31. Dezember 2010 | Allgemein

Pffft, Bäng, Heul – Die neun goldenen Knallerböller-Regeln

Von Stadtmagazin 07


Extrem laute Chinaböller, donnernde Kanonenschläge, kreiselnde Hexenhüte, und bunte Raketen – Feuerwerkskörper gehören zu Silvester wie Schokoladen-Ostereier zu Ostern. Bei Hobby-Pyrotechnikern erwacht zur Jahreswende stets neu der Entdeckerdrang zum Abbrennen eines bunten Feuerwerkes inklusive wilder Experimentierfreudigkeit. Zweifelsohne ist ein Silvesterfeuerwerk für staunende Blicke geeignet und für manische Zündler wie auch für Zuschauer gleichermaßen faszinierend. Das Stadtmagazin 07 verrät Euch neun Regeln die es unbedingt für einen sicheren Umgang mit Feuerwerksartikeln zu beherzigen gilt.

Wenn heute Nacht die Zeitverfluggeschwindigkeit weiter fortfährt und wir ins neue Jahr 2011 starten wird der Horizont über uns wieder bunt werden. Raketen und Böller werden Jenas Himmel wird in gleißendes Licht tauchen. Während die einen feiern, herrscht bei Notärzten, Feuerwehren und Polizei Hochbetrieb. Das leichtsinnige Hantieren mit Feuerwerkskörpern und die Verwendung nicht zugelassener Feuerwerksartikel führt jedes Jahr zu zahlreichen Unfällen. Die Gefahr wird unterschätzt. Schaut beim Raketenkauf nicht auf die günstigen China-Varianten sondern lachtet lieber darauf dass Eure Böllerfavoriten mit einer BAM-Nummer gekennzeichnet sein. Dann seid Ihr dabei schon mal auf der sicheren Seite.

Und für alle Frühzündler noch ein heisser Tipp: Laut der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) darf nur am Silvesterabend ab 18 Uhr und bis Neujahr 7 Uhr geböllert werden. Außerdem ist die Knallerei in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Altenheimen und Kirchen verboten.

Damit ihr auch am nächsten Silvester noch ordentlich böllern könnt – ohne Knalltrauma und mit sämtlichen Gliedmaßen – verraten wir Euch folgende Tipps:

Die neun goldenen Böller-Regeln:

1. Kauft bitte nur Feuerwerk mit Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und Materialprüfung (BAM) und BAM-Nummer. Denn zulässig sind nur die Feuerwerkskörper, die ein solches BAM-Zeichen haben und mit Verwendungshinweisen in deutscher Sprache versehen sind.

2. Lest und beachtet die jeweiligen Gebrauchsanweisungen.

3. Hände weg von Billigimporten aus China, Vietnam oder Hongkong! Sie entsprechen oft nicht den deutschen Sicherheitsvorschriften. Die Einfuhr nicht zugelassener Feuerwerkskörper ist nach den Vorschriften des Sprengstoffgesetzes verboten. Dies gilt für den Postversand wie auch für Internetkäufe. Und der Zoll lässt sowieso nichts durch. Lohnt sich also nicht.

4. Lagert die Feuerwerkskörper kühl und trocken in der Originalverpackung.

5. Verwendet nur originalverpackte Feuerwerkskörper, auf keinen Fall selbst angefertigte!

6. Feuerwerkskörper der Klasse BAM-PII dürfen nur von Personen über 18 Jahren gekauft und verwendet werden. Grundsätzlich gehört Silvesterfeuerwerk nicht in die Hände von Kindern.

7. Raketen und Knaller nur im Freien und niemals aus der Hand zünden sowie Raketen nur senkrecht aus sicheren Behältern abfeuern (z.B. aus einer leeren Getränkeflasche). Und nach dem anzünden- Sicherheitsabstand einhalten!

8. Das wusste schon Vati: Zündet nie Blindgänger bzw. Versager auf keinen Fall ein zweites Mal und sammelt am Neujahrstag auch keine Feuerwerksreste auf, denn es könnten noch explosionsfähige Blindgänger darunter sein.

9. Das Schießen und Werfen von Feuerwerkskörpern auf Menschen und Tiere ist tabu! Und ebenso natürlich das Sprengen von Mühltonnen und Briefkästen!

Das Stadtmagazin 07 wünscht Euch einen wunderbaren Start ins neue Jahr & lasst es richtig krachen! Oder besser noch: Spendet Eurer Geld lieber für „Brot für die Welt“!

Autor: Florian Berthold
Fotos: Rike/pixelio.de

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27. Dezember 2010 | Kino, Kultur

Haben Roboter Gefühle?

Von Maxi Gade


Eine Antwort von Spike Jonze

Zum Abschluss des Jahres kommt hier von uns für euch ein Kurzfilmhighlight der besonderen Art: Spike Jonze, bekannt für seine Regiearbeit bei „Being John Malkovich“ und „Adaption“, veröffentlichte im Frühjahr dieses Jahres den Kurzfilm „I’m here“ und stellte ihn auf dem Sundance Film Festival sowie der Berlinale der breiten Öffentlichkeit vor. Seit einiger Zeit kann jeder, der möchte, dieses Kleinod auch online auf der Homepage des Films ansehen: Allerdings ist es täglich nur 5000 Besuchern erlaubt, auf den Film zuzugreifen.

Ein Versuch ist es unbedingt wert, dieser leise erzählten Geschichte einer für uns ungewöhnlichen Liebe zwischen Robotern auf www.imheremovie.com nachzugehen.

Viel Spaß und ein paar schöne Tage wünscht euch das Team des Stadtmagazin07!

Autor: Maxi Gade
Foto: Filmausschnitt

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23. Dezember 2010 | Allgemein

Du musst Druck aufbauen – das Löffelspiel!

Von Stadtmagazin 07

Wenn es euch nach dem Weihnachtsgeschenkerausch am 24. Dezember zu langweilig werden sollte, könnt ihr eure Freunde ja zu einer geselligen Runde “Löffelspiel” einladen. In diesem Video zeigen Euch drei Jungs wie das „Löffelspiel“ genau geht und warum man das wirklich nur mit einem Holzkochlöffel machen sollte.

Autor: Florian Berthold
Video: Youtube.com

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22. Dezember 2010 | Allgemein

Das Feuer der Zarzuela

Von Maxi Gade


Ein Start ins neue Jahr mit Klassikern der spanischen Operette

! Achtung: Nur noch Restkarten für den 1. Januar, 18 Uhr, Meininger Hof Saalfeld!

Denkt man an Spanien, fällt einem neben Tapas, Gaudi und Don Quijote auch das musikalische Vermächtnis des Flamenco oder Bolero ein. Leidenschaft, Ausdruck und Gefühl spielen bei den Tanz- und Gesangskünsten wohl die wichtigste Rolle und machen für uns die größte Faszination aus.

Eine weniger bekannte Musikgattung stellt die spanische Operettenform der Zarzuela dar. Ursprünglich im 17.Jahrhundert als „Unterhaltungsmedium“ des Statthalters der spanischen Krone gedacht, hat dieses Musiktheater eine gemischte Karriere zurückgelegt, die von zeitweiliger Prominenz, Ruhe- und Wiederbelebungsphasen gezeichnet ist. Auch heute noch dürfte, zu Zeiten von Musical und Operettenrevival, die Zusammenstellung einer Zarzuela aus gesungenen und gesprochenen Textpassagen, Volksliedern, Schlagern und Neukompositionen einem großen Publikum gefallen.

Den Versuch starten die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt am 31.Dezember im Theater Rudolstadt und am 1.Januar im Meininger Hof in Saalfeld. Sie haben zur festlichen Gala des Jahreswechsels das spanische Temperament als Feieranreiz auserkoren und prominente spanische Stimmen eingeladen:

Als Solisten der festlichen Konzerte unter der Leitung von Chefdirigent Oliver Weder treten die Sopranistin Laura Alonso und der Tenor Albert Montserrat auf. Sonst in den großen Opern- und Konzerthäusern zwischen Berlin, Buenos Aires und Barcelona unterwegs, werden sie nun Ausschnitte aus bekannten und weniger bekannten Zarzuelas in Saalfeld und Rudolstadt zu Gehör bringen. Darunter auch Teile der sogenannten „Fledermaus“ Spaniens, Barbieris „El Barberillo de Lavapies“. Sie gilt als die Krönung der Gattung Zarzuela und markiert zugleich den Beginn ihres weltweiten Triumphzuges. Gleichfalls auf dem Höhepunkt seines Könnens war Pablo Luna mit der Zarzuela „El niño judío“. Der aragonesische Komponist darf im Programm ebenso wenig fehlen wie seine Kollegen Chapí, Torroba, Giménez, Bretón und Pablo Sorozábal.

Namen, die auch im breiten Repertoire von Laura Alonso zu finden sind. Mit den Melodien aus ihrer Heimat tourte die Sopranistin zuletzt gemeinsam mit der Neuen Philharmonie Westfalen durch ganz Deutschland. Laura Alonso startete ihre Karriere als gerade einmal 23-Jährige am Aalto Theater in Essen, wo sie große Partien ihres Fachs interpretierte. Es folgten international Auftritte als Opern- und Konzertsängerin in renommierten Konzertsälen und Opernhäusern wie u. a. im Concertgebouw Amsterdam, in der Berliner Philharmonie und Staatsoper, Kölner Philharmonie und im Teatre Liceu de Barcelona. Dort war in den letzen Jahren auch der Tenor Albert Montserrat immer wieder anzutreffen. Zu weiteren wichtigen Stationen seiner Laufbahn gehören Konzerte mit dem Berliner Sinfonie Orchester, im Konzerthaus Wien, wo er zusammen mit Lucia Aliberti und Montserrat Caballé auftrat.

Die beiden Konzerttermine am 31. Dezember sind längst ausverkauft. Für den 1. Januar, 18 Uhr im Meininger Hof in Saalfeld sind noch Restkarten zu haben unter Telefon: 03672/422766.

Auto: Maxi Gade
Foto: Isaac Morell

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22. Dezember 2010 | Allgemein, Jena

Freiwillige dringend gesucht!

Von Maxi Gade


Blutspende „zwischen Gänsebraten und Silvesterknallern“

Jeden Tag, so betont das Institut für Transfusionsmedizin  des Universitätsklinikum Jenas, werden mehrere hundert Blutspenden benötigt. Da der Bedarf an Spenden auch zwischen den Feiertagen nicht abnimmt, ruft das Institut gesondert zum Blutspenden auf.

In der Bachstraße 18 auf dem Gelände des Universitätsklinikums ist im 1.OG der ehemaligen Klinik für Chirurgie auch zwischen den Feiertagen die Blutspendeeinrichtung geöffnet. Vom 21. bis 23. sowie 27. bis 30. Dezember 2010, Montag bis Donnerstag 14 bis 19 Uhr lohnt beim Nachmittagsspaziergang also der Besuch des Spendezentrums – für so manche Patienten stellt die Blutspende schließlich das wichtigste  Weihnachtsgeschenk dar.

Nicht nur an Weihnachten, sondern auch im Rest des Jahres dürfen Spendewillige ihren Teil zu einer funktionstüchtigen Medizin am Jenaer Universitätsklinikum beitragen. Blutspenden findet heute unter hygienisch abgesicherten Bedingungen in unproblematischen Vorgängen statt und beansprucht den Spender nur kurzzeitig. Als Belohnung steht diesmal kulinarisch-weihnachtliche Verpflegung mit heißem Tee und Weihnachtsstollen sowie auch einem besonderem Überraschungs-Imbisspäkchen bereit.

Weitere Hinweise, u.a. auch ein Video zur Vollblutspende für noch Unentschlossene, sind auf der Homepage des Institut zu finden unter www.transfusionsmedizin.uk-j.de/Home.html.

Autor: Maxi Gade
Foto: Universitätsklinikum Jena

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19. Dezember 2010 | Bühne, Kinder

Vom Pol nach Jena mit einer Tonne Fischstäbchen

Von Maxi Gade


Ein Stück für Kinder ab 4 Jahren

20.10.2010│10h│Theaterhaus│Hauptbühne│Der dickste Pinguin vom Pol

Der dickste Mantel reicht bei diesen Temperaturen nicht aus, die Schneeberge türmen sich in den Straßen, der Wind pfeift eisig um die zitternden Nasen. Wir können im Moment gut verstehen, warum der Pinguin aus Ulrich Hubs Kindertheaterstück „Der dickste Pinguin vom Pol“ keine Lust mehr auf diese Wetterverhältnisse hat und auszuwandern versucht. Obwohl er als dickster Pinguin gut gepolstert der Kälte trotzen könnte, macht er sich auf den Weg in wärmere Gefilde und kommt so, ausgestattet mit einer Ration Fischstäbchen und Mayonnaise, auf seiner Eisscholle bei sich selbst an: „Was bin ich denn? Bin ich denn mehr so eine Art Vogel oder bin ich mehr so eine Art Fisch?“. Pinguin und Publikum grübeln so zwischen Fischstäbchennöten und Schollenschmelze und landen schließlich nicht auf der ersehnten Ferieninsel, sondern in einem Jenaer Restaurant. Dort arbeitet der Pinguin, gespielt von Annika Baumann, als Kellner und kommt schließlich doch noch kräftig ins Schwitzen.

Ulrich Hub ist Theaterschriftsteller, Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Seine Stücke werden u.a. ins Französische und Niederländische übersetzt und mehrfach ausgezeichnet.

„Der dickste Pinguin vom Pol in der Inszenierung von Ronny Jakubaschk ist eine Übernahme vom Maxim Gorki Theater Berlin und wurde gerade zum Grenzenlos-Festival Mainz 2010 eingeladen.

Zum letzten Mal gibt es in diesem Jahr die Möglichkeit, dem flüchtigen Pinguin im Theaterhaus Jena zu begegnen. Weitere Vorstellungen finden am 20., 21. und 22. Januar statt.

Autor: Maxi Gade
Foto: Theaterhaus Jena

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19. Dezember 2010 | Kinder, Musik

Sind so kleine Hände – die klatschen, trommeln, winken wollen!

Von Maxi Gade


Ein rockendes Kinderlieder-Duo versüßt den 4.Advent

19.12.│11h│Volksbad│Nino Kann & Pia Pilz

Diese Musik der Großen kann ganz schön langweilig sein und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: L-A-N-G, weil man andauernd zum Stillsitzen aufgefordert wird und W-E-I-L-I-G, da diese Musik irgendwie auch spannender sein könnte. Schön, wenn man zappeln, stampfen, hüpfen und mitsingen darf, schließlich macht gute Musik mächtig Laune.

Die nächste Chance dazu bietet sich diesen Sonntag im Volksbad zusammen mit Nino Kann und Pia Pilz. Beide haben sich die Arbeit mit und für Kinder zur Berufung erkoren: Nino tourt, schreibt und musiziert seit mehr als zehn Jahren für kleine Menschen, Pia kennt das Zappelbedürfnis ihres Publikums durch die Arbeit beim Zirkus „Sparadrap“ in Belgien. Zusammen haben sie ein witziges, charmantes und irgendwie schräges Programm für kleine (und natürlich auch große) Ohren zusammengestellt, das vor allem eins erfordert: Aktivität. Musik macht schließlich vieles mit dem Zuhörer: Sie lässt nicht stillsitzen, rüttelt auf und kriecht in die Beine. Sie beruhigt und lädt zum Zuhören und Nachdenken ein. Sie kitzelt die Lachmuskeln und den Zappelphillipp. Sie tut gut…

Auf sympathische, abwechslungsreiche und lebendige Weise lädt das rockende Kinderlieder-Duo zu einer musikalischen Wochenendüberraschung ein. Mitzubringen sind eine laute Stimme und Klatsch- und Mitmachfreude. Ein Ausflug, der große und kleine Kinder gleichermaßen begeistern und unterhalten wird.

Mehr über Nino Kann und Pia Pilz gibt es unter www.ninokann.de.

Autor: Maxi Gade
Foto: JenaKultur

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18. Dezember 2010 | Musik

Nobody knows

Von Maxi Gade

Junge Pianistin + begnadete Bandmitglieder ergibt…?

18.12.│20h│Volksbad│Olivia Trummer Trio

Keiner weiß, wie sie das macht…oder doch?
Sie begeistert die Fachpresse seit Erscheinen ihres ersten Albums „Nach Norden“ 2006: Die studierte Pianistin und Komponistin Olivia Trummer hat Talent, Feingefühl und Ideen – und ist in dieser Dreigliederung lange nicht erfasst.

War sie größtenteils instrumental unterwegs, geht sie nun auf ihrem dritten Album “Nobody knows” den Schritt in Richtung Vokaljazz und gibt so eine weitere Komponente ihres Könnens preis. Dabei bleibt sie unkonventionell und experimentierfreudig und schafft zusammen mit dem Schlagzeuger Bodek Janke und dem Kontrabassist Antonio Miguel eine anziehende Mischung: westliche klassische Musik trifft auf traditionellen und zeitgenössischen Jazz. Spielfreude auf kompositorisches Können. Rhythmische Komplexität auf artikulatorische Geduld.

Es gilt: sich Zeit nehmen, zurücklehnen und zuhören. Der Moment des Staunens wird nicht ausbleiben.
Weitere Informationen gibt es unter www.oliviatrummer.de.

Autor: Maxi Gade
Foto: JenaKultur

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17. Dezember 2010 | Allgemein

So ist es farbenblind zu sein.

Von Stadtmagazin 07

Ungefähr einer von zehn Menschen hat eine Rot-Grün-Schwäche oder andere Farbenfehlsichtigkeit. Der Regisseur Yoav Brill aus Israel hat einen kurzen aber wunderschönen Animationsfilm darüber gemacht, wie es ist, eine solche Farbsehschwäche zu haben. Und zwar komplett in Farbsehschwächen-Test-Optik. Fein!

Ishihara – English version from Yoav Brill on Vimeo.

Text: Florian Berthold
Video: Vimeo.com

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15. Dezember 2010 | Allgemein

Lust auf besondere Genussmomente?

Von Stadtmagazin 07


Glühwein satt? Dann schnell beim Stadtmagazin07 melden – wir verlosen zwei Kästen Köstritzer Schwarzbier im neuen Design.

Sicher, Weihnachtszeit ist Glühweinzeit: Allerorten, drin wie draußen, trägt dieses heitere Getränk gerade allumfassend dazu bei, dass das Innere mit Wärme gefüttert wird und der Geist bei ’Laune’ bleibt. Allerdings führt allzu reger und unmäßiger Genuss mitunter doch schon mal dazu, dass man das gute Zeugs fürs erste und nächste nicht mehr sehen, geschweige denn trinken mag. Dann ist es höchste Zeit für eine Rückbesinnung auf potentielle, trinkbare Alternativen, die die Winterzeit auf vergleichbare Weise wohlig geschmackvoll ausgestalten können. Stadtmagazin07 wärmt sich gegenwärtig auch schön am Glühwein, hat sich jedoch parallel dazu einen größeren Vorrat jenes Getränks zugelegt, dass hierzulande zu jenen trinkbaren Köstlichkeiten gehört, die besonders gern in Gesellschaft getrunken werden – Köstritzer Schwarzbier.

Weihnachtlich gestimmt sind wir natürlich gern bereit, dieses Vorrat ’schwarzen Goldes’ mit euch zu teilen: Wer sich bis zum 17. Dezember 2010 per eMail unter leserpost@stadtmagazin07.de meldet, hat gute Chancen, noch vor Weihnachten sich einen der beiden zur Verlosung bereitstehenden Köstritzer Schwarzbierkästen, die seit Anfang Dezember im neuen Design erscheinen, bei uns in der Redaktion abholen zu können. Mit dem eleganten Rot-Schwarz und der fein perlenden Optik macht das neue Antlitz der Kästen auch einiges her: Man braucht diese gar nicht mehr im Keller oder in der Kammer verstecken, sondern kann sie gleich mit ins Wohnambiente integrieren – zumal, wie Köstritzer verlauten lässt, die Kästen nicht nur über neu geformte, ergonomische Griffe verfügen, sondern dank eines besonderen Label-Verfahrens sich jetzt auch noch kratzfester und langlebiger präsentieren.

Also, wenn ihr selbst einen dieser gefüllten Kästen bei euch stehen haben wollt, schreibt uns schnell eine eMail. Alles was wir dafür von euch wissen wollen, ist folgendes: Trinkt ihr im Winter auch warmes Bier?

Text: Florian Berthold
Foto: Köstritzer

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15. Dezember 2010 | Bühne, Kultur, Musik

Ganz selbstgemacht – von allen, für alle

Von Maxi Gade


Es weihnachtsfugelt auch dieses Jahr kräftig im und ums Café Wagner

Was als Wortneuschöpfung getarnt durch die verschneite Wagnergasse geistert, schickt sich an, zur Tradition zu werden. Wie im letzten Jahr lädt der summerfugl e.V. zum weihnachtlichen Beisammensein mit Unterhaltung verschiedenster Art und lässt dabei sein persönliches Anliegen des kulturellen Austausches, des Miteinanders mit allen und für alle, nicht außer Acht.

Diesen Donnerstag, den 16.12.2010 ab 21Uhr (pünktlich!) treffen so im Café Wagner Gäste verschiedenster kultureller Prägung aufeinander: Das Spoken-Words-Projekt Schwindel mit Rex Joswig an forderster Front („wildester Rocker der DDR“, wie die Zeit Nr.45/2004 titelte) bringt Text und musikalische Unterfütterung zur Einstimmung des Abends auf die Bühne, gefolgt von einem „subversiven Krippenspiel“, das die Theatermannen und-frauen des Rhabarberkomplotts zu verantworten haben.

Für die musikalische Abrundung und den tanzlastigeren weiteren Verlauf des Abends sorgen ghostlab und DJ Quasimono feat. Jason an den Plattentellern bzw. Drehknöpfen. Der Schritt nach draußen in die Kälte lohnt zudem, da den Wagemutigen im Hinterhof Lagerfeuer und Glühwein erwarten. Und was ist mit den Überraschungen, von denen gesprochen wird…?

Ein persönliches Anliegen des Vereins stellt die aktuelle Spendenaktion zur Winterzeit dar: Wer nach Deutschland kommt und sich durch Einreisebestimmungen und Asylverfahren kämpfen muss, findet sich zumeist in Erstaufnahmestellen wie jene in Eisenberg wieder. Die zeitweilige Unterkunft beherbergt im Moment  über zweihundert Menschen, die nur unzureichend ausgestattet und bekleidet jegliche Habseligkeiten in ihrer Heimat zurück lassen mussten.

Schnelle Hilfe ist also geboten: Wer Handschuhe, dicke Schals und Mützen, wärmende Socken oder andere absolut nötige, für uns selbstverständliche, Kleidungsstücke spenden möchte, kann diese mit ins weihnachtsfugelnde Wagner bringen. Mitgebrachte Spenden verringern für diesen Abend den zu zahlenden Eintrittspreis. Das Wagner nimmt Spenden, die nicht am Donnerstag abgegeben werden können, auch während der ganzen Woche in Empfang.

Wichtig: Bitte achtet auf die vertretbare Qualität der Spendenbeiträge. Der Winter ist kalt und alte, kaputte Socken oder ausgedünnte Mützen können nur unzureichend helfen.

Jedes abgegebene wärmende Kleidungsstück wird wie ein kleines Geschenk den Weg zur Weihnachtsfeier in die Erstaufnahmestelle Eisenberg nehmen – was dann passiert, berichtet später der summerfugl e.V. So versteht sich der summerfugl e.V. einmal mehr als Brückenschläger zwischen den Kulturen und verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen: Es darf geweihnachtet, getanzt und gespendet werden!

Ein Dank an alle Unterstützer!

Weitere Informationen, auch über den aktiven, sehr tatkräftigen Verein in der Kulturlandschaft Jenas summerfugl e.V. gibt es unter:

www.summerfugl.de
www.myspace.com/schwindelei
zum Spoken-Words-Projekt
www.theghostlab.info

Autor: Maxi Gade
Foto: summerfugl e.V.

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14. Dezember 2010 | Musik

“Stille Nacht…” in Jena

Von Maxi Gade


Auch bedächtig lässt es sich unter dem Weihnachtsbaum jazzen

15.12.2010│20h│Volksbad│Quadro Nuevo – Weihnachtslieder

Um diese Band kommt man als Tangoliebhaber, Folknarr, Klezmerfan, Jazzneugieriger und Freund der bunten Musik nicht herum – zumal sie Jena freundlich gesonnen und einem jährlichen Besuch nicht abgeneigt zu sein scheinen.
Vielleicht wird an dieser Auftrittsfreude aber nur der Umstand deutlich, dass die vier Musiker spielen, spielen, spielen. Sie können nicht genug kriegen – und das ist gut so!
Seit 1996 touren sie um die Welt und sammeln Eindrücke. Erlebnisse, die für den Zuhörer spürbar in Musik verwandelt und weitergegeben werden.

Ihre Klanggeschichten erzählen und schmücken aus, improvisierfreudig stellen sie eigens komponierte Kleinode vor, die sich, so zumindest die subjektive Erfahrung, in die Ohrmuschel schmeicheln und dort eine ganze Weile bleiben werden.
Selten sind virtuose Spielkunst und einnehmendes Hörerlebnis derartig vereint. Zu Recht wurden die Musiker dafür mit dem diesjährigen „Echo Jazz“ als bester Live-Act ausgezeichnet.

Und nun kommt Weihnachten ins Spiel. Quadro Nuevo hat eine persönliche Auswahl stimmungsvoller Melodien getroffen und vorweihnachtlich ausgerichtet ein Programm zusammen gestellt. Auch dieses Programm verspricht glücklicherweise einen Quadro-Nuevo-Abend, wie man ihn sich häufiger wünschen würde. Die Bearbeitungen traditioneller Weihnachtslieder verraten den Sound der Band nicht und kommen auf eigenen Rhythmus-, Klang-, Instrumentalarrangements daher. Das ist Weihnachten der anderen, der quadro-nuevoischen Art.

Wer sich zur Vorbereitung noch etwas einhören möchte, kann dies und einiges mehr unter www.quadronuevo.de tun.

Fernab dessen sei abschließend eine unbedingte Empfehlung ausgesprochen: Hingehen!

Autor: Maxi Gade
Foto: Evelyn Huber

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12. Dezember 2010 | Kultur, Lesung

Laut liest es sich am besten

Von Maxi Gade

Letzte Lautschrift des Jahres im Kunsthof

Kurzentschlossenen sei die Lautschrift-Lesereihe im Kunsthof ans Herz gelegt.

An diesem Sonntag, 12.12.2010 um 20 Uhr, kommt Lyrik und Prosa von Patrick Siebert und Christian Franke zu Gehör, ebenso werden auch 2/3 des Lautschrift-Teams, Romina Voigt und Moritz Anton Gause, ihre geschliffenen Worte ans Publikum richten. Für die musikalische Ausgestaltung sorgt der Leierkastenmann Mr.Evergreen, sodass auch dieser Leseabend im Kunsthof gut abgerundet in die nächste Woche leiten kann.

Die Lautschrift versteht sich als offene Lesebühne für eine junge Autorengeneration – hier darf ausprobiert und vorgestellt werden, was sonst zu schnell in den Schubladen zu verschwinden droht. Dabei besteht die Chance, auf wahre Kleinode zu treffen, die, einmal aufs Papier gebracht, normalerweise nicht so schnell auf Zuhörer stoßen würden.

Was nach der Veranstaltung bleibt, ist die neueste Ausgabe des Lautschrift-Heftes zum Mitnehmen.

Viel Spaß heute Abend im Kunsthof und einen guten 3. Advent wünscht Euch das Stadtmagazin07!

Autor: Maxi Gade

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