11. September 2014 | Bühne

Let’s talk about sex & politics: Rap // 17.09.2014 / 19.00 Uhr / E-Werk Kesselsaal

Von Stadtmagazin 07

Performance und Diskussion mit Anna Groß (Springstoff-Label) und dem Rapper Refpolk Eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.


In der neuen Diskussionsreihe im E-Werk laden wir unser Publikum, unser Ensemble, MusikerInnen, WissenschaftlerInnen und Experten des Alltags ein, sich mit brisanten gesellschaftlichen Themen auseinander zu setzen. LET’S TALK ABOUT ist eine Mischform aus Performance, Lesung, Vortrag und Gespräch. Den Auftakt macht Anna Groß, Skaterin, Wissenschaftlerin, Mitbegründerin des Labels »Springstoff-Wir retten die Welt«, Veranstalterin von »Suck my trucks«, dem einzigen Skate-Contest Deutschlands nur für Frauen.

Gesprächspartner ist der Rapper Refpolk, der auch den künstlerischen Beitrag zu der Veranstaltung liefert. Politisches Engagement prägt seine Arbeit als Solo-Rapper und Mitglied der Crew »TickTickBoom«. In HipHop und Rap sind Männer noch Kerle und Frauen schmückendes Beiwerk und Sexobjekte: Anna Groß und Refpolk beschäftigen sich in ihrem Vortrag mit Männlichkeitsentwürfen im HipHop und Heterosexismus im Mainstream-Rap.

Eintritt:
6€ / 4€ (ermäßigt für Studierende)
Eintritt frei für Schüler und Jugendliche bis 18 Jahre

Konzeption: Julie Paucker (DNT Weimar) und Peter Reif-Spirek (LZT)
Raum und Live Visuals: Who-Be
Ton: Moritz Kobel
Assistenz: Max Pellert
gefördert durch die Sparkasse Mittelthüringen

Julie Paucker (Moderation)
Otto A. Thoß (Moderation)
Mirjam Birkl
Bastian Heidenreich

Text: Berit Wimmer
Grafik: DNT Weimar

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3. September 2014 | Bühne

Saisoneröffnung in Weimar

Von Stadtmagazin 07

Unter dem Motto „Weiter geht’s“ startet das Deutsche Nationaltheater im September in die neue Spielzeit. Zwei Premieren stehen auf dem Plan: Puccinis weltbekannte Oper „La Boheme“ und eine neue Bühnenadaption des Romans „Mephisto“ von Klaus Mann.


La Boheme – Tragische Liebe
Bei ihrer ersten Begegnung verlieben sich der Dichter Rodolfo und seine Nachbarin Mimì sofort ineinander. Gemeinsam mit Rodolfos Künstlerfreunden Marcello, Schaunard und Colline verbringen sie einen glücklichen Weihnachtsabend im Café Momus, wo schließlich auch Musetta ihren älteren Verehrer für Marcello sitzen lässt. Das Glück der beiden Paare währt nicht lange: Während Marcello ein paar Wochen später vor Eifersucht um die kokette Musetta vergeht, gibt Rodolfo die an Schwindsucht leidende Mimì an einen reichen Gönner frei, da er selbst nicht für ihre ärztliche Versorgung aufkommen kann. Als die vier Künstler in ihrer Wohnung ausgelassen und in Tagträumen schwelgend tanzen und feiern, um sich über Kälte und Hunger hinwegzuhelfen, sucht Mimì Rodolfo kurz vor ihrem Tod ein letztes Mal auf.

Puccini zeichnet in seiner zweiten großen Erfolgsoper nach »Manon Lescaut« ein ausgefeiltes Bild der Großstadt Paris, das realistische Alltagsszenerien mit dem subjektiven Blick der Künstler auf ihre Umwelt sowie impressionistischen Schilderungen eines kargen, kalten Winterambientes kunstvoll verwebt. Dabei hat die Form der Oper experimentellen Charakter: Statt einer durchgängigen Erzählung finden sich einzelne situative Bilder aneinandergereiht, die in ihrer Direktheit einen schonungslosen Blick auf die Protagonisten eröffnen.

Mit »La Bohème« eröffnen wir die Spielzeit mit einem der bekanntesten Stücke der Opernliteratur, das in der Übereinstimmung des erzählten Konflikts – dem Zerbrechen einer Liebe an äußeren Umständen – mit seiner künstlerischen Ausgestaltung bis heute als wegweisend für das Musiktheater gelten kann.

Bettina Bruinier inszenierte bereits mehrfach Oper und Schauspiel, u.a. an der Semperoper Dresden, dem Staatsschauspiel Dresden und am Deutschen Theater Berlin. Von 2009 bis 2011 war sie Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt. Nach »Kabale und Liebe« ist »La Bohème« ihre zweite Arbeit am DNT.

In Zusammenarbeit mit dem Chor der Schola Cantorum Weimar (Einstudierung: Cordula Fischer)


Mephisto – Aufstieg eines Opportunisten
Der junge Schauspieler und Regisseur Hendrik Höfgen feiert Mitte der 1920er Jahre in Hamburg seine ersten Erfolge. Er hasst die Nazis, hält zu den Linken und imaginiert sich ein »Revolutionäres Theater«. Nicht verwunderlich, dass er sich nach dem Umsturz 1933 angstvoll verkriecht. Doch was dann folgt, konnte niemand vorhersehen. Er taucht wieder auf und wird als Protegé des Ministers zum Herrscher der repräsentativsten Bühne des Naziregimes gekürt, seine umjubelte Paraderolle wird Goethes Mephisto sein.

Angestiftet von einem Freund, der Klaus Mann 1935 vorschlägt, einen Roman über einen »homosexuellen Karrieristen im dritten Reich« – Gustaf Gründgens – zu schreiben, entsteht im niederländischen Exil »Mephisto«. Klaus Mann will jedoch seine Geschichte als eine exemplarische verstanden wissen, als die Beschreibung des Aufstiegs eines Opportunisten, dem nicht nur das Obszöne, sondern auch das zwielichtig Schillernde und diabolisch Unwiderstehliche anhaftet wie der Titelfigur Mephisto selbst. Klaus Mann provoziert in seinem Roman die Frage nach den Möglichkeiten des Künstlers in einem repressiven System, nach der unheilvollen Verbindung von Kunst und Macht, von Freiheit und Verführbarkeit. Was ist der Wert, was sind Anspruch und Verantwortung des Künstlers in der Gesellschaft?

Die Geschichte um den begnadeten Mephisto-Darsteller Hendrik Höfgen, der durch seinen unbändigen Narzissmus und Ehrgeiz der Verführungskunst eines mephistophelischen Systems verfällt, schließt an Goethes »Faust« an, mit dem die Spielzeit 2013/14 am DNT eröffnet wurde, und führt gleichzeitig in die Vergangenheit des Deutschen Nationaltheaters.

Robert Schuster inszeniert u.a. in Freiburg, Bremen und Frankfurt. Seit 2013 ist er Leiter der Regieabteilung der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin.

„La Bohème“
Szenen aus Henri Murgers »La vie de bohème« in vier Bildern. Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln
Premiere: 06.09.2014, 19:30Uhr, Großes Haus

„Mephisto“
Bühnenfassung von Robert Schuster und Nora Khuon
Premiere: 13.09.2014, 19:30Uhr, Großes Haus

Texte: Berit Wimmer
Bilder: Thomas Müller/Sebastian Kowski

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1. September 2014 | Allgemein

Geburtstagssause

Von Stadtmagazin 07


Am Samstag, 6.9. feiern wir 13 Jahre Fatplastics in Jena

Der Fatplastics Recordstore wird 13 – na das muss doch gefeiert werden! Zum Beispiel mit warmen und kalten Thüringer Platte(n) direkt vor dem Shop im Schillergäßchen. Ab 12 Uhr Mittagszeit gehts los! Natürlich darf auch gediggt und entdeckt werden, zum Beispiel das brandneue Fatplastics-Vinyl-Release mit passender Katalognummer 13 und Tracks von Metaboman feat. Large M und Monkey Maffia, die an diesem Nachmittag obendrauf für Euch auflegen werden.

Fatplastics Recordstore
Schillergässchen 5
07745 Jena

… und danach gehts ab 23 Uhr in‘s Kassablanca Jena zur Lo:topia mit Don Williams (Dystopian/Mojuba Records), Paul Ormanns und Basco on Decks.

www.fatplastics.com
www.facebook.com/Fatplastics
www.soundcloud.com/fatplastics

Text: Fatplastics
Bild: toci

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1. September 2014 | Gedruckte Ausgabe

Neues Magazin: jetzt erhältlich!

Von Stadtmagazin 07


Die neue Ausgabe 59: September 2014 unseres Magazins finden Sie kostenlos an den gewohnten Auslagestellen und im Abo.

Viel Spaß beim Lesen!

Sie können diese auch in unserem Downloadbereich als PDF herunterladen.