn, hier jede einzeln vorzustellen. Ein besonderes Wissensangebot soll jedoch explizit hervorgehoben werden. Ein besonderes Highlight ermöglicht in diesem Jahr der INNOVENT Technologieentwicklung e.V.: Der nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung macht auf dem Vorplatz des Volkshauses Halt. Auf insgesamt 100 Quadratmetern mobiler Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche werden hier Nano-Forschung und -Praxis Seite an Seite präsentiert und damit ein Einblick in ein eindrucksvolles Spektrum nanotechnologischer Entwicklungen für fast alle Lebensbereiche gewährt: für Haushalt, Sport und Freizeit ebenso wie für Bauen und Wohnen, Information und Kommunikation, Medizin und Gesundheit.

Mobil & bequem durch die Lange Nacht
Um möglichst viele Stationen entdecken zu können, sind neben dem regulären Linienverkehr auch Sonderbusse, sogenannte ’Denkbusse’, im Einsatz. Diese verkehren zwischen den Veranstaltungsorten am Beutenberg Campus, Lobeda und dem Stadtzentrum. Mit dem Ticket der „Langen Nacht der Wissenschaften“ kann man heute ab 16 Uhr bis zum darauf folgenden Tag um 2 Uhr diese Sonderbusse sowie die Angebote des Nahverkehrs kostenfrei nutzen.

Programmplan und Tickets
Die Programmpläne, die für jedes der drei Veranstaltungsgebiete angefertigt wurden, sind in der Jena Tourist-Information einzeln oder im Dreierpack kostenfrei erhältlich. Sie ermöglichen einen schnelleren Überblick über alle im Gebiet angebotenen Veranstaltungen und enthalten neben allgemeinen Informationen auch eine Gebietsübersicht sowie die Shuttlepläne der Denkbusse und -bahnen.

Tickets für die Lange Nacht gibt es in der Tourist-Information Jena, in den Vorverkaufsstellen der Zeitungsgruppe Thüringen und unter www.sternstunden-jena.de. Selbstverständlich können Eintrittskarten auch noch heute Abend an den verschiedenen Veranstaltungsorten für den Abendkassenpreis erworben werden.

Mehr Informationen unter www.sternstunden-jena.de und www.facebook.com/sternstunden.jena.

Text: Nancy Dröse, Mona Lunte
Foto: JenaKultur

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11. Oktober 2011 | Ausstellung, Kino

„Die Unbedingten“ im Stadtmuseum

Von Stadtmagazin 07


Keine Band, sondern Spielfilm und dazu auch noch mit unbedingtem Lokalbezug: Diesen Donnerstag gibt das Stadtmuseum mit Andreas Jaschkes Kurzfilm „Die Unbedingten“ einen Einblick in die Lebensgeschichte des Kotzebue-Mörders Karl Sand, der als Student Anfang des 19. Jahrhunderts in Jena lebte: Der junge Theologiestudent Jakob Feister und sein Freund Carl Ludwig Sand leben beide als Außenseiter in der kleinen Universitätsstadt. Mit den anderen angepassten Studenten haben sie nichts gemein. Und selbst aus der Burschenschaft Germania sind sie ob ihrer radikalen Ansichten ausgestoßen worden. Denn sie sind Zöglinge des glänzenden Redners, Privatdozenten und Rechtsgelehrten Karl Follen, der radikale Mittel und den gewalttätigen Umsturz für die Erreichung einer deutschen Republik für legitim hielt und dafür den eheimbund „Die Unbedingten“ ins Leben rief.

Eigentlich sind sich die beiden Freunde seit schon seit längerer Zeit einig, dass es ein deutliches Zeichen geben müsse, um Deutschland wachzurütteln und dass sie selbst es vollbringen werden.

Doch eine Kraft lässt Jakob erweichen und zufriedener stimmen – die Liebe. Luise, die Tochter des Turmwächters hat es ihm angetan. Und Jakob ist nicht mehr ganz bei der Sache. Er zögert. Auch wenn Carl ihn unter Druck setzt.

Als Jakob seinem Vater die Hochzeitspläne mit Luise verkündet, kommt es zum Eklat, der Jakob allen Mut nimmt, jemals mit Luise glücklich werden zu können. Frustriert schwört er deshalb bei einer Versammlung der Unbedingten, gemeinsam mit Carl das Fanal zu begehen. Dem aus ihrer Sicht unpatriotischen Dichter August von Kotzebue soll es an den Kragen gehen.

Dazu müssen sie nach Mannheim reisen. Die Geheimpolizei erfährt dies und verfolgt sie. Aber auch Luise, welche sich mutig Jakobs Vater widersetzt, reist ihnen nach um die Bluttat und die schlimmen Folgen für Jakob zu verhindern …

Stadtmuseum
Filmvorführung: „Die Unbedingten“, 47 min.
13.10.2011, 19 Uhr

Anschließend Filmgespräch mit Regisseur Andreas Jaschke (Regisseur) und Daniel Rohm (Produzent).

Autor: Matthias Eichardt
Bild: Stadtmuseum

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