27. Februar 2011 | Kultur, Musik

Auge in Auge mit dem wilden Tier

Von Maxi Gade


Zwischen Koyoten und Wölfen ein wenig Melancholie

02.03.2011│20.00h│Volksbad│Wendy McNeill│‘For the wolf, a good meal’

Das fünfte Album der zierlichen Kanadierin erreicht uns wieder aus ihrer Wahlheimat Schweden. ‚For the Wolf, a Good Meal’ ist ein wunderbar analoges Konzeptalbum, ein melancholischer Dialog zwischen den Akteuren Cora, Elyse, Eddy, Mary und Krig und ihren Schicksalen.

Wendys schwer atmendes Akkordeon, längst zum Markenzeichen der Hippietochter geworden, prägt den Stilfundus für ihren aus dem elterlichen Vinylregal genährten ‚Folk Noir’. Ihr unüberhörbar frankokanadisch inspiriertes Akkordeonspiel fand seinen Weg schon in zahlreiche Filmmusiken und Theaterproduktionen.

Aus den Oeuvres von Woodie Guthrie, Leonard Cohen, Joni Mitchell, John Prine wie auch Steve Reich, Meredith Monk, Laurie Anderson und Tom Waits schöpft die Wahlschwedin komplexe musikalischen Einflüsse und ‘weirde’ Stimmungen.

Der Liederschatz von ‚For the Wolf, a Good Meal’ klingt sehr viel zärtlicher und filigraner als die akkordeonbetonte und robuste ‚A Dreamer´s Guide to Hardcore Living’. Sonor wummernder Bass, getupfte Kesselpauke, dezente, dissonant scheppernde Percussion und eine erzählende, dabei aber nie geschwätzige Gitarre geben den Ton an und zaubern Atmosphären, hypnotischer und unheimlicher denn je. Wendys instrumentales Pandämonium ist u.a. bevölkert mit asthmatischer Pfeifenorgel, suizidalem Harmonium, wie im Sturm verhallten Glocken, sonorer Kesselpauke, Marimba und Vibraphon. Über allem hängt ein Hauch von staubiger Vaudeville, wenn sie wie in ‚Flick of the Wrist’ in ihr bourbonraues Timbre verfällt. Nie klang Wendy fragiler und ergreifender als im Opener ‚Our Time’, das mit einem einsamen Akkordeontune den Ton setzt für 12 unerhörte Geschichten von schrägen Typen, wilden TierMenschen, Amour Fou, gänsehauttreibender Naturmagie und Geistern, für die das Wasser die Kulisse bildet.

“Wenn sich jemals eine Künstlerin nicht kategorisieren ließ, dann wohl Wendy McNeill aus Kanada. Immer hart an der Grenze zum Masochismus wechselt sie mühelos von sexy und schwül zum gespenstischen Walzer, im Hintergrund eine geloopte Engelsstimme, die eigentlich auf ‚Goldfrapps’ Utopia gehört. All das ist so intelligent widersprüchlich arrangiert, aber dabei so kombiniert, dass ein oftmals durchgeknalltes und buntes, bisweilen makabres Meisterwerk entsteht.“
Wears The Trousers Magazine

Text: Maxi Gade
Foto: Vinciane Verguethen

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27. Februar 2011 | Ausstellung, Jena

Mit leichter Pinselführung

Von Maxi Gade


Aquarell-Impressionen in der Bibliothek der FH Jena

28.02.2011│17.00h│Fachhochschule Jena│Bibliothek│Gebäude-, Natur- und Winterimpressionen

Zarte Gebäude-, Natur- und Winterimpressionen erwarten den Besucher in der diesjährigen Aquarell-Ausstellung der Jenaer Volkshochschule. Sie wird am 28. Februar, um 17.00 Uhr in der Bibliothek der Fachhochschule Jena eröffnet.

Die Bilder, die bis zum 20. Mai dieses Jahres zu sehen sein werden, sind Arbeiten der Teilnehmer des VHS-Kurses „Aquarellmalerei“ bei Ulrike Rochlitzer. Eines dieser Aquarelle zeigt den Forstturm in Jena, gemalt von Gitte Köcher. Mit leichter Pinselführung fing sie die Anmut eines Winter­spaziergangs zu dem 25 Meter hohen Kriegerdenkmal ein.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, die Aquarell-Impressionen in der Bibliothek der Fachhochschule Jena zu besichtigen – und damit vielleicht einen neuen Blick auf Altbekanntes zu erhalten.

Text: Katharina Heidecke
Foto: Volkshochschule Jena

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25. Februar 2011 | Bühne, Kinder, Kultur

Ein Puppenspiel für Bücherwürmer

Von Maxi Gade


Das Theater Rudolstadt zeigt Cornelia Funkes „Tintenherz“ in Kooperation mit dem Theater Waidspeicher Erfurt

17.04.2011│15.00h│theater rudolstadt│Großes Haus│ Kooperation mit dem Theater Waidspeicher Erfurt │Tintenherz (nach Cornelia Funke)│

Cornelia Funkes „Tintenherz“ ist ein Bestseller. Ob als Buch, als Film- oder Theateradaption – Millionen Kinder und Jugendliche hat der Roman seit seinem Erscheinen 2003 in den Bann gezogen. In einer Version für Puppenspiel findet der Roman nun auch den Weg auf die Bühne des theater rudolstadt.

Regisseurin Kristine Stahl inszeniert ein Puppentheater für Kinder ab acht Jahren, in dessen Mittelpunkt die Romanfiguren Meggie und ihr Vater Mo stehen. Beide besitzen die magische Fähigkeit, Bücher so vorzulesen, dass die Figuren lebendig werden und aus der Tinte das Blut des Lebens wird. Aber nicht nur die guten, sondern auch die bösen Helden profitieren von dieser Gabe.
Natürlich geschieht an einem stürmischen Abend, was geschehen muss: Der Dämon Capricorn und seine beiden Handlanger springen aus den eng bedruckten Seiten der vermeintlichen Gute-Nacht-Geschichte in die Realität. Und weil das infernalische Trio keine Lust hat, ewig im finsteren Mittelalter zu hocken, will es alle restlichen Bücher, in denen seine Geschichte beschrieben ist, vernichten. Doch Meggie und Mo setzen alles daran, die Ausreißer wieder zwischen die Buchdeckel zu zwingen. Dabei erhalten sie Unterstützung von der robusten Tante Elinor, die auch eine leidenschaftliche Büchersammlerin ist.

Zu erleben sind die Puppenspieler Anna Fülle, Paul Günther, Tomas Mielentz und Martin Vogel in der Ausstattung von Kathrin Sellin und Udo Schneeweiß.

Die ersten Vorstellungen sowie die Premiere des Stücks am 01.03.2011 sind bereits ausverkauft. Karten sind derzeit noch für die Familienvorstellung am 17. April um 15 Uhr unter Telefon 03672/422766 und an sämtlichen Vorverkaufsstellen erhältlich.

Autor: Maxi Gade
Foto: Lutz Edelhoff

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24. Februar 2011 | Song des Tages

Song des Tages

Von Stadtmagazin 07

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24. Februar 2011 | Allgemein

Radiohead: Der Blumentanz des Thom York

Von Stadtmagazin 07

Letzten Freitag war es endlich soweit. Radiohead haben ihr neues Album ‘The King of Limbs’ veröffentlicht. Wie immer bei Radiohead ist alles ein bisschen spezieller ähm experimenteller als bei anderen Bands. Dies wird erwartet und gerne erfüllt. So kann man im aktuellen Video zum Song ‘Lotus Flower’ Sänger Thom York fünf Minuten beim enthusiastischen Ausüben seines sehr eigenwilligen Tanzstils zuschauen. Das Internet ist schnell und schon gibt eine Menge MashUps die dieses Video mit anderen Musiktiteln remixen, in denen Thom zu anderer Musik tanzt. Eine kleine Auswahl präsentieren wir Euch hier.

Doch zur Einstimmung hier erstmal das Original:

Und los gehts: hier vier MashUps, die man diversen Video-Plattformen findet:
Thom Yorke: Meet Beyoncé.
Radiohead: Lotus Ladies

Und auch zu Chart-Hits tanzt er ganz herausragend:
Thom Yorke dance We no Speak Americano (Pa Panamericano) – Radiohead

Der Erschaffer des nächsten Clips scheint seine persönliche Meinung zu Thoms Tanzstil im Video versteckt zu haben. Ts,ts,ts.

Radiohead – Lotus Flower – Special Extended Edition New Song!

Geradezu speziell und viel zu kurz ist hingegen Thoms Tanz zur Musik der englischen Kult-Fernsehsendung ‘Benny Hill’, die wunderbar zu Thoms Kopfbedeckung passt.
Benny Hill of Limbs

Tanz Thom, tanz.

Videos: Dailymotion.com, YouTube.com, Vimeo.com;
Autor: Florian Berthold

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23. Februar 2011 | Bühne, Kultur

Nach Hause telefonieren?

Von Maxi Gade


Wolfram Lotz legt die ‘Außenwelt in Splitter’

24.02.2011│20.00h│Deutsches Nationaltheater Weimar│foyer III│Premiere/Uraufführung│einige nachrichten an das all

Mehrere unbehauste Gestalten treffen in diesem Theaterstück des jungen Autors Wolfram Lotz aufeinander: zwei Krüppel, die an Beckettsche Clowns erinnern, aber auf keinen Godot mehr hoffen dürfen; der Alleinerziehende Klaus, dessen Tochter bei einem Autounfall ums Leben kam, und der einen Adressaten für seinen Schmerz sucht; Kandidaten einer Talkshow, die ihre persönlichen Botschaften ans All senden wollen. Und Kleist, der Autor, dem „auf Erden nicht zu helfen war“. Sie alle leiden an der kosmischen Verlorenheit, und nur der Leiter des Fortgangs sorgt noch für etwas Unterhaltung inmitten der Leere. Doch Lotz‘ Figuren wollen sich nicht abfinden mit der Sinnlosigkeit ihres Daseins. Sie kämpfen um ein Leben nach dem Tod, beharren auf ihren Sehnsüchten, riskieren ihr Leben für fixe Ideen. Und selbst dem Leiter des Fortgangs fällt es immer schwerer, seinen Unterhaltungsbetrieb routinemäßig am Laufen zu halten.
Diese verzweifelt-komische Suche wahlloser Figuren nach Zugehörigkeit, Anerkennung, Liebe kennt Trash und Tragik. Vor allem aber kennt sie den Kreislauf aus Zerstörung und Wiederaufbau, Aussichtslosigkeit und  Orientierung.

Die Premiere unter der Regie von Anette Pullen am 24.02. wird gleichzeitig Uraufführung dieses Auftragswerks von Wolfram Lotz sein.
Der Autor, geboren 1981 in Hamburg, studiert seit 2007 Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er verfasste unter Anderem Drehbücher, Essays, Erzählungen und Gedichte. Er war Mitbegründer und -herausgeber der Literaturzeitschrift Minima und ist seit 2010 Redakteur von EDIT. Für sein Stück ‘Der große Marsch’ wurde er mit dem Werkauftrag des Theatertreffen-Stückemarkts 2010 sowie dem Publikumspreis ausgezeichnet. Außerdem bekommt er hierfür im Oktober 2011 den Kleist Förderpreis verliehen. Mit ‘Einige Nachrichten an das All’ wurde er zu den Werkstatttagen 2010 am Wiener Burgtheater eingeladen, bevor es im Februar 2011 am DNT Weimar zur Uraufführung gelangt.

Autor: Maxi Gade
Foto: Stephan Walzl

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22. Februar 2011 | Allgemein

Mahlzeit! Lasst es Euch schmecken-Western Spaghetti.

Von Stadtmagazin 07

Lecker Schmecker Nudeln! Alles sieht appetitlich und ansehnlich aus. Doch verdaulich dürften diese Western Spaghetti im Kurzfilm von Stop-Motion-Magier PES eher schwer im Magen liegen. Seit ca. 2005 ist PES einer der bekanntesten Stop-Motion-Filmer. Schaut es Euch an und ihr wisst warum.

Autor: Florian Berthold
Video: YouTube

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22. Februar 2011 | Bühne, Kultur, Musik

Ein Leben für das Theater und sein Publikum

Von Maxi Gade

Uschi Amberger und Toni Steidl mit neuem Lieder- und Chanson Programm

25.02.2011│20.00h│Premiere│theater rudolstadt│Schminkkasten│Uschi Amberger und Toni Steidl│‘Das glaubt mir doch kein Mensch’

! Die Premiere sowie erste weitere Veranstaltungen sind leider ausverkauft. Karten gibt es noch für den 18. März und den 8. und 10. April !

Ihre Fans werden sich freuen. Endlich ist es wieder so weit: Uschi Amberger bringt am kommenden Freitag ein neues Programm auf die Bretter der Schminkkasten-Bühne. Begleitet von dem freundlich-schrulligen Toni Steidl am Klavier erzählt die gefeierte Diseuse, ein echtes Rudolstädter Theaterurgestein, mit allerlei Anekdoten und musikalischen Einlagen von ihrem turbulenten Künstlerleben.

Der Abend kann lang werden: Uschi Amberger blickt auf reiche und intensive Zeiten zurück.  Erst am 11. November des letzten Jahres feierte sie ihren 70. Geburtstag. Sie holt Geschichten von ersten Rollen und zweiten Chancen, von kaputten Klavieren und gefährlichen Mixgetränken, von Gewerkschaftsbossen, Clowns und singenden Kollegen auf eben jene Bühne, die neben Oper und Kabarett Dreh- und Angelpunkt ihrer Karriere war. Doch beschränkt sich der neue musikalische Abend nicht auf die Anekdoten aus Künstlergarderoben. Zu exemplarisch ist ihre Biografie. Im Krieg geboren und in der DDR groß geworden landete Uschi Amberger schließlich in der deutschen Einheit. Allen Wechselfällen der Geschichte zum Trotz blieb sie sich und Rudolstadt treu.

Mittlerweile hat Uschi Amberger zusammen mit Toni Steidl unzählige Lieder- und Chanson-Programme für den Schminkkasten geschrieben. Ihr Publikum, das ihr sehr am Herzen liegt, dankte es ihr stets mit großer Begeisterung und ausverkauften Vorstellungen. Immer wieder verkündete Uschi Amberger ihr definitiv letztes Programm. Umso schöner, dass die preisgekrönte Unterhaltungskünstlerin ihr Versprechen jedes Mal brach und mit ‘Das glaubt mir doch kein Mensch’ nun ein weiterer Abend folgt.

Karten gibt es am Kartentelefon unter 03672/422766.

Autor: Maxi Gade
Foto: www.theater-rudolstadt.com

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22. Februar 2011 | Jena, Lesung

Literatur in der Villa

Von Maxi Gade

Die zweite Veranstaltung der Reihe “Literatur in der Villa Rosenthal” ist für diesen Sonntag angekündigt

27.02.2011│15.00h│Villa Rosenthal│Lesung│Lutz Rathenow begrüßt Bärbel Klässner

Der Berliner Literat mit Jenaer Wurzeln Lutz Rathenow wird die neue Stipendiatin des Stadtschreiber-/ Literaturstipendiums Bärbel Klässner vorstellen. Die gebürtige Magdeburgerin mit Lebensmittelpunkt in der Ruhrgebietsmetropole Essen hat eine bewegte Ost-West-Biografie aufzuweisen und auch vielfache Bezüge zur Stadt Jena. So studierte sie an der FSU, arbeitete später in der sogenannten „innerkirchlichen Opposition“ und erlebte in Jena die stürmische Zeit des Herbst 1989, bevor sie 1990 die Stadt verließ. Der Kontakt nach Jena blieb erhalten, weil auch eine ihrer Töchter bis vor kurzem an der FSU studiert hat. Bekannt sind in Thüringen vor allem Bärbel Klässners Lyrikveröffentlichungen. Jetzt arbeitet sie an einem Essayband, in den die Jenaer Texte einfließen sollen. Mit ihrem Vorhaben, Biografien Jenaer Bürgern nachzuspüren und sie in neuer, prosaischer Form den nachfolgenden Generationen zu erhalten, konnte sie – besonders aufgrund ihres eigenen biografischen Hintergrundes – die Jury überzeugen.

Seit dem 01.01.2011 ist Bärbel Klässner als erste offizielle Stadtschreiberin Jenas in der Villa Rosenthal zu Gast. Zusammen mit der südkoreanischen Künstlerin Jeong-Eun Lee, ebenso Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendiatin, ist Bärbel Klässner in der Mälzerstraße 11 untergebracht. Dort möchte sie sich bis Juni dieses Jahres gedanklich-kreativ besonders der ‘geistigen Mangelwirtschaft’ in der DDR widmen – ein Thema, zu dem sie selbst einiges zu sagen, erzählen, schreiben weiß. Dennoch appelliert sie an die Erfahrungen und entsprechende Unterstützung des Projekts durch die Jenaer Bevölkerung.

Eine erste Kontaktmöglichkeit bietet vielleicht diese nächste Lesung in der Villa Rosenthal, auf der beide Literaten, Lutz Rathenow und Bärbel Klässner, aus ihren aktuellen und bisher unveröffentlichten Werken lesen werden.

Der Eintritt ist frei. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Leider können aufgrund der räumlichen Verhältnisse im ersten OG nur 70 Plätze vorgehalten werden.

Autor: Maxi Gade

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20. Februar 2011 | Allgemein, Freizeit, Kultur

Jeder hat ein Geheimnis

Von Maxi Gade


… und mit ‘Post Secrets’ kann es jeder erfahren.

Es hat etwas Exhibitionistisches, ein persönliches Geheimnis auf selbstgemachter Postkarte an einen Briefkasten in Germantown, USA zu schicken, die dann von Millionen neugierigen Lesern auf der Website oder in Büchern angeschaut wird. Aber es funktioniert: 2005 wurde dieses Kunstprojekt von Frank Warren gegründet, bis heute hat sich die Homepage zu einem nicht mehr ganz geheimen Tipp des World Wide Webs gemausert. Die onlinegestellten Postkarten werden regelmäßig aktualisiert und lediglich für Bücher archiviert – was jetzt zu sehen und lesen ist, wird es also nicht auf lange Zeit in dieser Form bleiben.

Ein oft erfreulicher, manchmal nachdenklich machender Surftipp für Zwischendurch!

www.postsecret.com

Autor: Maxi Gade
Foto: Screenshot von www.postsecret.com

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20. Februar 2011 | Musik

Herausragendes für die Ohren

Von Maxi Gade


Naheliegend: die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und die Jenaer Philharmoniker machen gemeinsame Sache

24.02.2011│20.00h│Volkshaus│4. Philharmonisches Konzert Reihe B – “Die Besondere Reihe”│Exzellente Sinfonik

Am 24. Februar findet 20 Uhr im Volkshaus ein im bewährten Sinne –   fast schon – klassisches Konzert in der “ausgefallenen” B-Reihe statt. Vielleicht nicht so experimentell wie beim letzten Mal aber dennoch besonders. Der Solist am Violoncello Michael Peternek und Dirigent Daniel Huppert haben in Absprache mit der Jenaer Philharmonie und der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar ein Programm zusammengestellt, das den Namen „Exzellenzkonzert“ unterstreicht.

Arvo Pärts „Cantus in Memoriam Benjamin Britten“ ist eine Elegie, die in dem vom Komponisten selbst entwickelten  beschaulichen Kompositionsstil Tintinnabuli (lat. Glöckchen) verfasst wurde. “Ich arbeite mit einer sehr geringen Anzahl von Elementen – mit einer Stimme, mit zwei Stimmen. Ich baue sie aus den primitivsten Materialien auf: mit dem Dreiklang, mit einer bestimmten Tonalität. Die drei Noten eines Dreiklangs sind wie Glocken”, so Pärt.
Die beiden „Klassiker“ im Programm sind beides bedeutende russische Tonkünstler: Dmitri Schostakowitsch und Peter Tschaikowski.

Zusammen mit den Jenaer Philharmonikern spielt Michael Peternek Schostakowitschs Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107. Mit Peter Tschaikowskis Sinfonie Nr. 5 e-Moll op.64 unter dem Dirigat von Daniel Huppert klingt der Abend im Jenaer Volkshaus aus.

Hier noch einmal das Programm im Überblick:

Arvo Pärt
Cantus in Memoriam Benjamin Britten

Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107

Peter Tschaikowski
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Dirigent: Daniel Huppert
Violoncello: Michael Peternek

Für das Konzert im Rahmen der Exzellenzinitiative der Hochschule für Musik FRANZN LISZT  Weimar sind an der Tourist-Information Karten erhältlich.

Autor: Maxi Gade
Foto: www.jenaer-philharmonie.de

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17. Februar 2011 | Allgemein

Keine grauen Stadtwohnungen

Von Stadtmagazin 07


Der Architekturwettbewerb am Friedensberg für 100 neue Wohnungen der jenawohnen GmbH läuft.

Für das im Mai 2010 erworbene Areal am Jenaer Friedensberg mit einer Gesamtfläche von 15.500 Quadratmetern liegen nun erste Entwürfe der Architekten vor. Mit diesen Projekt schafft jenawohnen 100 neue Wohnungen mit 7.500 Quadratmetern Wohnfläche. Die Investitionssumme für dieses Vorhaben beträgt rund 15 Millionen Euro für die Erschließung und den Neubau. Im Rahmen eines Wettbewerbs haben fünf Architekturbüros aus Berlin, Gera, Erfurt, Leipzig, Weimar und Jena Vorschläge für die künftige Wohnbebauung erarbeitet. „Ziel ist eine Gestaltung unter ökologischen und neusten energetischen Gesichtspunkten, die zugleich modern wirkt und die städtebauliche Qualität des bestehenden Wohnumfeldes positiv beeinflusst“, erläutert Stefan Wosche-Graf, Geschäftsführer der jenawohnen GmbH das Vorhaben. In Anbetracht der fünf Entwürfe ergänzt er: „Wir haben uns bewusst für die Mehrfachbeauftragung der fünf Architekten entschieden, um letztendlich aus allen Entwürfen ansprechende oder praktikable Ideen in die Realität umsetzen zu können und nicht an einen Vorschlag gebunden zu sein.“
 


Die Präsentation der ersten drei Ideen erfolgte am 16.02., zwei weitere Büros stellten ihre Ideen am 17.02. einer Jury vor. Zehn Jurymitglieder, die sich zusammensetzen aus Verantwortlichen der jenawohnen GmbH, Vertretern des Beirates jenawohnen, der Stadt Jena, einem beratenden Projektentwickler sowie einem Anwohner. Lokalen Pressevertretern wurde Einblick in den Entwurf des Büros Worschech Architects aus Erfurt gewährt. 



Für den 22. Februar, 9 Uhr ist eine Zusammenfassung aller eingereichten Ideen durch den Projektberater Alexander Korb in den Räumlichkeiten der jenawohnen geplant, bei der Journalisten herzlich willkommen sind. Über den besten Entwurf oder die beste Konzeptmischung diskutiert und entscheidet die Jury im Anschluss.



In Neubau und Sanierung investiert jenawohnen in den kommenden fünf Jahren 60 Millionen Euro. Über 600 Millionen Euro flossen bereits seit 1991 in die Wohnungsbestände.

Autor: Florian Berthold
Foto: jenawohnen

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17. Februar 2011 | Allgemein, Jena, Kinder

Fingermalfarbe und auf die Plätze, fertig, los!

Von Maxi Gade


Zweiter Elternstreich in Deutschlands Kindergärten: Jetzt für Aktionstag in Jena bewerben

Jena. Triste Räume ohne Farbe und abblätternde Anstriche an Stühlen, Tischen, Garderoben oder Spielgeräten – das ist leider Kinderalltag vielerorts in Deutschland. Vielen Einrichtungen fehlen aufgrund kommunaler Sparzwänge die finanziellen Mittel zur Beseitigung solcher Mängel. Um das zu ändern, unterstützt das Städteportal meinestadt.de nun im zweiten Jahr die bundesweite Initiative “Elternstreich”. Getreu dem Motto “Unser Kindergarten soll schöner werden” können sich kirchliche und private Betreuungseinrichtungen aus Jena für einen Aktionstag in ihrer Kita bewerben.

“Die finanzielle Belastung der Kommunen darf nicht zulasten von Kindern gehen. Kindergärten sollen bunt und fröhlich sein, darum unterstützen wir diese Aktion sehr gerne. Mit Hilfe unseres Städteportals möchten wir
Kindergärten aus Jena und ganz Deutschland mobilisieren, beim Elternstreich mitzumachen und etwas für ihre Einrichtung zu tun”, sagt Thorsten Laumann, Pressesprecher von meinestadt.de.

Die Initiative “Elternstreich” bietet hierbei Hilfe zur Selbsthilfe:
Kindergärten unterstützt sie mit Materialien und fachmännischem Know-how bei der Umgestaltung ihrer Einrichtung. Fünf Kindergärten konnten so im vergangenen Jahr ihre Räume verschönern, zahlreiche weitere Einrichtungen erhielten Renovierungspakete. Weitere Infos zur Initiative gibt es unter
home.meinestadt.de/deutschland/info/elternstreich.

Bewerbungen für den Elternstreich-Aktionstag sind vom 14. März bis 15. Mai 2011 ausschließlich online über die Webseite www.elternstreich.de möglich. Interessierte Hobbyfilmer können in einem Videobeitrag zeigen, warum ihre Kita in Jena frische Farbe gebrauchen kann. Von Projektbeispielen aus dem vergangenen Jahr können Bewerber sich ebenso inspirieren lassen. Eine Bewertung erfolgt vom 02. Mai bis 17. Juni 2011 durch die Internet-Community.

Autor: Maxi Gade
Foto: www.elternstreich.de

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