24. Januar 2014 | Bühne

Giuseppe Verdi: LA TRAVIATA / 25.01.2014 / 19:30 Uhr / Großes Haus, DNT Weimar

Von Stadtmagazin 07


Oper in drei Akten · Libretto von Francesco Maria Piave · In italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln

Alexandre Dumas’ berühmtem Roman »Die Kameliendame« folgt die Geschichte von »La Traviata« (auf Deutsch: Die vom Wege Abgekommene). Im Zentrum dieser Oper steht die Pariser Kurtisane Violetta Valéry, die aus Rücksicht auf die Ehre der Familie Germont ihrer Liebe zu Alfredo entsagt und an Schwindsucht stirbt. Ein Rührstück in schönstem italienischem Opernschmelz!

Text: Carolin Rühlich
Foto: Erhard Driesel

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15. Januar 2014 | Bühne

Zwischen deutschen Helden in Erfurt

Von Stadtmagazin 07


Oliver Welke und Dietmar Wischmeyer begeistern am 14.01.2013 in der Alten Oper Erfurt ihr Publikum.

Oliver Welke betont nach der Show: “Morgen schaue ich mir erst mal in Ruhe Erfurt an. Ich muss in den Dom, denn dort ist meine Mutter getauft worden!” Er setzt noch nach, dass die Großeltern zwar nur kurzzeitig in Erfurt weilten, das Kind aber unbedingt in diesem Dom getauft werden sollte. “Das ist wirklich wahr!”, betont er. Wer hätte das gedacht, dass es eine Verbindung von diesem in Bonn lebenden Comedian zum altehrwürdigen Erfurt gibt?

Oliver Welke konnte man in Erfurt treffen, gemeinsam mit seinem langjährigen Freund und Kollegen Dietmar Wischmeyer, kam er zu einem Gastspiel. In der Alten Oper Erfurt unterrichteten die beiden TV-bekannten Possenreißer vor nahezu ausverkauftem Hause über zwei Stunden lang mit unterhaltsamem Polit- und Promitalk. Sie werfen sich gegenseitig die Gags zu, rasant und Schlag auf Schlag. Die beiden klugen Köpfe, die man vorrangig aus der ZDF-”Heute-Show” kennt, kamen mit ihrem bereits im vorigen Jahr erschienenen Buch “Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk” – Deutsche Helden privat – und lösen bei ihrem Publikum von Anfang an regelrechte Lachsalven aus. Natürlich dürfen sie nicht ohne Zugaben wieder gehen… Der Saal tobt.

Von Frank Bsirske und dem Urlaub auf Krk ist an dem ganzen Abend nichts weiter zu hören; nur zu Beginn betont Welke: “Wir haben den Titel gewählt, weil er so leicht von der Zunge geht.” Und vom Tourismusverband Kroatien hätte man sich ein Lob oder so was gewünscht. Das sei aber nicht eingetroffen, so sei inzwischen der Untertitel “Deutsche Helden privat” mehr oder weniger der Renner. 77 Plätze habe man frei gehalten für jene Helden – somit wäre jeder in Frage gekommen, “der mehr als drei Leute kennt.” Damit lernt der Zuschauer im Lauf des Abends nicht nur Tebartz van Elst auf Welke-Wischmeyer-Art kennen, ebenso den alten und den neuen Pabst. Denn es gibt den Rückblick auf das Pabst-Wechsel-Jahr 2013. “Diese Texte lassen wir in München und Paderborn immer weg. Aus gutem Grund.”, betont Welke.

Das Thema Fußball spielt natürlich ebenso eine Rolle wie die maßgeschneiderten weißen Hemden eines Jogi Löw. Schließlich ist 2014 auch Fußball-Jahr. Womit man schon beim Ausblick angekommen ist. Und alle im Saal merken, dass die Buch-Texte aufgepeppt worden sind mit aktuellen und aktuellsten Bezügen. Logisch, dass da die neue Berufung einer Frau von der Leyen (UvdL!) eine Rolle spielt und ihr Ansinnen auf mehr Familienfreundlichkeit in der Bundeswehr. Welke: “Da müssen jetzt die Soldaten frühmorgens erst mal im Stuhlkreis sitzen!”
Der Wechsel zu “Mutti und ihren Extremsportarten” (Kanzlerin Merkel und ihr Unfall beim Skilanglauf) bleibt da nicht aus. Und, wer wusste schließlich vorher was über “Uckermärker Stacheldrahtwein”, den “Mutti” immer trinkt? Wischmeyer: “Wissen Sie, woher Uckermark stammt? – Von der Frage “Willste mal für `ne Mark ucka-ucka machen?”

Für die beiden Fernsehmacher Welke und Wischmeyer stehen ebenfalls die Talkshows auf dem Helden-Programm und damit deren Macher Reinhold Beckmann, Anne Will, Frank Plasberg und Günther Jauch… Es folgt das Kapitel “Schwache Männer” und dabei – aus einem NSA-Protokoll entnommen – Til Schweiger (herrlich, Herr Wischmeyer!), wie er zum Spiel im Tatort von einem NDR-Redakteur überredet wird. Im Serviceteil folgt ein Sprechkurs sächsisch – den lassen die beiden in Dresden immer weg – und “Helden von gestern”. Dabei darf keinesfalls die FDP vergessen werden. “Der Verlust der FDP als Medienpartner der Heute-Show war nur sehr schwer zu verkraften.”, betont Welke und schwenkt über zum Thema “Deutsche Paare” und den Wulffs beim Jahrhundertprozess. Und dann gibt der Wischmeyer noch den Seehofer (die CSU ist – logo – auch ein Thema) und Welke kann man als Dieter Bohlen im Alters- und Pflegeheim erleben, wo er von allen nur “Arschloch” genannt wird.

Als Oliver Welke in den Saal ruft, ob es denn einen berühmten Erfurter gäbe, den man mal durch den Kakao ziehen sollte, müsste, könnte… kam aus dem Publikum spontan der Name Clueso. Die beiden Spaß-Haudegen kennen ihn, betonen aber, dass er noch “unter Welpenschutz” stehe… “Aber der ist echt gut!”, wirft Welke ein. Beide unterzeichnen noch nach zwei Stunden vollem Programm ihre Bücher und CDs und plaudern mit ihren Fans. Im kurzen Gespräch gesteht Oliver Welke, dass es für ihn fast so was wie Urlaub ist, wenn er eine solche Lese-Show-Tour macht. “Auf jeden Fall weniger Stress als Fernsehen. Und ich freue mich, dem Publikum direkt zu begegnen, Reaktionen sofort zu spüren. Das ist toll.” Deshalb sei er dabei auch lockerer gekleidet (Jeans, T-Shirt, Kapuzensweatshirt), und der gute Anzug gehöre eindeutig in die “Heute-Show”. Dort sei er allerdings sein unbedingtes Outfit. Die Alte Oper hat die beiden mit ihren Räumlichkeiten stark beeindruckt und sie wollen auch gern wiederkommen. Nach dem ausgiebigen Erfurt-Spaziergang mit Dom-Besuch geht es dann weiter nach Wolfsburg, am Abend zuvor waren sie in Lübeck. “Das war ein ganz schöner Ritt bis nach Thüringen!”, betont Wischmeyer. Beide: “Nicht vergessen: seit 24. Januar 2014 gibt es wieder jeden Freitag die Heute-Show im ZDF. Einschalten!”

Nächste Höhepunkte in der Alten Oper Erfurt:
Münchener Freiheit – Die Kultband auf Live-Tour – am 8. Februar

Gerhard Polt und die Well-Brüder aus’m Biermoos am 21. Februar.
Mehr:
www.dasdie.de
www.alteoper.de

Text und Bild: Sylvia Obst

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15. Januar 2014 | Bühne

Werther-Premiere am DNT Weimar “Werther” am 18.01.2014 / 19.30 Uhr / Großes Haus

Von Stadtmagazin 07


Lyrisches Drama in vier Akten nach Johann Wolfgang Goethe · Dichtung von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann · In französischer Sprache mit deutschen Untertiteln

„Was soll diese tobende, endlose Leidenschaft?“ »Diese aufwühlenden Szenen, diese fesselnden Bilder – was musste das alles hergeben! Das war ›Werther‹! Das war mein III. Akt.«

Jules Massenet lässt sich in seiner Oper zwar von Goethes Vorlage inspirieren, wobei er die Rolle der Charlotte aber stark aufwertet und ihre Lebenstragödie ins Blickfeld rückt: Eine innerlich emanzipierte junge Frau, die durch die Konventionen ihrer Zeit gefangen in dem Bewusstsein lebt, zwischen zwei Männern zu stehen. Für welches Lebens- und Liebeskonzept soll sie sich entscheiden? Konservative Ehe und Sicherheit oder ein Leben mit ihrem Liebhaber als Ausweg aus dem bürgerlichen und familiären Korsett? Werther, der leidenschaftlich Liebende, umwirbt sie mit einer der poetischsten, kantabelsten und ausdrucksstärksten Tenorpartien des französischen Repertoires.

Nach einem Besuch der Bayreuther Festspiele im Sommer 1885 besichtigen Massenet und sein Verleger Hartmann auf einer Deutschlandrundreise in Wetzlar das Haus, in dem Goethes Briefroman »Die Leiden des jungen Werthers« entstanden ist. Noch am selben Tag vertieft sich Massenet in eine Übersetzung des Romans und beschließt nach Lektüre der Liebesszene, eine »Werther«-Oper zu schreiben.

Massenets »Werther«, der 1892 in Weimar seine deutsche Erstaufführung erlebte, eröffnet die Reihe der »Klassikerinszenierungen im Musiktheater« unter der Regie von Michael Talke.

Es singt und spielt der Kinderchor Schola Cantorum Weimar
(Chorleitung: Cordula Fischer).

Deutsches Nationaltheater Weimar,
Theaterplatz 2, 99423 Weimar
Karten: 03643 / 755 334
www.nationaltheater-weimar.de

Autor: Vanessa Schmidt
Foto: Kerstin Schomburg

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