30. November 2012 | Allgemein, Bühne

“Die erleuchtete Fabrik“ nach Luigi Nono u.a. Premiere am 8. Dezember am DNT Weimar

Von Stadtmagazin 07

Was bedeutet der Topos Arbeit in den 1960er Jahren, was bedeutet er heute? Luigi Nonos La fabbrica illuminata ist der Ausgangspunkt für ein Musiktheater-Projekt mit Schauspielern, Sängern und Chor, das sich auf eine Suche nach dem Gehalt und der Gestalt von Arbeit und Arbeitenden begibt. Das e-werk wird zur Fabrik selbst, bevölkert von den Protagonisten, die sich in einem seltsam leblosen, tranceartigen Schwebezu-stand befinden. Fabrik beinhaltet dabei einerseits den tatsächlichen Arbeitsort der Fa-brik – assoziiert mit Fließband- und Schichtarbeit – andererseits steht sie als Überbegriff für das System Arbeit allgemein, ist gleichsam Spiegel der Mechanismen des heutigen Arbeitsmarktes inklusive seiner Krankheiten. Da der Mensch selbst darin zum Objekt der Arbeit mutiert, wird eine wichtige Frage generiert: Wie stark verändert ihn dieser Prozess? Die erleuchtete Fabrik, eine Collage mit Werken von Luigi Nono, György Kurtág, Bruno Maderna und Luciano Berio, gibt eindrücklichen Einblick in die verschiedenen Seelenzustände der Arbeitenden.

Julia Hübner inszeniert nach ihren ersten Arbeiten in Augsburg, Freiburg und Osnabrück erstmals am Deutschen Nationaltheater Weimar.

Premiere
08. Dezember 2012 / 19.30 / e-werk (Am Kirschberg 4, 99423 Weimar)

Weitere Vorstellungen
Freitag, 14. Dezember 2012 / 19.30 / e-werk
Samstag, 22. Dezember 2012 / 19.30 / e-werk
Donnerstag, 31. Januar 2013 / 19.30 / e-werk

Informationen und Kartenbestellung unter www.nationaltheater-weimar.de

Text: Rebekka Mönch
Foto: Thomas Müller

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9. November 2012 | Bühne

„Emilia Galotti“-Premiere, 19.00 Uhr DNT Weimar am 10.11.2012

Von Stadtmagazin 07


Es ist der Hochzeitstag von Emilia Galotti, an dem ihr der Prinz Hettore Gonzaga in der Frühandacht Unflätigkeiten ins Ohr flüstert. Zu ihrem Entsetzen machen sie ihr nicht nur Angst, sondern auch Lust. Der Prinz steht unter Druck: Will er Emilia gewinnen, muss er ihren zukünftigen Ehemann aus dem Weg räumen, Emilia auf sein Lustschloss bringen lassen, sie umgarnen, ihre Mutter besänftigen, ihren Vater beruhigen, seine Geliebte abwehren. Sein Minister Marinelli spinnt sämtliche Fäden zu einer Intrige zusammen, aber am Ende des Tages bleibt von allen Wünschen und Sehnsüchten nur noch ein Scherbenhaufen übrig: Eine Entführung, Liebesschwüre und zwei Morde sind das Resultat der explodierenden Widersprüche dieser bürgerlichen Gesellschaft. In atemberaubendem Tempo jagt Lessing seine Figuren durch emotionale Ausnahmezustände und verwandelt sie in leidenschaftlich Rasende. Der Preis der Tugend wird benannt, Gefühle sind zu unterdrücken – und die Bedürfnisse der jungen Emilia, um deren Wohl sich alle besorgt geben, werden gar nicht ernst genommen. Wie kann sich ein Einzelner gegen Projektionen zur Wehr setzen, sich gegen Vereinnahmungen behaupten und seine wirklichen Gefühle in abhängigen Machtkonstellationen herausfiltern? Lessing lässt die feudalen Vorstellungen von Liebe und Ehe auf den neuen empfindsamen Liebesdiskurs der Bürger prallen. Heraus kommt eine brisante Mischung, die zuerst einmal ins Chaos führt.

Regie führt Thirza Bruncken, in Weimar durch ihre Inszenierungen von Goethes Mitschuldigen und Strindbergs Totentanz bekannt. Seit Beginn der 90er Jahre arbeitet sie als freie Regisseurin, z.B. in Köln, Hamburg, München, Leipzig, Wien und Frankfurt am Main. Zuletzt brachte sie in Krefeld/Mönchengladbach Bunburry von Oscar Wilde heraus.

Text: Rebekka Mönch
Foto: DNT Weimar

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2. November 2012 | Bühne

Familientag am 4.11.2012 im DNT Weimar!

Von Stadtmagazin 07


Auf dem Programm steht Mozarts beliebte Oper “Die Zauberflöte”, die Sie an diesem Nachmittag zum Sonderpreis von 10 bzw. ermäßigt 6 Euro besuchen können. Beginn der Vorstellung ist um 16.30 Uhr.

Text: Rebekka Mönch
Foto: DNT Weimar

1. November 2012 | Gedruckte Ausgabe

Neues Magazin: jetzt erhältlich!

Von Stadtmagazin 07


Die neue Ausgabe 41: November 2012 unseres Magazins finden Sie kostenlos an den gewohnten Auslagestellen und im Abo.

Viel Spaß beim Lesen!

Sie können diese auch in unserem Downloadbereich als PDF herunterladen.

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