26. November 2010 | Allgemein, Freizeit

Heiße Tassen und Elektrobeats in der Schneebrettbar

Von Stadtmagazin 07


Heute ab 12 Uhr täglich in der Marktpassage Jena

Diesen Freitag öffnet wieder die Schneebrettbar im Herzen der Jenaer Innenstadt ihre Tore. In unmittelbarer Nähe zum historischen Altmarkt, im Innenhof der Marktpassage Jena gelegen, erwartet die Schneebrettbar im charmant rustikalen Ambiente ihre Besucher. Irgendwo zwischen österreichischer Berghütte und Jenaer Kernbergglühen verlieren sie die Gäste bei allerlei Heißgetränken zur stürmischen Winterzeit. Bereits seit 1822 steht dieses „Grand Établissement“ neben Ski und Rodel gut, auch musikalisch für Hochgenüsse. Speziell im Bereich der deutschen elektronischen Klassik ist die Auswahl der Musiker seit jeher prägend.

Neben Headlinern und Local Heros kann man sich auch wieder auf den einen oder anderen Rookie an den Plattenspielern der Schneebrettbar freuen. Und tanzen und mitswingen darf man sowieso. Zudem versüßen an den Adventssonntagen Kinderprogramm und Live Jazz die Nachmittage. Immer getreu dem Motto: „Endlich wieder Schneebrettzeit“. Ideal um einen Wintertag entspannt ausklingen lassen. Ski heil!

Abendprogramm immer ab 18.00 Uhr
Fr 26.11. Hans Nitzsche & Oliver Goldt
Sa 27.11. Less & EdGain
So 28.11. Krause Duo
Fr 03.12. Rics & Stan Starry
Sa 04.12. Jekyll und Hyde & Neo
So 05.12. Basco & Chazzman
Fr 10.12. Ebi & Marc Cobbler
Sa 11.12. Mbeck & Johannes Moses
So 12.12. Klinke auf Cinch & Inannia
Fr 17.12. Gunnar Stiller & Marcus Meinhardt
Sa 18.12. Emerson Todd & Douglas Greed
So 19.12. Mathias Kaden

Nachmittagsprogramm immer ab 15.00 Uhr
So 28.11. Live Jazz
So 05.12. Kinderprogramm
So 12.12. Live Jazz
So 19.12. Kinderprogramm

Autor: Florian Berthold
Bild: toci

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25. November 2010 | Ausstellung

Orange-Typ mit Sehnsucht nach Blau

Von Stadtmagazin 07

Hans Peter Reuter stellt im Jenoptik-Foyer aus.

„Ich habe mir Blau nicht ausgesucht, Blau hat sich mich ausgesucht“, sagt der Maler Hans Peter Reuter zur Beziehung zu „seiner“ Farbe. An die 40 Jahre sind es inzwischen her, dass gerade diese Farbe, die für Verlässlichkeit aber auch für Harmonie und Romantik steht, von ihm Besitz ergriff. Gemeinsam mit Quadrat und Raum bildet sie seitdem eine von drei Konstanten in seinen Arbeiten. Seine menschenleeren, oft großformatigen blauen Raumbilder sind Klarheit und räumliche wie seelische Tiefe gleichermaßen eingeschrieben. Mit „Kathedralen des Lichts“ sind sie verglichen worden, um ihre suggestive Anziehungskraft in Worte zu fassen. Dem Künstler selbst, der in den 1960er Jahren bei Emil Schumacher studierte und später über zwei Dekaden als Professor an der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste lehrte, haftet seit Mitte der achtziger Jahre der Beiname „Der blaue Reuter“ an, als er begann, seine surrealistisch anmutenden Raumlichtarchitekturen in einem tiefblauen Ultramarin zu vermessen.

Viel gemein hat das jetzt im Jenoptik-Foyer des Ernst-Abbe-Hochhauses ausgestellte Werk mit diesen Be- und Zuschreibungen nicht, auf den ersten Blick zumindest. Das assemblagehafte Bild „Was von den Sternen übrig blieb“ bedient sich zwar ebenso dieses, wie er sagt, „dienstbaren Geistes“, spielt mit Raum und Licht und bricht doch aus der bisherigen Welt klar konturierter, quadratisch-gerasterter, zweidimensionaler Bildräume aus. Gleich „Trümmern eines kosmologischen Schaffensprozesses“, wie sie der Kunsthistoriker Dr. Dietmar Schuth ausmacht, breiten sich auf einer wandfüllenden Fläche chaotisch wirkende Strukturen aus unzähligen geometrischen Drei- und Vierecksformen aus, die indes von einem monochromen, ultramarinen Farbstrom gleichsam in wohlgeordnete Weltenbahnen gelenkt werden. Eingefangen in einem tiefen weißen Kastenrahmen schwebt die große blaue, zerklüftete Erscheinung gleichsam vor sich hin. Eingefangen, „geerdet“ quasi, wird auch das drängende Temperament des Künstlers selbst. Er sei ein Chaot, sagt Hans Peter Reuter von sich, farbpsychologisch ein Orange-Typ, doch mit einer inneren Sehnsucht nach Ruhe, Klarheit und Ordnung, einer Sehnsucht nach Blau.

Ganz irdisch hingegen gestaltet sich die Entstehungsgeschichte des Werks. Sie besteht aus Rest- und Bruchstücken, die Reuters 2002 geschaffene Rauminstallation „Kaiserblau“ im Kaisersaal des Reichstagspräsidentenpalais in Berlin hinterließ. Eine Galaxie von 7917 blauen, aus Leichtschaum gefertigten Würfelsternen hatte der Maler damals an die Wände des Saales projiziert. In die Vorgeschichte dieser Installation wiederum reiht sich die erste künstlerische Begegnung des 1942 in Schwenningen am Neckar geborenen Künstlers mit Jena und zur Jenoptik ein. „Eine meiner verrücktesten Arbeiten“, wie er sich heute erinnert, führte ihn bereits vor elf Jahren nach Jena. Auf Einladung des damaligen Jenoptik-Chefs Lothar Späth, mit dem er seit den 1980er Jahren freundschaftlich verbunden ist, ließ er bei laufender Fertigung in einer Produktionshalle der heutigen CyBio AG „Cyber-Sterne“ fliegen und löste den Raum mit einer scheinräumlichen Würfelprojektion in himmlische Sphären auf.

bis 31. Januar 2010
Foyer der JENOPTIK AG
Carl-Zeiß-Straße 1
Ernst-Abbe-Hochhaus

Öffnungszeiten:
Mo – Do 10 bis 17 Uhr
Fr 10 bis 15 Uhr

Text: Andreas Klossek
Fotos: Andreas Klossek;
Hans Peter Reuter: “Kaiserblau“, 2002, Kaisersaal des Reichstagspräsidentenpalais

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24. November 2010 | Allgemein

Darth Vader spielt Mundharmonika

Von Stadtmagazin 07

Wie Darth Vader schnauft, weiß vermutlich jeder. Was aber in Wirklichkeit unter seinem Helm verborgen ist, zeigt sich in diesem Video. Endlich wird sein wahres Talent und wär hätte es gedacht, seine musikalische Leidenschaft aufgedeckt. Unglaublich und famos wie diese bislang verkannte Gestalt die Mundharmonika spielt:

Autor: Florian Berthold
Quelle: YouTube.com

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23. November 2010 | Bühne, Kultur, Musik

„Messe der Meister von morgen…“

Von Maxi Gade

Jazz und Schauspiel im e-werk

26.11.2010│20Uhr │e-werk seeks jazz: MAJOr Issue

18.12.2010│20 Uhr│e-werk│messe der meister von morgen: ella

Das e-werk bietet in der nächsten Zeit erneut jungen Künstlern die Möglichkeit zur Publikumsfindung.
Im Folgenden soll es um ein musikalisches und ein schauspielerisches Schmankerl aus der Reihe an Veranstaltungen im Weimarer Raum gehen:

Zunächst „braucht“ das e-werk Jazz, und bekommt ihn am 26.11.2010 in der Reihe: Drei junge Musiker, die beim Studium in Weimar aufeinandertrafen, widmen sich ab 20 Uhr der Jazztradition auf ihre eigene Art und lassen dabei impressionistischen Klangwelten und treibenden Grooves gleichermaßen ihren Raum. In Kooperation mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar wird Jazzneugierigen und -liebhabern  das spielfreudige Trio MAJOr Issue in der Besetzung Piano (Johannes von Ballestrem), Bass (Marcel Siegel) und Drums (Johannes Ziemann) nun vorgestellt.

Meister der anderen Art sind am 18.12.2010 ab 20 Uhr zu Gast. In einer neuen Reihe dürfen sich experimentierfreudige Schauspieler und Regisseure unter dem Credo „keine Planerfüllung, keine Ideologie, kein Wettbewerb“ dem offenen Format stellen.

Am 18.12.2010 spielt und inszeniert Simon Zagerman das 1978 von Herbert Achternbusch uraufgeführte “Ella” und bringt damit die Lebensgeschichte einer Frau, gespielt von ihrem Sohn, in einer Ein-Mann-Inszenierung auf die Bühne des e-werks.
Geboren zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, wird Ella als Kind vom Vater gedemütigt, als junge Frau an einen ungeliebten Mann verschachert und gerät in die Mühlen von Verwahranstalten, Zuchtheimen, NS-Psychiatrien. Kein Ort, nirgends, der ihr Schutz und Heimat bietet. Außer dem Hühnerkäfig der Schwester, aus dem sie regelmäßig ausbricht, um sich für Essen und ein bisschen Luxus schwängern zu lassen, im Kino ein wenig menschliche Wärme zu spüren, scheint es für sie keinen Halt zu geben. Herbert Achterbusch, genialischer Künstler, Schriftsteller und Filmemacher, erzählt in “Ella” von einer Frau, deren Leben sich nicht zu einer Geschichte runden will. Immer wieder entgleiten die Handlungsfäden, wechseln Zeiten und Orte. Bruchstück reiht sich an Bruchstück, es bleibt Aufgabe des Lesers oder Zuschauers, sich an diesen Fragmenten abzuarbeiten, Ella ihre Geschichte und damit ihre Würde zurückzugeben. Simon Zagermann spielt, wie von Achternbusch vorgegeben, nicht Ella, sondern Ellas Sohn Joseph, der aus der Sicht der Mutter deren beschädigtes Leben durchläuft. Achternbusch schafft so eine Spielebene zwischen Einfühlung und Distanz, von der aus er den Zuschauer am inneren Inferno eines Lebens teilnehmen lässt.

Informationen und Karten gibt es unter www.nationaltheater-weimar.de.

Autor: Maxi Gade
Fotos: Deutsches Nationaltheater Weimar

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23. November 2010 | Freizeit, Kinder, Kultur

Weihnachten für junge Burgfräulein und Ritter

Von Maxi Gade


Familienadvent auf der Leuchtenburg

Die Wartezeit bis zum weihnachtlichen Abend unter dem Weihnachtsbaum ist gerade für Kinder nur schwer zu ertragen.
Am ersten langen Adventssonntag, dem 28.11.2010, lohnt sich daher der Aufstieg auf die Leuchtenburg: Der Familienadvent beginnt.

Bereits ab 10 Uhr können Geschenke gebastelt, Überraschungen ausgetüftelt und alte Handwerke ausprobiert werden. Verschiedene Materialien regen den kreativen Ideenfluss an und laden ein, das ganz persönliche Geschenk zu schöpfen. Ob Weihnachtsschmuck, eine besondere Karte oder Wohlfühlpräsente wie selbstgemachte Seifen und Kerzen, individuell kann gestaltet und gebastelt werden.

Mit Einbruch der Dunkelheit, gegen 17 Uhr, beginnt auf der Leuchtenburg die Märchenzeit. Hansi von Märchenborn geht mit Karlchen und Igelchen auf ein kleines Weihnachtsabenteuer. Die Geschichte, unterstützt vom Lesezeichen e. V., wird einiges zur phantastischen Atmosphäre im winterlichen Innenhof und dem Rittersaal der Leuchtenburg beitragen – der erste Schnee lässt bestimmt auch nicht mehr lange auf sich warten.

Lohnenswerte Eindrücke des Burglebens für all Jene, die den Burgaufstieg noch nicht wagen konnten,  lassen sich unter www.leuchtenburg.de/home.htm finden.

Autor: Maxi Gade
Foto: Stiftung Leuchtenburg

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23. November 2010 | Bühne

Auf der Suche nach dem Ursprung des Lachens

Von Maxi Gade


Im Theater Rudolstadt gastiert das Berliner Kabarett-Theater „Distel“

Der Alltag zwackt, die Hoffnung wird träge und die Resignation pocht in den Schläfen: Kein Zweifel, der Humor ist erkrankt. Was hilft?

In Zeiten von Krise und Wirtschaftscrash hat das Berliner Kabarett-Theater „Distel“ weder Kosten noch Mühen gescheut und es schließlich tatsächlich gefunden: das „Lachen in Zeiten der Cholera“. Für ihren spitzen Humor bekannt, von den Berlinern geliebt, startet die „Distel“ mit dem politischen Kabarettprogramm von Michael Frowin und Philipp Schaller nun auch in Rudolstadt einen Angriff  auf thüringische Lachmuskeln. Am Sonntag, den 28.11.2010 wird in zwei Vorstellungen um 16:00 und 19:30 Uhr gestichelt, gespottet, seziert und verrissen.

„Lachen in Zeiten der Cholera“ ist schwarz, böse und vor allem so unkorrekt komisch wie der Titel des Programms, der mit dem Roman „Liebe in Zeiten der Cholera“ von Gabriel García Márquez spielt. Die beiden Kabarettisten Timo Doleys und Michael Frowin begeben sich auf eine gefährliche Suche nach dem Ursprung des Lachens, überspringen gekonnt politisch korrekte Fallstricke, wagen sich in die Niederungen des deutschen Humors, wehren sich gegen tödliche Spaßbremsen und vermeiden jede Sackgasse, in der der Spaß aufhören könnte.

Sie widerlegen, dass der Deutsche humorlos ist, beweisen, dass Pflegefälle im Gegensatz zum deutschen Nachbarn viel zu lachen haben und wagen das Patentrezept:  Mithilfe gut gelaunter Beschwerden kann man eine Weltreise machen, ohne zu zahlen.

Das Allerheilmittel liegt in der Musik: Wenn die Kabarettisten vor Schrecken nicht mehr sprechen können, dann singen sie, und Pianist Franz-Josef Grümmer macht ihnen Mut dabei.

„Lachen in Zeiten der Cholera“ – schneller als Dieter-Thomas Heck, schwärzer als Seehofer und garantiert besser als jedes Lachseminar.

Die Berliner „Distel“ ist das größte Kabarett-Ensemble Deutschlands. In ihrer Heimatstadt und auf Tourneen sehen ihre Programme jährlich knapp 150.000 Zuschauer. Nun wagen sie einmal mehr einen Schritt hinaus in die therapierfreudigen Restbezirke der Nation.

Karten gibt es unter: 03672/422766.

Autor: Maxi Gade
Foto: Thomas Grünholz, 2009

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21. November 2010 | Musik

Im Rückspiegel betrachtet

Von Maxi Gade


Retroviseur und Rusconi Trio in Jena
23.11.2010, 21:00, Café Wagner

“Rückspiegel“, so die Übersetzung des Bandnamens „Retroviseur“, das sind vier vielversprechende französische Nachwuchstalente. Ihre Musik vermittelt überschäumende Energie neben einem feinen Sinn für Dramaturgie – Überraschungen bleiben da nicht aus.

Die dynamischen und doch lyrischen Saxophonklänge von Yoann Durant, gepaart mit der farbenreichen Melodik des Vibrafonisten Stephan Caracci schaffen Filmatmosphäre. Ihre Auftritte, Augen- und Ohrenschmaus zugleich, begeistern die Jazzfreunde quer durch Frankreich… und warum nicht darüber hinaus?

Aus Zürich kündigt sich das Rusconi Trio für den 26.11.2010 im Volksbad Jena an. Eine verblüffende Beschreibung ihrer Musik nahm David Hesse vor, der an dieser Stelle zitiert sei:

„Die drei Mannen aus Zürich fabrizieren Jazz mit Spannkraft. Musik die federt, niemals hampelt oder luftig hübsch verpufft, sondern vielmehr kerzengerade auf dem Wellenspitz des Alpenföhns hinunter in die Talkessel surft und dort die Äcker und Scheitel neu bestellt mit kantiger Rhythmik und seeltiefen Sounds. Das Rusconi Trio ist DIE Alternative zu Kernkraft und Fernwärme, ein musikalischer Hochofen, ein  Hochdruckgebiet auf dem Weg zu DIR.“ (David Hesse)

Die  nächste Möglichkeit, diese turbulente Mitfahrgelegenheit zu nutzen, bietet sich am 26.11.2010 ab 20 Uhr im Volksbad Jena.

Autor: Maxi Gade
Foto: Retroviseur

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18. November 2010 | Kultur, Musik

Talente vor!

Von Maxi Gade


Newcomerwettbewerb birgt Chance auf ECHO-Aftershowparty

Der Sprung heraus aus dem Kellerprobenraum und hinein ins Musikbusiness will erst geschafft sein, bevor sich Konzerte und Bühnenshows bezahlt machen. Eine gute Chance auf die etwas andere Spielerfahrung im Wettbewerb, das kritische Urteil einer ausgesuchten Jury und weiterführende unterstützende Angebote bietet erneut der Köstritzer Echolot an.

Der „kleine Bruder“ des ECHO ist wieder auf der Suche nach neuen Musiker-Talenten und möchte so bei der langen Musiknacht des Jahres am 24. März 2011 mit einer vielversprechenden Newcomer-Band frischen Wind auf die Aftershowbühne des Deutschen Musikpreises bringen. Zwischen dem 22. November 2010 und dem 11. Januar 2011 können Solokünstler und Bands sich für diesen Gig und den in seiner Art einmaligen Wettbewerb unter www.koestritzer.de/echolot bewerben.

Während der ECHO ein weltweit anerkannter Wegbegleiter erfolgreicher Stars ist, versteht sich der Köstritzer Echolot als Türöffner für noch unbekannte Musiker aller Genres. Der Auftritt bei der Aftershowparty des ECHO ist dabei der Höhepunkt verschiedener Support-Maßnahmen, zu denen u.a. auch die Realisierung von Gigs im Heimat-Kiez talentierter Bands zählt. Desweiteren gehören ein Promotion-Paket beim Online-Musiksender tape.tv in Höhe von 30.000 Euro sowie eine Einbindung in die tape.tv Konzertreihe “Auf den Dächern” zum Hauptgewinn.

Bevor aber der Lohn für harte Arbeit eingefahren werden kann, müssen sich die Bands einer fachkundigen Jury stellen: Ute Muckisch, die Leiterin des Köstritzer Produkt-Managements hat sich den Keyboarder der Band Selig, Jan Malte Neumann, Joachim Hentschel vom Musik-Magazin Rolling Stone, den Gründer des Online-Musiksenders tape.tv, Conrad Fritzsch, und Daniel Sebastian Knöll von der deutschen Phono-Akademie an die Seite geholt, um mit ihnen zusammen bis Ende Januar elf Favoriten aus den Bewerbungen auswählen zu können.

Als besonderes Highlight wird es in diesem Jahr erstmalig ein virtuelles Newcomer-Festival geben: Nach den Nominierungen der Bands sind die Auserwählten mittels monetärer und flüssiger Unterstützung des Sponsors angehalten, ein Konzert in ihrer jeweiligen Region zu organisieren, sodass am 5.März 2011 elf parallel ablaufende Newcomerauftritte im Onlinelifestream auf www.koestritzer.de/echolot zusammen gefügt werden können. Über Erfolg und Misserfolg der musikalischen Darbietung entscheiden neben Jury und Lifepublikum auch die Internetbesucher des Festivalexperiments. Sie wählen aus den elf aufgestellten Bands ihre Top-Fünf, die schließlich zum Finale am 19.März nach Berlin eingeladen werden.

„Die Gigs sind gleichzeitig Chance und Challenge: Wir geben den Bands dadurch die Möglichkeit, ihre Fan-Community auszubauen. Außerdem bekommen wir einen Eindruck von ihrer Eigeninitiative und ihrer Fähigkeit, andere mitreißen zu können. Diese Eigenschaften sind in der Musik-Branche essentiell“, erklärt Jury-Mitglied Jan Malte Neumann.
Eine nachträgliche Unterstützung der Gewinnerband von Seiten des Sponsors wird zugesichert, sodass nach der Siegerkür der Musikertraum weitergehen kann.
„Gewusst wie…“ hat es im ersten Austragungsjahr die Berliner Band Leyan mit ihren kraftvollen Rock-Hymnen (www.leyanmusic.com), die sich gegen mehr als 1.000 Bewerber durchsetzen konnte.

Weiterführende Informationen gibt‘s ab dem 20.November 2010 unter www.koestritzer.de/echolot.

Auto: Maxi Gade
Foto: BITBURGER BRAUGRUPPE GmbH

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17. November 2010 | Ausstellung

Hände erzählen

Von Maxi Gade


… ab 23. November im Aulafoyer der FH Jena.

Am Dienstag, den 23. November 2010 wird in der Fachhochschule Jena die neue Ausstellung des FOTO-Klubs JENA’78 eröffnet, in der sich Fotografen einem alltäglichen Thema aus außergewöhnlichen Perspektiven annähern: Hände, die etwas zu erzählen haben.

Die Ausstellung, die bis zum 31. Januar 2011 im Foyer vor der Aula (Haus 4) zu sehen sein wird, lässt viele Hände sprechen – Hände bei unterschiedlichen Tätigkeiten, von unterschiedlichem Alter, Hände in den unterschiedlichsten Formen, ob als Teil vom Denkmal, als Kunstobjekt, Wegweiser oder Schattenspiel.

Es gibt viel zu erzählen: in der Bewegung, im Gefühl und in der Gestik ist ihre Ausdrucksstärke scheinbar unbegrenzt. So können sie geben und nehmen, festhalten und loslassen, formen und zerstören, trösten und abweisen. Sie erzählen Lebensgeschichten, ermöglichen Taubstummen das Sprechen und erzählen Blinden von der Welt.

Die Ausstellung lädt dazu ein, diese Ambivalenz und das Besondere hinter der Selbstverständlichkeit zu entdecken und dabei vielleicht auch die eigenen Hände neu zu betrachten.

Die Vernissage findet am Dienstag, den 23. November 2010 um 17.00 Uhr im Aulafoyer von Haus 4 statt. Die Ausstellung ist vom 23. November bis zum 31. Januar 2011 in der Fachhochschule Jena, Haus 4, Foyer vor der Aula zu sehen.

Autor: Maxi Gade
Foto:Volker Klaukien – Töpferhände

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16. November 2010 | Kultur, Musik

Österreichische Jazzer zu Gast

Von Maxi Gade


Das Lorenz Raab Trio auf der 17. Jazzmeile Thüringen

Donnerstag 18.11.2010 | 21:00 Uhr |Café Wagner

„Dies ist eine großartige Zeit für die Trompete“, konstatierte Dave Douglas. Als einer der besten seines Fachs weiß er genau, wovon er spricht. Im Windschatten von Chet Baker und Miles Davis wird ein Instrument neu positioniert, das dem humanen Gesang am nächsten ist.

In voller Breitseite zwischen spitzen Attacken und schwelgerischer Melancholie meldet sich die nächste Generation, deren Dominanz, möchte man derartig abstrahieren, sich lediglich mit dem anhaltenden Sängerinnen-Boom vergleichen ließe. Da bedarf es schon originärer Fähigkeiten und unverwechselbarer Konzepte, will man sich in diesem Kontext abheben.

Die Musik des Lorenz Raab Trios besteht vom Start weg als Unikat, nicht nur auf Grund der unkonventionellen Triobesetzung mit Rainer Deixler an den Drums und der Percussion, Ali Angerer an Tuba und eletrischem Dulcimer und  Lorenz Raab am Flügelhorn. Sie vergisst zu allererst ihren Hörer nicht – im Gegenteil. Weite Melodieschleifen bilden  die Basis, auf der sich ein Zuhörer zurechtfinden kann. Power und Poesie changieren ineinander. Die Atmosphäre bleibt offen, nichts ist scheinbar bemüht zugestellt mit Überflüssigem. Die Dramaturgie ist abwechslungsreich und spannend gestaltet, ohne je beliebig zu werden. Eins geht aus dem anderen hervor, wird gespeist aus einem Füllhorn kurzweiligen und scheinbar unerschöpflichen Spielwitzes. Das braucht keine revolutionäre Attitüde und ist dennoch neu neben jedem Mainstream.

Das ist populäre, klar einleuchtende, ungeschwätzige Musik, die ohne Klischees auskommt. Einerlei ob sie zur traumverlorenen Ballade zusammenrückt, von intensivem Groove getrieben wird oder die tiefe Tuba den Ton angibt. Der Hörer wird in neue Räume geführt, in denen er nicht als Fremder steht, sondern sich als staunender Gast umgehend wohlfühlen kann. Lorenz Raab brilliert auf Trompete und Flügelhorn, wie auch als großartiger Gestalter einleuchtender Klangarchitekturen, die ohne Vergleich sind. Diese Souveränität ist berückend und faszinierend. Sie macht die Aufnahmen des Trios zu etwas sehr Besonderem, zu einem unverhofften Kleinod, das mit jedem Hören wächst und wächst.
Das nächste Konzert in Jena im Café Wagner ist also als Entdeckungsreise für all  jene zu verstehen, die den österreichischen Musikern noch nicht begegnet sind und dürfte für wiederholte Zuhörer eine erfreuliche Möglichkeit sein, erneut einzutauchen.

Autor: Maxi Gade
Fotos: Agentur

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15. November 2010 | Bühne, Kultur, Musik

Der Gong erklingt zum großen Finale

Von Maxi Gade


Das Haus der Pioniere lädt zum Endausscheid.

Die Kunst des wortstarken Wettbewerbs mit großem Unterhaltungswert erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Auch der allmonatliche Slamabend im Kassa (Jena) kann über mangelnde Besucher nicht klagen: Was groovt und grollt, reimt und rappt, beeindruckt und beschwingt, was zudem wörtlich spricht und textet, hat, seitdem es Poetry Slam gibt, eine Bühne.

Nun haben sich vier SlamerInnen in zwei Vorausscheiden eines weiteren Wettbewerbes durchgesetzt und stehen zu Recht im Finale – doch es gilt unter ihnen den wahren Sieger oder die Siegerin zu erwählen – das Publikum hat es in der Hand, einem Finalisten seine ungeteilte Gunst zu zusprechen.

Seid dabei, wenn der Slam 2010 am Donnerstag, dem 18.11.2010 im Haus der Pioniere Gera ab 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr) seinen absoluten Höhepunkt erlebt. Gezähmt werden die wilden SlamerInnen an diesem Finaltag von keinem geringeren als Volly Tanner an der Seite des besonderen Gastes Jaromir Konecny.

Volly Tanner ist selbst bei uns im Hause kein Unbekannter mehr. So las er bereits eigene Texte und unterstützte darüber hinaus in einem Schreib- und Leseworkshop den Nachwuchs. 1970 auf diese Welt geschickt, um den kulturellen SuperGAU mitvorzubereiten – es ist Zeit für ungezirkelte Literatur, Texte vom Boden der Fallgruben. Volly Tanner ist zurück. Er hat wieder tief hineingeblickt und den Lack zerkratzt.
Und es ist nichts Beruhigendes zum Vorschein gekommen.

Jaromir Konecny kann auf 60 gewonnene Slams in Deutschland zurückblicken. Er war Vizemeister beim National Poetry Slam 1999 in Weimar als auch Vizemeister beim National Poetry Slam 2000 in Düsseldorf und ist damit insbesondere Einer, von dem man lernen kann…

1956 in Prag geboren tat er danach Dinge, die man jetzt so nicht erwarten würde: Techniker in Libyen, Arbeiter in der Metallindustrie, Schiffsmeister, Studium der Chemie, Promotion über die Entstehung des genetischen Codes. Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Theoretische Chemie der TU München.
Als freier Schriftsteller und Publizist begeistert Jaromir Konecny nun mit seinen Geschichten und seinem “behmisch”-bayerischen Akzent das Publikum bei Poetry Slams.

Passend zum Lyrischen gibt es Musik von einer ebenso qualifizierten Musikerin.
Auch sie stand mit ihren noch beneidenswert jungen Jahren schon auf der HdP-Bühne, begeisterte beim ersten Songtage Sprungbrett der 3. Geraer Songtage in diesem Jahr über 100 ZuhörerInnen und wird es wieder tun:

Carla Nelson, Schülerin des Goethe-Gymnasiums in Gera, Tochter musikbegeisterter und musikschaffender Eltern schreibt eigene Songs und trägt sie mit einer großartigen Stimme, Gitarre und viel Gefühl für gute Musik vor.
“Dort wo Worte aufhören, fängt die Musik erst an” – Carla Nelson schreibt über das Leben, über sich und vor allem über uns.

Dem Gewinner unseres Slam Finales winkt ein Auftritt bei TANNERS TERASSE in Leipzig.

Organisiert wird die Veranstaltung durch den Förderverein Haus der Pioniere e.V. in Zusammenarbeit mit der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V.,  engagiert unterstützt von der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen und Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Autor: Maxi Gade
Foto: Haus der Pioniere

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15. November 2010 | Ausstellung

„Ja, in der Tat, ich lebe noch,…“

Von Maxi Gade


Anne Frank-Ausstellung kommt nach Jena

06.01.-11.02.2011 IGS Grete Unrein

„…aber frage nicht, wo und wie“. Die  Tagebucheintragungen eines jungen Mädchens zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs haben bis heute ihre herausragende Bedeutung erhalten können: Schließlich lesen wir Erfahrungen und Historie ab, spüren Gefühlen nach und erhalten zumindest kurzzeitig Einblick in das subjektive Erleben Anne Franks. Was sie in Worte packen konnte, ist heute schwieriger denn je greifbar zu machen. Das Erleben des Nationalsozialistischen Regimes scheint dazu gegenwärtig für junge Generationen nur noch bedingt von Belang zu sein (vgl. Darstellungen des ZEITmagazins der Ausgabe vom 04.11.2010). Um die Ohnmacht vor dem großen Ganzen zu unterbinden, ist es gerade der personalisierte Blick auf das Einzelgeschehen, der hilft, die Auseinandersetzung mit der Shoah zu fördern.

Die Wanderausstellung des Anne Frank Zentrums Berlin „Anne Frank – eine Geschichte für heute. Demokratiekompetenz vor Ort“ erzählt über die Shoah anhand dieser persönlichen Lebensgeschichten. Die Erfahrungen von Anne Frank, ihrer Familie und anderen Zeitzeugen sollen Besucherinnen und Besucher herausfordern, über Unterschiede und Parallelen zwischen Gestern und Heute nachzudenken und sich aktiv mit den Menschenrechten auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung wird Mittelpunkt eines vielfältigen und für die Stadt individuell entworfenen Rahmenprogramms sein. Von vielen Jenaer Akteuren und Initiativen gemeinsam getragen bietet es eine Vielzahl von Angeboten für Menschen aller Generationen.

Weitere Informationen dazu unter: www.kokont-jena.de.

Einzigartig ist auch das Ausstellungskonzept „Jugendliche begleiten Jugendliche“, welches an Stelle einer Führung eine Ausstellungsbegleitung durch Schüler vorsieht und einen Dialog gerade junger Generationen ermöglicht.

Zur Vorbereitung der Begleiterinnen und Begleiter dient ein zweitägiges Trainingsseminar, an dem interessierte Jugendliche und SchülerInnen teilnehmen können. Unter der Leitung eines Teamers/einer Teamerin vom Anne Frank Zentrum Berlin werden der historische Hintergrund, die Ausstellung selbst und der Umgang mit Gruppensituationen erarbeitet.

Interessierte Schüler ab 16 Jahre sind angehalten, sich sofort als  Austellungsbegleiter unter www.kokont-jena.de zu melden.

Autor: Maxi Gade
Foto: KoKont Jena

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15. November 2010 | Allgemein, Jena

Gute Zeiten für Sammler

Von Maxi Gade


Solaris-Modelle im Design des Jenaer Nahverkehrs

Die folgende Nachricht ist speziell für alle Fahrzeug-Modellsammler bestimmt: Die angekündigten Solaris Gelenkbus-Modelle sind eingetroffen!

Im täglichen Linienverkehr sind die vier Gelenkbusse vom Typ Urbino 18 meist auf den Linien 10 und 13 unterwegs. Seit Juli letzten Jahres bereichern die Busse mit einer Länge von jeweils 18 Metern den Fuhrpark des Jenaer Nahverkehrs.

In naher Zukunft können Miniausführungen der Kraftfahrzeuge auch im eigenen Sammlerschrank platziert werden.

Ab Dienstag, 16. November 2010 bietet der Jenaer Nahverkehr im JeNah ServiceCenter in der HolzMarktPassage die Modelle zum Kauf an: Das Modell Gelenkbus Solaris Urbino 18 ist im Maßstab 1:87, dreiachsig und mit drei Türen erhältlich. Bei dem Modell handelt es sich um ein hochwertiges Sammlermodell aus Kunststoff im Design des Jenaer Nahverkehrs. Es gibt zwei verschiedene Modelle, die sich durch die Zielanzeige unterscheiden. Es gilt, sich zwischen den Zielen Damaschkeweg und Stadtzentrum zu entscheiden. Der Preis für ein Modell beträgt 27,00 EUR.

Autor: Maxi Gade
Foto: Jenaer Nahverkehr GmbH