27. Juni 2012 | Freizeit

Großes Köstritzer Brauereifest am 30. Juni und 1. Juli.

Von Stadtmagazin 07


+++ Festprogramm mit verschiedenen Biergärten und viel Live-Musik lädt zum Feiern ein +++ Unterhaltung für die ganze Familie +++ Eintritt frei +++

Die Köstritzer Schwarzbierbrauerei lädt vom 30. Juni bis 1. Juli wieder zum jährlichen Brauereifest ein.

Los geht’s am Samstag um 17 Uhr mit Live-Musik von Rock über Pop bis Jazz auf zwei Bühnen. Danach wartet eine große Party mit LARS WEGAS, BIBA & die Butzemänner und ANTENNE THÜRINGEN auf die Besucher.

Am Sonntag heißt es ab 10 Uhr: Herzlich Willkommen zum musikalischen Frühschoppen in den verschiedenen Biergärten auf dem Brauereigelände. Auch die Thüringer Hopfenkönigin hat sich mitsamt ihrer Festkutsche angekündigt und begleitet den traditionellen Fassbieranstich sind.

Von 11 bis 15 Uhr haben alle Besucher dann die Gelegenheit, den Braumeistern bei laufender Produktion über die Schultern zu schauen und hautnah mitzuerleben, wie das beliebteste Thüringer Pils und das bekannteste Schwarzbier Deutschlands gebraut werden. Die Brauereipräsentiert dazu eine besondere Bierspezialität: Eigens für das Wochenende wird ein Festbier eingebraut. „Das kam im letzten Jahr bei unseren Besuchern hervorragend an. Deshalb haben wir auch in 2012 ein besonderes Festbier im Angebot. Wir freuen uns schon sehr auf unsere Gäste“, so Albrecht Pitschel, Geschäftsführer der Köstritzer Schwarzbierbrauerei.

Ein kostenloser Bus-Shuttle zwischen Gera und Bad Köstritz ermöglicht allen Besuchern im Halbstundentakt an beiden Tagen eine einfache An- und Abreise zur Köstritzer Schwarzbier-brauerei möglich.

An beiden Tagen ist der Eintritt frei.

Mehr Informationen zum Programm: www.koestritzer.de

Autor: Florian Berthold
Foto: Köstritzer

25. Juni 2012 | Musik

Aus Freude am Goldt

Von Stadtmagazin 07


Am Freitag, den 29.06.2012 startet um 21 Uhr eine weitere Session von “Freude am Goldt” mit DJ Oliver Goldt vom Freude am Tanzen Label aus Jena-City im Theatercafe zu Jena. Auf gehts zur musikalischen Portion aus Deep Jazz House Step Pop Freakin Melo Tech Dub Indie Sommer Breeze!

www.oliver-goldt.de

Text: Florian Berthold
Flyer: Toci

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21. Juni 2012 | Bühne

Zwischen Imagination und Realität

Von Stadtmagazin 07

DNT Weimar präsentiert vom 22. bis 30. Juni zum 2. Mal das Internationale Tanzfestival Weimar.

Vom 22. bis 30. Juni 2012 präsentiert das Deutsche Nationaltheater Weimar die zweite Ausgabe des Internationalen Tanzfestivals Weimar. Eröffnet wird das Festival für zeitgenössischen Tanz von der renommierten kanadischen Company Kidd Pivot, deren Produktion „Dark Matters“ im vergangenen Jahr auf große Resonanz stieß. In ihrem neuen Stück „The Tempest Replica“, zu sehen am 22. und 23. Juni 2012, im großen Haus, kreierte die Choreographin Crystal Pite ein virtuos getanztes Spiel um Rache und Vergebung, Realität und Imagination nach Motiven aus Shakespeares „Sturm“. Ausgehend von einer Situation in der ein Mensch sich einer bestimmten Realität anpassen muss, erkundet der taiwanesische Ausnahmetänzer und Choreograph Shang-Chi Sun in „Je.Sans.Paroles“ die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit und reist in „Traverse“ durch unterschiedliche Zustände des Körpers (27./28.6., e-werk). In poetischen Bildern untersucht das Stück „Animal“ (29./30.6., e-werk) von Daniel Abreu Momente, in denen die menschliche Psyche eine Verbindung mit dem tierischen Instinkt eingeht und sich eine eigene Realität schafft. Tanz steht in diesem Jahr aber nicht nur in Gastspielen auf dem Programm, sondern wird im Rahmen einer Produktionsresidenz der Company Estefania Miranda erstmals seit 12 Jahren am DNT Weimar auch wieder produziert. Die Arbeitsergebnisse des Work in Progress Projekts „Trust treats truth“ sind am 24. und 25.6. im e-werk zu sehen. Mit dem interaktiven Tanzmärchen „Schneewittchen“ zeigen Kinder des Tanzprojekts „Dance with me“ zudem am 29. und 30.6. im Foyer III wie man ein Geschichte vertanzen und eine Idee in Bewegung umsetzten kann. Begleitend zu den Aufführungen laden verschiedene Tanz-Workshops, eine Fotoausstellung, Gespräche und Partys zum Schauen, Hören, selbst Ausprobieren und Feiern ein.

Das Programm, weitere Informationen und Karten gibt es unter:
www.nationaltheater-weimar.de

Autor: Susann Leine
Video: Youtube

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15. Juni 2012 | Ausstellung

38. Bürgeler Töpfermarkt

Von Stadtmagazin 07

Nach der überaus positiven Resonanz der Besucher und Aussteller auf die Neuerungen im vergangenen Jahr wird das Profil des Bürgeler Töpfermarktes in diesem Jahr noch ein Stück weiterentwickelt.


Für den diesjährigen Bürgeler Töpfermarkt vom 15.-17. Juni wurden 94 Keramiker mitsamt ihren phantasievoll gestalteten Ständen nach Bürgel eingeladen. Sie repräsentieren die Vielfalt handwerklicher und künstlerischer Keramik unserer Zeit. Traditionelles Seriengeschirr, kunsthandwerkliche Einzelstücke, modischer Schmuck, fröhliches Kindergeschirr, zweckdienliche Gartenkeramik und phantasievolle Plastik sind nur ein Teil des umfassenden Angebotes der Aussteller.

Der Markt für „Alte Keramik“ wurde 2011 gemeinsam mit dem Keramik-Museum aus der Taufe gehoben. Auch dieses Jahr dürfte dieser erneut Liebhaber und Sammler historischer Keramik namhafter Hersteller in den Bann ziehen. Der Schwerpunkt der hier angebotenen Stücke liegt vor allem auf Stücken mitteldeutscher Herkunft aus der Zeit zwischen 1880 und 1980.

Der kulinarische Markt erwartet die Besucher mit einen umfangreiche Angebot an kulinarischen Spezialitäten: frisch gezapft, gekocht, gegrillt, geräuchert und gebacken.

Der Walter-Gebauer-Keramikpreis Bürgel wird dieses Jahr unter dem Thema „Keramik schmückt“ vergeben. Die öffentliche Verleihung des einzigen Keramikpreises in Thüringen und die Ausstellung der Exponate auf dem Marktgelände gehören ebenso zu den erlebenswerten Besonderheiten des Bürgeler Töpfermarktes wie das Brennen eines Salz- und Raku-Brandes oder das Töpfern mit Kindern während der Marktzeit.

Der ebenfalls geplante Töpfermarktlauf ist Wertungslauf des Saale-Cup und wird am Sonntag (17.06.) im Gelände des Töpfermarktes gestartet. Verschiedene Abendveranstaltungen auf der überdachten Festwiese und das Kinderfest runden die Angebote für die Besucher ab.

Für den Besuch des Töpfermarktes, der Ausstellungen, des Keramik-Museums und der Abendveranstaltungen wird übrigens auch 2012 kein Eintritt erhoben. Genügend Parkplätze stehen unmittelbar am Töpfermarktgelände zur Verfügung.

Weitere Informationen:
www.buergeler-toepfermarkt.de

Freitag, 15.06.: 13 – 19 Uhr
Samstag, 16.06.: 10 – 19 Uhr
Sonntag, 17.06.: 10 – 18 Uhr

Text: Florian Berthold
Bild: Bürgere Töpfermarkt

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13. Juni 2012 | Bühne

„Chowanschtschina! Premiere am 16. Juni am Deutschen Nationaltheater Weimar

Von Stadtmagazin 07


Ein musikalisches Volksdrama in fünf Akten, Libretto vom Komponisten Orchestrierung von Dmitri Schostakowitsch / Schlussszene Igor Stravinski in russischer Sprache mit deutschen Untertiteln. 

„Chowanschtschina!“, zu deutsch: „Chowanski-Schweinerei!“, soll der noch unmündige Zar Peter im Jahr 1682 ausgerufen haben, als er von den Machtbestrebungen des Strelitzenführers Iwan Chowanski hörte, der seinen Sohn Andrej zum neuen Zaren machen wollte. In Modest Mussorgskis großer Choroper geht es um die Frage, wie und ob Russland zu regieren sei – eine Frage, die sich auch heute noch stellt. Der genialische Komponist lässt in ungeschliffener, roher, quasi dokumentarischer Form die Interessengruppen der russischen Geschichte des 17. Jahrhunderts in einem gigantischen Tableau aufeinander prallen. Er zeigt mit einer großen Portion Defätismus, wie alle potentiellen, realen und angemaßten Führer das Volk in die Katastrophe führen – das Volk, das selbst zum Helden der Oper wird, einem unheilvollen Helden jedoch, der nicht gewinnen kann, sondern in den kollektiven Selbstmord getrieben wird. „Solange das Volk nicht mit eigenen Augen nachprüfen kann, was man aus ihm zusammenbraut, solange es nicht selbst den Willen hat, dass dieses oder jenes aus ihm zusammengebraut werde – so lange bleibt es auf dem gleichen Fleck stehen!“ beschrieb Mussorgski diese Situation und weiter: „Allerlei Wohltäter und Volksbeglücker verstehen es geschickt, Ruhm einzuheimsen und ihre Berühmtheit noch dokumentarisch zu besiegeln; das gemeine Volk aber stöhnt, und um nicht zu stöhnen, besäuft es sich und stöhnt nur noch mehr: Wir sind am gleichen Fleck stehen geblieben!“ Am 7. Mai 2011 hatte die Inszenierung von Andrea Moses ihre überregional gefeierte Premiere am Anhaltischen Theater Dessau. Die Chefregisseurin der Staatsoper Stuttgart hat „Chowanschtschina“ nun am DNT in neuer Besetzung erarbeitet.

Samstag, 16.6.2012,
18.00 Uhr, Großes Haus

Aufführungsdauer: 3 ½ stunden, Pause nach dem 2. Akt

weitere Vorstellungen:
Sonntag, 24.06.2012
16 Uhr, Großes Haus

Sonntag, 08.07.2012,
16 Uhr, Großes Haus

Autor: Florian Berthold
Foto: DNT Weimar

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12. Juni 2012 | Allgemein

Auf die Plätze, ABI, los…!

Von Stadtmagazin 07

Gruppenberatung zur Studienorientierung an der FSU Jena.

Nach langer und harter Arbeit in den letzten Jahren ist das Abitur endlich geschafft. Erleichterung könnte sich einstellen, wenn da nicht die Unklarheit wäre, wie es weitergehen soll. Für viele Abiturienten stellen sich drängende Fragen, denn es gibt unüberschaubar viele Möglichkeiten, wie es nach dem Abi weitergehen kann. Dazu ist der Zugang zur Uni noch völlig unklar und lauter wohlmeinende Menschen haben gute Ideen, aber so richtig überzeugend ist keine.

Da die Bewerbung für zulassungsbeschränkte Studiengänge an der FSU am 15.7.2012 endet wird es Zeit, sich konkrete Gedanken zu machen und alle Fragen zu klären. Dazu sind die Informationen in der neuen Studiengangsdatenbank unter www.uni-jena.de/Studienangebot hilfreich.

Falls noch Fragen offen bleiben, bietet die Zentrale Studienberatung der Friedrich-Schiller-Universität Jena eine Gruppenberatung für Abiturienten am 25.6.2012 zwischen 14 und 16 Uhr im Seminarraum in der Zwätzengasse 4 an.  Hier können Fragen zur Studienorientierung, fachspezifische und allgemeinen Voraussetzungen für ein Studium und um die Bewerbung und Zulassung geklärt werden.

Eigene Fragen können zu diesem Termin gerne mitgebracht werden, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Rückfragen bei der Zentralen Studienberatung, 03641-931120

Kurz & Knapp:
Veranstaltungsart: Gruppenberatung 

Ort: Seminarraum in der Zwätzengasse 4

Veranstalter: Zentrale Studienberatung der Friedrich-Schiller-Gymnasium Jena

Ansprechpartner: Thomas Klose und Wiebke Lückert 

studium@uni-jena.de, (03641) 931120 

Zeit: 25.6.2012, 14:00 bis 16:00

Text: B. Gräf

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6. Juni 2012 | Allgemein

Demenztagung 2012

Von Stadtmagazin 07

Von Studenten organisierte Fachtagung an der Fachhochschule Jena bemüht sich um mehr Lebensqualität für Demenzerkrankte und wirksame psychosoziale Entlastung pflegender Angehöriger.

Zum elften Mal organisieren Studierende des Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule Jena eine sozialpolitische Fachtagung: in diesem Jahr zum Thema „Koproduktive Hilfen bei Demenz – Möglichkeiten politischer Unterstützung“. Am Dienstag, den 12. Juni 2012 sind zwischen 9 und 17 Uhr alle Studierenden von Jenaer Hochschulen und interessierte Bürger eingeladen, an dieser öffentlichen Fachtagung teilzunehmen. Sie findet in der Aula der EAH Jena (Haus 4) in der Carl-Zeiss-Promenade 2 statt.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in die Fachtagung folgen fünf inhaltliche Blöcke, die sich mit den Themen „Was bedeutet Koproduktion im Feld Demenz?“, “Politische Unterstützung“, „Freiwillige“, „Familie“ und „Fachkräfte“ beschäftigen. Hier stellen Vertreter aus Politik, Sozialer Arbeit, Pflege und Medizin ihr Tätigkeitsfeld vor.

Im Rahmen der Fachtagung wird es weiterhin etwa 15 sogenannte SOS (Semi-Open-Space) – Gruppen zum übergeordneten Tagungsthema der Koproduktiven Hilfe bei Demenz geben. Hierbei soll insbesondere das erklärte Ziel der Fachtagung, eine Debatte um Koproduktionsprozesse bei der Betreuung von Menschen mit Demenz, Möglichkeiten der Vernetzung sowie der Möglichkeiten politischer Unterstützung zu führen, diskutiert und vertieft werden.

Abschließend findet eine Podiumsdiskussion mit unterschiedlichen politischen VertreterInnen aus Kommunen, Land und Bund unter dem Fokus der politischen Unterstützung Betroffener statt.
Nähere Informationen zum gesamten Ablauf der Fachtagung und zur Anmeldung gibt’s unter: www.demenztagung-2012.sw.fh-jena.de.

Text: Fabienne Straßer

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4. Juni 2012 | Musik

Bratze + *U*N*S live am 08.06. im Kulturbahnhof Jena

Von Stadtmagazin 07


Bratze sind zurück: Mit neuer Single und schweißtreibenden Erinnerungen an das letzte Konzert im Kulturbahnhof kehren sie am 8. Juni an den Ort ihrer Erstbegegnung mit dem Jenaer Publikum zurück. Bratze ist mehr als der Name einer Band, der auf der Zunge zergeht. Bratze ist Anstoß, Antrieb, ein Ungetüm, das Dir und sich selbst keine Pause gönnt. Bratze sorgt für ein Grinsen in Deinem Gesicht, während Du mit den Füßen auf den Boden stampfst.

Bratze sind Norman Kolodziej – auch bekannt als Der Tante Renate und Ein-Mann-Elektro-Metal-Rock-Show – und Kevin Hamann, der als vormals ClickClickDecker inzwischen aus dem Korsett des vermeintlichen Prototyps des Singer/Songwriters herausgewachsen ist und sich auch schon mal mit kompletter Band auf die Bühne begibt. Bratze und als Vorband *U*N*S: Der 8. Juni verspricht, ein für Jena denkwürdiger Tag zu werden…

Fr, 08.06.12
Kulturbahnhof Jena

Spitzweidenweg 28
www.kulturbahnhof.org
www.bratze.eu 



Text: Stefan Haake
Bild: Bratze

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4. Juni 2012 | Interview, Musik

For all that… goodbye “lost.minds”!

Von Stadtmagazin 07


Nach insgesamt fast achtjähriger Bandgeschichte kam es nun im Mai überraschend zur Auflösung der Jenaer Band “lost.minds”.

Ursprünglich 2004 als Projekt gestartet, entwickelte sich „lost.minds“ zu einer Band, die mit ihrem vielfältigen Klangbild zwischen Elektronik und Post-Rock einige musikalische Erfolge feierte. Als Quintett entstanden ihre ersten zwei EPs – „two“ (2009, in Jena aufgenommen) und „lost.minds“ (2010), die sie bereits in Berlin aufnahmen. Eine gemeinsame Polen- und Tschechien-Tour folgten sowie zahlreiche Support-Auftritte namhafter Bands.

Aufgrund örtlicher Distanz und musikalischer Differenzen kam es schließlich zur Trennung von einem der Mitglieder, Oliver Gehrmann (Gitarre, Synthesizer). So wurde aus dem Quintett ein Quartett, das auch die endgültige Formation von „lost.minds“ bleiben sollte, bestehend aus Martin Schröder-Zabel (Gesang, Gitarre, Synthesizer), Daniel Mattern (Keyboard, Synthesizer, Gitarre, Gesang), Michael Lang (Bass, Percussions) und Tobias Hubold (Schlagzeug, Percussions, Programmierung). 2011 erschien ihre dritte EP „ghost and echoes“, die mit sieben Titeln die bisher meisten und auch ausgereiftesten Songs aufweist. Aufgenommen wurde sie erneut in Berlin, jedoch dieses Mal gemastert von Marko Schneider, der unter anderem bereits mit „Blackmail“ zusammengearbeitet hat. Umso trauriger erscheint nun das Ende der Band, die noch so viele Pläne hatte und gerade in den Startlöchern ihrer Karriere stand. Anlass der Trennung ist die schwere Erkrankung eines der Mitglieder.

Als Abschiedstournee reisten sie für vier Konzerte erneut nach Polen, allerdings bereits nur noch zu dritt. Am 11.05.2012 standen sie zum letzten Mal zu viert auf der Bühne und verabschiedeten sich im Café Wagner von ihren Jenaer Fans sowie von all denjenigen, die auch von fern extra angereist waren, um „lost.minds“ ein letztes Mal spielen zu hören.

Kurz nach dem Abschiedskonzert erklärte sich Martin Schröder-Zabel zu einem abschließenden Interview bereit.

Nach häufigeren Konstellationsänderungen ward ihr schließlich seit 2010 als Quartett unterwegs. Sollte dies die endgültige Formation von „lost.minds“ sein?
Martin: Ja, auf jeden Fall! Seitdem wir zu viert sind, haben wir uns zum ersten Mal wirklich rundum wohl gefühlt und jeder hat gesagt: „Ok, es gibt im Moment wirklich keinen Song, den ich nicht mag oder den ich nicht spielen möchte.“ Und diese Stimmung war in den letzten 12 Monaten eigentlich durchgängig vorhanden.

Euren Sound kann man als eine Mischung aus Indie-Rock, Elektronik und Elementen des Post-Rocks beschreiben. Wie kam dieser Mix zustande? Treffen da unterschiedliche Musikgeschmäcker aufeinander?
Martin: Nein, das kann ich nicht sagen. Es ist schon so, dass wir einen relativ ähnlichen Musikgeschmack haben. Wir können uns zwar nicht auf besonders viele Bands einigen, die wir alle gut finden – außer Dredg z.B. – aber ansonsten würde ich schon sagen, dass elektronische Musik, Indie und Post-Rock drei Felder sind, in denen wir uns alle vier bewegen. Das macht es zum Glück alles ein bisschen einfacher.

Die Songs der neuen EP sind insgesamt eingängiger, fast schon poppig. Warum habt ihr das Vertrackte bei der neuen EP rausgenommen?
Martin: Zum einen liegt es vielleicht daran, dass wir damals noch zu fünft waren – wir hatten ja teilweise drei Gitarren und drei Synthesizer und jeder hat etwas dazu gespielt. Zum anderen hat uns das Komplizierte damals einfach mehr angesprochen, also Songs interessant zu gestalten mit vielen Parts. Ich denke, wir haben uns musikalisch ein bisschen anders entwickelt. Uns geht es mittlerweile mehr um einen langen, dynamisch stimmungsgeladenen Aufbau und darum, der Melodie mehr Platz zu geben – sie also in den Vordergrund zu stellen und einfach mal zu sagen: „Oh, das klingt jetzt zwar fast wie „Modern Talking“, aber es fällt keinem auf.

Wenn du an eure gemeinsame Zeit zurückdenkst, gibt es bestimmt viele Highlights. Gibt es trotzdem bestimmte Situationen, die besonders prägend waren?
Martin: Außergewöhnlich und toll waren komischerweise immer die Sachen, von denen wir es nicht erwartet hatten. Z.B. haben wir im Dezember in der recht kleinen Stadt „Brandenburg“ gespielt, südwestlich von Berlin, in einem Jugend-Kulturzentrum, in das ca. 200 Leute reingepasst haben. Der Laden war so voll und die Stimmung einfach unglaublich. Das war in der nahen Vergangenheit der beste Auftritt überhaupt. Dann gab es noch die Support-Auftritte für die schwedische Band „You Say France, And I Whistle“ in Leipzig sowie für „Kakkmaddafakka“ im Kassablanca, die auch Highlights waren sowie unser Konzert im Weißenfelser Schloß. Weißenfels ist eigentlich eine Stadt, an der man eher vorbeifährt und sich davon nicht wirklich etwas verspricht. Dann fährst du dahin – ohne jegliche Erwartungen – und wirst einfach total überwältigt. Ich habe generell bei diesen kleinen Städten das Gefühl, dass sie nicht so gesättigt sind und die Leute viel dankbarer und vor allem auch offener sind. Sie trauen sich z.B. einfach mal auf dich zuzugehen. Ich weiß auch nicht, manchmal habe ich das Gefühl, nur weil ich eine Gitarre umhabe, will mich danach keiner ansprechen. In Berlin z.B. ging es mir nach den ersten Auftritten ganz oft so.

Wie war es für euch in Jena? Hat für euch als Jenenser nicht alles in Jena begonnen?
Martin: Wir kommen alle aus dem Randgebiet von Jena. Wir sind zwar in Jena geboren, haben auch die ersten Jahre in Jena gewohnt, aber sind dann später ins Umland gezogen – in die Gegend um Kahla und Stadtroda. Da waren dann auch unsere ersten Auftritte bei Schulveranstaltungen etc. Als wir zwischen 2004 und 2006 als Band anfingen, war es unser oberstes Ziel endlich mal in Jena zu spielen, was dann auch relativ schnell geklappt hat. Der erste Auftritt war glaube ich im Rosenkeller, dann im Café Wagner und schließlich war es danach unser Ziel, im Kassablanca zu spielen und das hat dann ja auch irgendwann geklappt. Bei BandsPrivat haben wir auch zweimal gespielt, das war echt cool – beide Male. Aber irgendwann mussten wir dann auch endlich mal raus.

Euer Bandname „lost.minds“ sowie der Name eurer neuen EP „Ghost And Echoes“ lässt auf eine Art Gefühlswelt und viel Träumerei schließen. Geht es auch inhaltlich in euren Songs um diese Themen?
Martin: Ja, Träumereien und Phantasie-Geschichten spielten schon immer eine große Rolle – auch schon vor der EP „Ghost And Echoes“. Wir sind immer gerne auf der Schwelle zwischen Realität und Schein entlang balanciert. „Ghost And Echoes“ ist jedoch die erste Platte, auf der nun auch Themen zu finden sind, die offensichtlich persönlicher sind. Es geht dort hauptsächlich um Sachen, die wir alle in einer Art und Weise erlebt und die uns beschäftigt haben.

Zum Beispiel?
Martin: Beim Song „Ghost And Echoes“ geht es um einen Traum, den ich bereits einige Male hatte und in ähnlicher Art und Weise ständig träume. Bei dem Song „Never Stop A Beating Heart“ geht es um einen guten Freund von mir, was ich aber so direkt nie schreiben würde. Wir probieren die Erlebnisse mehr mit einer gewissen Geschichte zu verbinden oder mit Hilfe einer Traumwelt zu erklären.

Ihr ward ja gerade dabei nach drei EPs nun endlich ein ganzes Album aufzunehmen. Wie kam es dazu?
Martin: Für uns hat sich immer die Frage gestellt, ob es sich als Band, die alles selber macht, lohnt, ein komplettes Album mit 12 oder 13 Songs aufzunehmen. Ohne Label, bzw. Agentur, hat man keine Chance, in große Werbekampagnen reinzukommen und alle Angebote, die es bis zu diesem Zeitpunkt von Agenturen oder Labels gab, waren uns meist suspekt. Eine EP war somit für uns finanziell einigermaßen zu händeln und hat uns immer ganz gut gefallen. Jetzt hätten wir jedoch ein Label aus Berlin gehabt, mit dem wir gerne zusammengearbeitet hätten, genauer gesagt war schon alles fertig beschlossen.

Die Erkrankung von Daniel und die damit verbundene Auflösung von lost.minds kam somit eher überraschend? Also es war nichts, worauf ihr euch als Band bereits eine längere Zeit einstellen konntet?
Martin: Es hat sich erst seit der Dezember-Tour abgezeichnet, bei der Daniel nach Auftritten akute Kreislaufprobleme hatte und kräftemäßig regelrecht zusammengebrochen ist. Er hatte außerdem während der gesamten Tour starke Kopfschmerzen. Die Konzerte im Januar haben wir dann noch gespielt und den Rest jedoch absagen müssen. Für uns war es zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, was passieren wird. Es hat sich dann aber relativ schnell gezeigt, dass es nicht mehr weiter geht und Daniel eine lange Pause braucht, bestimmt ein paar Jahre, um sich wieder zu regenerieren.

…lost.minds ohne Daniel war ausgeschlossen?
Martin: Wir haben natürlich einen Moment darüber nachgedacht, weiterzumachen. Dafür gibt es lost.minds schon zu lange, um so schnell aufzugeben. Außerdem lief es gerade sehr gut und wir hatten alle viel Spaß daran. Aber wie ich es ja auch schon am Anfang sagte, das Quartett war einfach perfekt. Freundschaftlich sowieso, aber auch musikalisch und von den Abläufen her war es super. Man konnte sich aufeinander verlassen und das ist sehr wichtig in einer Band. Außerdem stellt sich natürlich die Frage, ob man in einer Stadt wie Jena jemanden findet, der die ganzen Fähigkeiten von Daniel besitzt: Keyboard, Synthesizer, Gitarre, Gesang und dann auch noch Lust auf diese Musik. Auch die Freiheit und Spontaneität zu haben, kurz entschlossen an einem Montag nach Stuttgart oder nach Wien zu einem Auftritt zu fahren. Und in eine andere Stadt gehen, etwa nach Berlin, wo es sicherlich leichter wäre, jemanden zu finden, wollen wir nicht. Es ist gut so, wie lost.minds in der letzten Zeit gelaufen ist und wir möchten, dass es so in Erinnerung bleibt. Es soll halt gerade einfach nicht weitergehen, auch wenn es bitter für uns ist.

Wie geht es für euch drei musikalisch weiter? Habt ihr dennoch bestimmte Projekte?
Martin: Ja, ich spiele schon seit anderthalb Jahren bei der Band „Standek“, mit der wir 2009 zusammen durch Polen getourt sind. Als der Gitarrist damals dort ausgestiegen ist, bin ich als guter Freund zunächst mehr als Aushilfe für ein paar Auftritte eingesprungen und blieb dabei. Aber auch wir drei werden wahrscheinlich etwas Neues machen. Wir sind dabei auszuprobieren, ob wir zu dritt irgendetwas auf die Beine kriegen, das uns gefällt. Es soll anders werden, denn ich habe keine Lust, den lost.minds – Stil zu kopieren. Allerdings wird es sicher immer wieder passieren, da ich nach wie vor singen und die Texte schreiben werde, immer noch Gitarre und Synthesizer spielen werde und ich werde immer noch meine Töne ziehen, wie ich möchte (lacht).

Danke für das Gespräch und alles Gute für die Zukunft!

Interview: Marlen Schernbeck
Foto: Lost.Minds

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1. Juni 2012 | Musik

OLMAR in concert – Songs for freedom & delight

Von Stadtmagazin 07


Als sich Sängerin Maren Beljan und Gitarrist Oliver Jahn im Sommer des Jahres 2008 zusammenfanden, entwickelte sich aus diesem unmittelbaren Zusammenspiel eine tiefe sinnlich-musikalische Symbiose. Im November des Jahres 2008 begann die Band mit den Studioaufnahmen für ihr erstes Album „Relations”, auf dem sich in den gefühlvollen Melodien die Lyrik William Blakes und Oscar Wildes zu einer authentischer Musik wiederfinden lassen.

Ein Konzert voller Emotionen am So. 03.06.2012 in Schillers Gartenhaus, Schillergässchen 2 in Jena.

www.olmarmusic.com

Text: Oliver Jahn
Grafik: toci
Photo: Marc Emmrich

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1. Juni 2012 | Gedruckte Ausgabe

Neues Magazin: jetzt erhältlich!

Von Stadtmagazin 07


Die neue Ausgabe 37: Juni 2012 unseres Magazins finden Sie kostenlos an den gewohnten Auslagestellen und im Abo.

Viel Spaß beim Lesen!

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