24. April 2012 | Allgemein, Jena

Neues Haus für antike Schätze

Von Stadtmagazin 07


Jena ist um eine Attraktion reicher. Nach jahzehntelanger Odyssee öffnet das Archäologische Museum der Universität, das bis zu seiner Schließung 1962 im Universitätshauptgebäude beheimatet war, am neuen Standort in der Carl-Pulfrich-Straße 2 seine Pforten.

Jena ist um ein altes-neues Museum reicher: das Archäologische Museum der Friedrich-Schiller-Universität. Ab sofort sind immer mittwochs und samstags von 14 bis 17 Uhr die wertvollen Antikensammlungen wieder der Öffentlichkeit zugänglich. „Wir würden uns freuen, wenn unsere zukünftigen Besucher in den Antikensammlungen der Universität Jena einen Einblick in die Lebenswelten der Menschen der Antike erhalten und sich gleichzeitig an der Schönheit antiker Kunst erfreuen können“, hofft Prof. Dr. Angelika Geyer, Lehrstuhlinhaberin für Klassische Archäologie, auf das Interesse eines antikenbegeisterten Jenaer und auswärtigen Publikums.

Seit 50 Jahren war die wertvolle Sammlung Antiker Kleinkunst auf engstem Raum eingelagert und höchstens während Sonderausstellungen im Stadtmuseum zu sehen. Auch die umfangreiche wie eindrucksvolle Sammlung antiker Plastik, die im Magazin des Berliner Pergamonmuseums ausgelagert war und seit Mitte der 1990er Jahre sukzessive wieder nach Jena zurückehrte, findet hier eine neue Heimstatt. Hochkarätige Dauerleihgaben und Schenkungen, unter anderem aus der Schweiz, haben die Sammlungen in den letzten Monaten zusätzlich bereichert, so dass sie nun weit mehr als 2.000 Exponate umfassen und sich auch dank der neuen Ausstellungsfläche mit bedeutenden Sammlungen anderer deutscher Universitäten messen lassen können.


Vor den in tiefes Blau getauchten Wänden des neuen Museums erwartet die Besucher ein repräsentativer Überblick mit Objekten aus allen wesentlichen antiken Epochen, prachtvolle griechische und etruskische Vasen aus der bedeutenden Antikensammlung des Italieners Giovanni Pietro Campana etwa, ein korinthischer Bronzehelm aus Olympia, antike Öllampen und Glasgefäße oder auch ein römisches Terrakotta-Relief. Unweigerlich den Blick auf sich ziehen sowohl die zahlreichen, teils monumentalen Gipsabgüsse antiker Plastiken als auch die Nachbildung einer antiken Grabstätte, in deren Zentrum – umgeben von überraschend farbigen Wandmalereien – eine Vitrine mit einer originalen etruskische Urne steht. Zu den wissenschaftlich interessantesten Ausstellungsobjekten zählt ein umfangreicher Komplex von Scherben antiker Trinkschalen, der einer Athener Töpferwerkstatt um das Jahr 400 vor Christus entstammt und heute die Bezeichnung „Werkstatt des Jenaer Malers“ trägt.

Die Anfänge des Museums gehen auf das Jahr 1846 zurück, als der Altphilologe und Antikenforscher Carl Wilhelm Goettling zunächst in einem einzigen Raum des Jenaer Stadtschlosses zunächst lediglich 70 Sammlungsobjekte zu präsentieren vermochte. Seine Glanzzeit erlebte das Museum nach dem 1907 erfolgten Umzug in das anstelle des Schlosses errichteten Universitätshauptgebäude, in dem der gesamte Südostflügel den Antikensammlungen vorbehalten war. Noch heute weist das eigens für das Museum geschaffene Eingangsportal am Löbdergraben auf die damalige Nutzung hin.

Text + Fotos: Andreas Klossek

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21. April 2012 | Freizeit

Startschuss zur Badesaison am 28. April 2012

Von Stadtmagazin 07

Auch wenn es draußen noch kühl ist – hartgesottene Schwimmfreunde können sich freuen! Bereits nächste Woche öffnet das Südbad seine Pforten, um die Wassersportler in der neuen Saison begrüßen zu dürfen.


Die letzten Arbeiten am rundsanierten Schleichersee laufen auf Hochtouren, damit am 28. April der Startschuss für die Badesaison 2012 gegeben werden kann. Und so einiges ist über die Wintermonate geschehen, damit sich die Wasserfreunde im Sommer in Jenas beliebtestem Freibad erholen können.

Der durch Quellwasser gespeiste Schleichersee wurde in den letzten Wochen komplett entschlammt, ca. 8000 Tonnen Schlamm wurden abgetragen und entsorgt. Dadurch hat sich die Wasserqualität enorm verbessert. Doch das ist nicht die einzige Neuerung: Die Liegewiesen haben einen neuen Rasen bekommen, der das Faulenzen noch entspannter werden lässt. Ein Bootsteg wurde installiert, so dass ab diesem Jahr auch Tretboote den See überqueren können. Auch der Komfort für die zahlreichen Beachvolleyballspieler auf der Strandschleicherseite wurde verbessert – durch ein Drehkreuz ist es jetzt problemlos möglich, sich nach einem packenden Match im See abzukühlen.

Doch damit noch nicht genug: Mitten im See wurde eine Rettungsinsel fest installiert, die jedoch auch als Schwimmziel zum Entspannen, Ausruhen und Sonnen nutzbar ist. Und ebenso kann sich der Kanuverein freuen: durch verankerte Bojen sind ab diesem Jahr Wettkämpfe auf dem Schleichersee unter optimalen Bedingungen möglich.


Wolfgang Weiß, Geschäftsführer der Jenaer Bäder&Freizeit GmbH, stürzt sich eine Woche vor Saisoneröffnung wagemutig in die gerade einmal 10° kalten Fluten des Schleichersees.

Um all diese Neuerungen und die Saisoneröffnung gebührend zu feiern, veranstaltet die Jenaer Bäder&Freizeit GmbH am 28. April ein großes Fest. Ab 12 Uhr sind die Tore am Südbad geöffnet und Cocktails stehen an der Bar bereitet. Ab 18 Uhr spielt Larry Schuba, Countrystar der Band „Western Union“, live am See. Der Eintritt hierfür ist frei, lediglich eine kleine Künstlerpauschale von einem Euro wird auf das erste Getränk erhoben.

Wer sich lieber im Ostbad tummeln möchte, muss sich noch eine weitere Woche gedulden. Am 05. Mai öffnen sich dann die Tore im zweiten Jenaer Freibad, welches ab dieser Saison einen deutlich größeren Parkplatz zu bieten hat. Auch das allseits beliebte Frühschwimmen findet dieses Jahr wieder statt – jeden Dienstag und Donnerstag ab 7 Uhr können Frühaufsteher für eine Stunde ihre Bahnen ziehen. Zudem laufen die Vorbereitungen für die Umbauarbeiten auf Hochtouren, so dass nach der Saison auch das Ostbad einer Sanierung unterzogen wird. Doch erst einmal wird fleißig gebadet.

Die Eintrittspreise bleiben wie schon in den vergangen Jahren auch in dieser Saison stabil.

Das Stadtmagazin07 wünscht allen Badefreunden einen tollen Start in die Sommerbadesaison und viel Spaß im kühlen Nass!

Text und Bilder: Michael Stocker

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13. April 2012 | Allgemein, Ausstellung

Das GrunzMobil kommt

Von Stadtmagazin 07


Am 17. und 18. April kommt das aufsehenerregende GrunzMobil der Albert Schweitzer Stiftung nach Jena. Es handelt sich um ein schweineförmiges Fahrzeug mit Videoinstallation, das über industrialisierte Massentierhaltung aufklären möchte.

Fleisch ist ein anonymes Lebensmittel – und das geht zu Lasten der Tiere. Um das zu ändern, besucht die „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ mit ihrem GrunzMobil 100 deutsche Städte.

Auf der Videoleinwand des GrunzMobils werden verschiedene Filme gezeigt, die teils Sympathie wecken und teils zum Nachdenken anregen sollen: So können die Zuschauer sehen, wie gut es Schweinen, Hühnern und Kühen geht, die der Massentierhaltung entkommen sind, gleichzeitig werden aber auch Blick hinter die Mauern der Mastanlagen und Schlachthöfe ermöglicht.

Für alle diejenigen, die daran interessiert sind, häufiger oder nur noch vegetarisch zu essen, halten die Aktiven der „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ vor Ort verschiedene Informationsmaterialien bereit. Außerdem werden Unterschriften zur Abschaffung der quälerischen Massentierhaltung gesammelt.

Wo: Holzmarkt 1, Jena

Wann: 17. und 18.04.2012 jeweils von 11 bis 19 Uhr


Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich seit dem Jahr 2000 gegen die industrialisierte Massentierhaltung und für die Förderung einer tierfreundlichen Ernährung ein. Mehr erfahren Sie auf www.albert-schweitzer-stiftung.de

Text: Florian Berthold
Bild: Albert Schweitzer Stiftung

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13. April 2012 | Allgemein, Kultur

Hegel heute

Von Stadtmagazin 07


Jenaer Studenten initiieren Vortragsreihe zur Aktualität der Hegel’schen Philosophie.

‚Was? Du studierst Philosophie? Das ist mir zu trocken.’ So schallt es im Alltag den meisten Philosophiestudent_Innen, aber auch vielen anderen Studierenden aus den geisteswissenschaftlichen Fachbereichen entgegen. Zu abstrakt, weltfremd, theoretische Luftschlösser mit unzureichendem Bezug zur Realität: ganz gewiss jedoch ohne bedeutende wirtschaftliche oder gesellschaftliche Relevanz – so der (all)gemeine Vorwurf. Mit dem Vorsatz, diesen Vorwurf sogar an einem der gefürchtetsten Philosophen zu widerlegen, haben sich daher elf Student_Innen der Philosophie und Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena als studentische Initiative zur Organisation einer Vortragsreihe zusammengefunden.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel – allein die Nennung seines Namens verursacht bei so manchem das Aufstellen der Nackenhaare. Der Legende nach sei es die Lektüre seiner Werke, die in den Bibliotheken der Welt für die schlechte Luft verantwortlich ist – angeblich aufgrund rauchender Köpfe.

Die geplante Vortragsreihe mit dem Titel „Hegel in Transformation – Praktische Philosophie und Gesellschaftstheorie nach Hegel“ soll in der Zeit vom 17.04.–26.06.2012 stattfinden. Da diese interdisziplinär ausgerichtet ist, finden neben philosophischen und soziologischen Themen beispielsweise auch solche aus den Bereichen der Geschichts- und Kommunikationswissenschaften, der Politikwissenschaften oder der Psychologie Beachtung. Das Spektrum der Referenten reicht dabei von dem christlich-jesuitisch geprägten Philosophen Prof. Dr. Georg Sans (Rom) über den diesjährigen Inhaber der Schillerprofessur der FSU, Charles Taylor (Toronto) bis hin zu dem sich zeitweise an der Occupy-Bewegung beteiligenden, slowenischen Intellektuellen und psychoanalytischen Kulturkritiker Slavoj Žižek (Ljubljana).

Da trotz vielseitiger Förderung gegenwärtig noch eine ’mikromonetäre’ Finanzlücke besteht, um alle Flüge und Kosten für Logis der Referenten abdecken zu können, laden die Veranstalter vorab zu einer Solidaritätsveranstaltung „Tanzen für Hegel 2.0“ ein, die am 19.04. ab 21 Uhr gemeinsam mit den FSR Philosophie und Soziologie im Rosenkeller veranstaltet wird.

Die Vortragsreihe ist übrigens für alle Interessierten offen, der Eintritt frei. Termine und weitere Informationen gibt’s auf der Internetseite: hegelintransformation.blogsport.de

Text: Florian Berthold
Bild: Studentische Hegel-Initiative

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13. April 2012 | Musik

Recordstoreday im Fatplastics

Von Stadtmagazin 07


Der RECORD STORE DAY am 21. April 2012 ist der einzige Tag im Jahr, an dem die unabhängigen Plattenläden mit ihren Kunden weltweit die Vinylkultur zelebrieren.

Der Geruch von Vinyl, das Gefühl, unzählige Platten beim Blättern durch die Finger gleiten zu lassen. Sich durch Stapel von LPs zu hören während dir der Verkäufer kommentarlos einen Kaffee hinstellt. Mit wildfremden und gleichermaßen Gestörten über so lebenswichtige Themen zu streiten, welches Morrissey-Soloalbum nun das Beste ist (und vor allem warum) oder ob Radiohead totale Genies oder doch komplett überschätzt sind. Den Laden nach ein paar Stunden mit einer Tüte voller Neuentdeckungen wieder zu verlassen um dann zu Hause irritiert festzustellen, dass man die Platte, wegen der man eigentlich da war, im Eifer des Gefechts völlig vergessen hat. All das gibt’s nicht online und schon gar nicht beim Elektrodiscounter. Natürlich kann man Musik auch da kaufen, aber das wirkliche Erlebnis gibt’s nur dort – im Plattenladen!

Es ist tatsächlich ein internationales Event geworden: USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Frankreich, Deutschland, Holland, Belgien, Italien, Japan, Hongkong, Australien und Neuseeland nehmen am offiziellen RECORD STORE DAY, der jedes Jahr am dritten Samstag im April stattfindet, teil.

Der Fatplastics Recordstore Jena beteiligt sich dieses Jahr ebenfalls am RECORD STORE DAY und hat als Extrabonus am Samstag, den 21.04. bis 18 Uhr geöffnet.

www.fatplastics.de
www.recordstoredaygermany.de

Flyer: fatplastics
Text: Recordstoreday

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3. April 2012 | Musik

Klingklang Osterei im Kassablanca

Von Stadtmagazin 07


Wer seinen Ostersonntag mit einem musikalischen Glanzpunkt beenden möchte, sollte am 8. April den PRIMAKLIMACLUB mit Marbert Rocel und der Hortkindermafia auf der Tagesplanung festsetzen.


Marbert Rocel sind viel mehr als nur eine beliebige Elektronik-Kombo. Marbert Rocel sind leichtfüßig und doch schwer greifbar. Luftig, locker – und teils auch recht lustig tanzen ihre Töne durch den Raum. Die Band entstand vor zehn Jahren in Erfurt. Erst waren es nur DJ Malik, der Rap auflegte und produzierte, und Panthera, der zu der Zeit noch seine Wäsche bei den Eltern wusch. Doch immer wieder zog es sie auch ins eigene Studio in Leipzig: Dort entstand dann im Herbst/Winter 2011 das neue Album “Small Hours”, erschienen auf Compost Records.
Nach dem Osterkonzert im Kassablanca bekommen die ’Rocels’ Unterstützung von der Hortkindermafia: Das DJ-Duo besteht seit knapp zehn Jahren, erfreut seit 2003 Menschen mit seiner Musik und veranstaltet zudem das kleine aber weit mehr als feine „Cucuma-Festival“ bei Gotha.


PRIMAKLIMACLUB is not a bird farm – mit Marbert Rocel + Hortkindermafia
Kassablanca, So. 08.04.2012 

www.primaklimaclub.de
www.marbertrocel.com


Flyer: Toci

Text: Kassablanca

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1. April 2012 | Gedruckte Ausgabe

Neues Magazin: jetzt erhältlich!

Von Stadtmagazin 07


Die neue Ausgabe 35: April 2012 unseres Magazins finden Sie kostenlos an den gewohnten Auslagestellen und im Abo.

Viel Spaß beim Lesen!

Sie können diese auch in unserem Downloadbereich als PDF herunterladen.

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