30. Januar 2013 | Ausstellung

Stereopark Vernissage im Kassablanca

Von Stadtmagazin 07


Musikfans aufgepasst: Am Samstag, den 02. Februar geht es in die dritte und letzte Runde der Stereopark Vernissage – nach Leipzig und Chemnitz steht nun Jena auf dem Programm. Insgesamt werden drei Liveacts zu hören sein, im Anschluss lädt das Stereopark DJ Team zu einer Aftershowparty ein. Neben Indie und Postrock, dreht es sich vor allem um Musik mit elektronischen Einflüssen. Organisiert wird die Vernissage von der Bookingagentur Stereopark Agency, die für kreative und experimentelle Musik steht und sowohl Künstler aus Deutschland als auch z.B. aus Schweden, Dänemark und der Schweiz unterstützt.

Eröffnet wird das Event von dem schwedischen Electro-Pop Duo The Deer Tracks, die mit einem Mix aus verschiedenen Synthesizer-Klängen und der warmen und zarten Stimme Elins ein echtes Musikerlebnis sind.

Das Quartett Standek aus Jena und Saalfeld hat ihr neues Album im Gepäck: „The Capture Of Dreams“ lässt sich als ein „Soundtrack für die Nacht“ beschreiben, der neben kantigen Gitarrenriffs und melancholischen Melodien eine stets vorhandene Dynamik und Liebe zum Postrock erkennen lässt.

Als letzte Band und Teil aller drei Vernissagen darf sich auf Playfellow aus Chemnitz gefreut werden. Ihre vielfältigen Arrangements, unter anderem mit Klavier und zwei Gitarren, sowie der sehr gefühlvolle, fast schon zerbrechliche Gesang erinnern so manch einen an Bands wie Radiohead oder Muse – wer würde sich über diesen Vergleich nicht freuen.

Das kann nur gut werden, kommen lohnt sich!

Ticketreservierung unter: tickets@stereoparkagency.com

Stereopark Vernissage
mit The Deer Tracks, Standek und Playfellow,
02.02.2013, Kassablanca
Einlass: 20 Uhr, Beginn: 21 Uhr, AK: 7 €

Text: Marlen Schernbeck
Bild: Stereopark Agency

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20. Januar 2013 | Jena

Kultur in Jena weiterhin hoch im Kurs

Von Stadtmagazin 07

Äußerst zufrieden mit dem vergangenen Jahr zeigten sich die Verantwortlichen von JenaKultur. Zudem gaben sie der Presse einen Ausblick auf das Jahr 2013.

Die Ernst-Abbe-Bücherei knackte auch im letzten Jahr wieder die Millionen-Marke bei den Entleihungen und ist damit die am intensivsten genutzte Bibliothek in ganz Thüringen. Um diesen hohen Nachfragen auch gerecht werden zu können, nahm JenaKultur ordentlich Geld in die Hand – über 150.000 Euro wurden investiert, um 17.000 Neuanschaffungen realisieren zu können. Doch damit allein war es in der Bücherei im Jahre 2012 nicht getan. 11.000 Bücherfreunde besuchten knapp 500 Veranstaltungen rund um die bedruckten Seiten, äußerst beliebt waren der Lese- sowie der Kinderlesemarathon.

Die Jenaer Philharmonie freute sich besonders über den Start der Amtszeit des neuen Generalmusikdirektors Marc Tardue sowie über mehrere ausverkaufte Veranstaltungen. Insgesamt spielten die Musiker der Philharmonie 74 Konzerte im Volkshaus und absolvierten zudem 29 Gastspiele in ganz Deutschland.

Auch die Städtischen Museen blicken auf eine große Anzahl von Besuchern zurück. Mehr als 63.000 Gäste wurden in über 1000 Führungen begrüßt. Die Museumsnacht zählte mit etwa 10.000 Besuchern sicher zu den Highlights des abgelaufenen Jahres. Der Lohn der Mühen für die Städtischen Museen: Ende des Jahres wurde ihnen das „Thüringer Museumssiegel“ verliehen.

Doch neben all der Freude gab es auch Rückschläge zu verkraften. Die Beseitigung von Vandalismusschäden an Objekten des öffentlichen Raumes schlug mit 22.000 Euro zu Buche, insgesamt wurden 61.000 Euro für Reinigung und Reparaturen ausgegeben.

Ausblick
Für das Jahr 2013 soll aber zunächst nicht mehr an schwierige Umstände gedacht werden, ganz im Gegenteil – JenaKultur geht mit voller Kraft an die neuen Aufgaben. Zunächst wird natürlich wieder auf bewährte Veranstaltungen gesetzt: die Kulturarena soll sich wieder zu einem Publikumsmagnet entwickeln, auch die Lange Nacht der Museen wird dem zweijährigen Turnus folgend im Jahr 2013 wieder stattfinden und zahlreiche Interessierte empfangen.
Doch auch neue Veranstaltungen stehen in den kommenden Monaten auf dem Programm, etwa das Van-de-Velde-Jahr, welches zu Ehren des 150. Geburtstags von Henry van de Velde thüringenweit gefeiert wird. Dieses Jubiläum wirft auch in Jena seine Schatten voraus – zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Stadtführungen werden dazu angeboten.
Und auch die Freunde der modernen Technologie werden im neuen Jahr auf ihre Kosten kommen: Ab März ist in den einschlägigen Stores eine App erhältlich, die alle Neugierigen jederzeit über die Veranstaltungen von JenaKultur auf dem Laufenden hält.

Text: Michael Stocker

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16. Januar 2013 | Freizeit, Musik

Freude am Goldt am 19.01.2013

Von Stadtmagazin 07


Massiver Raketenstart 2013 mit Deep House Melo Techno Dub Space Breeze Mugge. An den Decks legt Oliver Goldt all night long auf, und das gleich im neuen Jahr am Samstag den 19. Januar im Theatercafe zu Jena! Los gehts ab 22 Uhr. Oliver Goldt war auch Anfang selbigen Monates in der FONIA Radioshow im OKJ Radio zu Gast und erzählte so einiges über Jazz und seine ausgiebige Musikliebe. Hört mal rein.

www.oliver-goldt.de
www.the-ater-cafe.de
www.fonia.fm

Text: Mister T
Foto: OGoldt

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9. Januar 2013 | Interview

Lügen lernen

Von Stadtmagazin 07

Hans Unstern war Straßenmusiker. Angeblich. Er trägt Zöpfe und Bart. Oder doch blaue Haare? Er mag keine Worte. Und liebt Interviews. Und: Hans Unstern mag das Versteckspiel. Ein Scheininterview.


Hans Unstern: Ich enttäusche euch – Ich enttäusche mich – Ich täusche euch – Ich täusche mich – Ich tausche mich – Ich tausche euch gegen mich.

Hans Unstern, Sie haben innerhalb kürzester Zeit zwei Alben und einen Gedichtband veröffentlicht. Woher ziehen Sie Ihre Inspiration?
Hans Unstern: Was soll das werden – ein Interview? Eine zwanglose Unterhaltung?

Wie die Vergangenheit gezeigt hat, geben Sie für Ihr Leben gern Interviews. Können Sie diese Leidenschaft unseren Lesern kurz erklären?
Unstern: Sie können ja ohne Rücksicht auf meine Person hineinschreiben, was Ihnen einfällt, wie es Ihnen halt für den Zweck passt. Sie können schreiben, dass alles, was Sie sagen, ich gesagt hab. Ich würde es auch so machen.

Woher kommt diese Gleichgültigkeit?
Unstern: WORTE nerven. Ich meine, es ist schon alles gesagt worden. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal ein wirklich interessantes Gespräch geführt habe.

Das wirkt fast resignierend. Vielleicht sollten Sie ganz einfach öfter aus dem Nähkästchen plaudern.
Unstern: In früheren Interviews habe ich manchmal Privates sehr offen geäußert. Aber das waren Äußerungen, aus denen man trotzdem nichts über mich erfuhr.

Hier kommen wir also nicht weiter. Werfen wir einen Blick auf Ihren kreativen Arbeitsprozess. Gibt es so etwas wie ein Rezept für einen Hans Unstern-Song?
Unstern: Ich schreibe über lange Zeit eine bestimmte Anzahl an Seiten am Tag, und damit hat es sich. Ich wünsche mir wirkliche keine Kreativität. Es ist Akkordarbeit, und so sehe ich sie auch. Der Gedanke an Phantasie dagegen quält mich. Ich hasse ihn geradezu.

Aber Herr Unstern, Sie wollen uns doch nicht weismachen, dass Ihre Texte jeglicher Phantasie entbehren?
Unstern: Sie wollen mich dauernd entlarven. Das ist der Grund, weshalb Sie dieses Interview machen. Sie richten aus Ihrem eigenen Abgrund die Taschenlampe auf jemanden, und wenn dort nichts ist, halten Sie ihn für unseriös.

Verstehen Sie uns nicht falsch: Wir möchten Sie nicht bloßstellen. Unsere Leserschaft soll lediglich mehr über Ihre Musik erfahren können.
Unstern: Objektiv betrachtet, ist das das Einzige, was die Realität von Musik lernen kann: zu lügen.

Wie meinen Sie das?
Unstern: Nichts ist automatisch wahr. Wir betrügen sie, aber Sie wissen es!

Konzert: Hans Unstern
Di, 15.01.2013, Theaterhaus Jena, 20 Uhr
www.hansunstern.net
Kartenvorverkauf via www.gastspielreisen.com, in der Jenaer Bücherstube am Johannistor, in der Tourist-Information Jena und im Theaterhaus Jena.

Text: Anna-Sophie Heinze, Stefan Haake

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