29. Oktober 2010 | Kultur

„Treffpunkt Bibliothek“ heißt es diese Woche in der neuen mitte

Von Stadtmagazin 07


Heute ab 13 Uhr findet der von der Ernst-Abbe-Bücherei veranstaltete Bücherflohmarkt vor der Thalia-Buchhandlung in der neuen mitte statt. Wer sich also fernab von diversen Antiquariaten mit neuem ’alten’ Lesestoff versorgen will, dem sei dieser Termin unbedingt empfohlen: Man darf gespannt sein, ob und welche raren Schätze es vielleicht unter den ca. 1.500 Büchern zu finden und zu entdecken gibt.

Prominente Unterstützung hat sich gleichfalls in Form von Thüringens Kulturminister Christoph Matschie angekündigt. Er wird der Ernst-Abbe-Bücherei zum Beginn des Flohmarktes um 13 Uhr neue Bücher für den Bestand übergeben.

Die Bürger sind aufgerufen, beim Flohmarkt mindestens 50 Cent pro Buch zu geben. Sinn und Zweck dieses Flohmarktes ist es, den Bestand der Ernst-Abbe-Bücherei zu erweitern und gewünschte Titel für deren Bestand neu zu erwerben. Die Ernst-Abbe-Bücherei hatte bereits im Vorfeld eine Wunschliste durch die Benutzer erstellen lassen, welche Bücher gern und unbedingt zum Ausleihen neu gewünscht werden und wird diese Neuanschaffungen vom Erlös des Büchermarktes durchführen.

Author: Florian Berthold; Foto: flickr.com © fromourruins

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27. Oktober 2010 | Bühne

Riechen Pinguine nur ein wenig oder stinken sie nach Fisch?

Von Stadtmagazin 07


Diese und andere Fragen werden ab dem 31. Oktober am Theater Rudolstadt geklärt.

Im diesjährigen Weihnachtsstück kann man am Theater Rudolstadt drei putzige Pinguine erleben. Und die haben ein echtes Problem. Gott wird bald eine gewaltige Sintflut über die Erde schicken, und ihnen stehen nur zwei Tickets für die rettende Arche Noah zu. Was also tun? „An der Arche um Acht“, ein witziges und zugleich philosophisches Kinderstück von Ulrich Hub, feiert am 31. Oktober um 15 Uhr im Theater Rudolstadt Premiere.

Riechen Pinguine nur ein wenig oder stinken sie nach Fisch? Darf man Schmetterlinge abmurksen? Gibt es Gott? Über solche Fragen streitet sich aus purer langer Weile das watschelnde Trio, als plötzlich eine Taube herbei fliegt. Sie überbringt eine wichtige Nachricht: Gott plant, alles unter Wasser zu setzen, um auf der Erde einen Neuanfang zu wagen. Zu regnen begonnen hat es bereits. Der Allmächtige will den zankenden Menschen und Tieren einfach nicht mehr länger zusehen. Die Krux dabei ist nur – jede Tierart erhält lediglich zwei Fahrkarten. Eine knifflige Frage für die drei Freunde. Denn wer von ihnen darf überleben, und wer soll ertrinken? Und warum? Warum lässt Gott solche Ungerechtigkeiten überhaupt zu? Und außerdem, wo ist er überhaupt? Ohne dass die Pinguine in die große Trickkiste greifen und auch vor Lügen (Notlügen!) und echtem Schmuggel nicht zurückschrecken, hat ihre dicke Freundschaft keine Zukunft.

Wunderbare Szenen mit pointierten Konflikten schuf Autor Ulrich Hub in „An der Arche um Acht“. Von ihm war in Rudolstadt bereits „Der Froschkönig“ als Weihnachtsmärchen zu sehen. Auf sehr komische und gleichzeitig gehaltvolle Weise stellt das Stück viele wichtige Fragen nach Gott und dem Leben, ohne dass man immer eine Antwort erhält, aber immer so, dass das Lachen für Jung und Alt nie zu kurz kommt. Sich unbefangen und spielerisch den großen Themen nähern wird mit seiner Inszenierung auch Regisseur Arnim Beutel. Er lädt die Zuschauer ein, sich individuell mit dem Regelwerk „Gott“ auseinandersetzen. In einem Bühnenbild von Wilfried Buchholz sind als Pinguine zu erleben: Laura Göttner, Miriam Gronau und Ulrike Knobloch, die Taube wird gespielt von Rayk Gaida. Das Stück „An der Arche um Acht“ wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Kindertheaterpreis 2006.

Nächste Familienvorstellungen sind am 12., 19. und 26. Dezember.
Karten und Infos: Telefon: 03672/422766.

Autor: Florian Berthold; Foto: Friederike Lüdde

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26. Oktober 2010 | Ausstellung

Weite Blicke bei Huber & Treff

Von Stadtmagazin 07


Weite Blicke kennzeichnen Sibylle Pranges Bilder: das Meer, der Horizont, ausgedehnte Sandflächen, das flache Land und die Weite mit vereinzelten Hinweisen auf menschliches Dasein. Die Figur spielt wieder verstärkt eine Rolle in ihren Arbeiten. Ihre Landschaften sollen nicht konkret verortet werden, sie wollen Räume sein, die sich auf die Begegnung des Einzelnen mit seiner Umwelt und der darin verborgenen Komplexität beziehen.

Der Focus auf die weite Ferne ist es, der sie in ihren Arbeiten interessiert, im Sinne einer ruhigen, undeutlichen Weitsicht, im besten Sinne mit Weitblick. Ab dem 29.10. kann man diese Werke nun in der Kunsthandlung Huber & Treff anschauen. Los gehts mit einer Vernissage an diesem Freitag, um 20 Uhr in die Charlottenstraße 19. Die Bilder sind dann
noch zum 27. November zu bestaunen.

Kunsthandlung Huber & Treff
Charlottenstraße 19, D-07749 Jena
Fernruf: 03641 442829
www.huber-treff.de

Öffnungszeiten
Mo 9-13 Uhr
Do + Fr 15-20 Uhr
Sa 10-16 Uhr
sowie gern nach Vereinbarung

Text: Florian Berthold; Bild: Sybille Prange

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26. Oktober 2010 | Musik

„Im Kampf gegen Indiana Jones“ live im Café Wagner am 28.10.2010, 21 Uhr

Von Stadtmagazin 07


Nun ja.
Der kommende Donnerstagabend verspricht zumindest mal im Fernsehen einen ansehnlichen Cinematic-Abend. Zur Ausstrahlung kommt nämlich „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“. Nun mag Indy sich peitschend kämpfend durch die 50iger Jahre gegen böse Sowjetmenschen behaupten für Jena sei aber in jede Falle eine andere Abendgestaltung empfohlen. Zumal sich die Videothek Ihres Vertrauens auch für eine Verleih-DVD dieses Films anbietet. An diesem Abend gastiert nämlich im Rahmen der 17. Jazzmeile „Ovale“ im Café Wagner. Ovale wurde in Strasbourg 2001 als Quintett gegründet. Die Gruppe hat mit verschiedenen line-up im Konzert oder im Festival Jazzdor (Strasbourg) gespielt, auch mit Gaststars wie Markus Stockhausen, Tara Bouman, Stephan Oliva oder Jean-Luc Cappozzo. Der Kern der Gruppe ist das Trio Pierre Michel (Saxophone), Vincent Posty (bass, el. bass) und Pascal Gully (drums), diese zwei sind als „rhythmic section“ der Gruppe Zakarya tätig (mit vier CDs auf dem Tzadik label von John Zorn). Für die Kompositionen zeichnen sich Pierre Michel und Vincent Posty verantwortlich. 
Seit 2008 spielen Jean Lucas (Posaune) und Jean-Louis Marchand (Klarinette, bass-Klarinette) mit der Gruppe, und im Januar 2009 hat Ovale den CD «Slalom» im Studio aufgenommen.

Die Musik von Ovale ist irgendwo angesiedelt zwischen Jazz, improvisierter Musik, Rock und Neue Musik. Als Musikwissenschaftler arbeitet Pierre Michel seit langer Zeit über Zeitgenössische Musik auf der Universität Strassburg (Bücher und Artikeln über György Ligeti, Luciano Berio, Bernd Alois Zimmermann, Luigi Dallapiccola, Fausto Romitelli, usw) auf, er hatte schon früher eine spezielle Bearbeitung der Variationen für Orchester Arnold Schönberg für Ovale geschrieben. Für die aktuelle Formation bezieht er sich auch auf Schönbergs Zwölftonreihen in Dodécaféiné, und auf neue (elektronische) Klänge in Calme plat oder Biscouette Trio. Die Improvisation ist stets so wichtig als die “geschriebene” Momente, und sie bezieht sich, als gemeinsam Praxis, auf verschiedene Traditionen : chord changes wie im traditionellen oder modernen Jazz. Mit den verschiedenen musikalischen Erfahrungen der fünf Musiker kann die Gruppe Ovale auch im Konzert immer neue Facetten der Musik zu präsentieren. Ein herzensguter Ausgehtipp!

Text: Florian Berthold; Foto: www.jazzmeile.org

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23. Oktober 2010 | Allgemein

Bernd das Brot auf amerikanisch oder der echte Spongebob!

Von Stadtmagazin 07

Was passiert, wenn sich ein Farmer in den Vereinigten Staaten von Amerika auf dem Feld nackt auszieht und in seine an den Traktor angehängte Heuballenmaschine springt? Er sieht hinterher aus, wie Bernd das Brot. Doch seht selbst:

Quelle: Youtube.com

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21. Oktober 2010 | Interview

Den Kopf voller Schokoladenfrösche.

Von Stadtmagazin 07

Das Stadtmagazin 07 im Interview mit Fish über seine aktuelle Tournee, seinen kommenden Auftritt im Jenaer Volkshaus und über seine ehemalige Band „Marillion“.

Deine Fans nennen sich die „Fish-Heads“. Auch Deine aktuelle Tournee heißt „Fish Heads Acoustic Tour“. Was für ein Projekt ist das?
Fish: Wir spielen diesmal ein Akustik-Set. Das ist eine ganz andere Art, Musik zu machen, fast schon spirituell. Da ist ganz viel Seele dabei.Gleichzeitig ist diese Art von Musik sehr theatralisch und sehr intim. Wir sind 3 Musiker und das Publikum, da kann man nicht mehr tricksen.

Wie kommt es dazu – und wieso Akustik?
Fish: Oh, da muss ich ein bisschen weiter ausholen…Ich hatte meiner erste Stimmbandoperation Ende 2008, das war am Ende der letzten Tournee. Ich hatte einen („GROWTH? GROAS? IN MYTHROAT)… Ich hatte schon während der Tour gemerkt, dass etwas nicht stimmte und dass ich zu schnell heiser wurde. Die erste Operation ist dann erfolgreich verlaufen und sechs Monate später habe ich wieder Konzerte gegeben, das war wohl zu früh. Ich wurde immer heiserer. Im Dezember 2009 musste ich erneut operiert werden.

Das klingt nicht gut! Jetzt ist alles überstanden?
Fish:
Ja, zum Glück. Im Februar diesen Jahres habe ich von den Ärzten das OK bekommen. Ich habe dann langsam wieder angefangen, mit meiner Band zu arbeiten- wir haben damit begonnen, die Tonlage der Songs zu verändern, ganz ohne Elektrik, einfach nur akustisch. Wir haben viele Songs noch einmal ganz auseinander genommen. Und wir waren wirklich überrascht, wie gut das klang.

Es gab aber noch weitere Tief- und Rückschläge für Dich, oder?
Fish: Stimmt. Ich habe im Mai 2009 geheiratet. Sechs Tage nach meinem Krankenhausaufenthalt im Dezember sagte mir meine Frau, dass sie nicht mehr in Schottland leben wollte – und auch nicht mehr mit mir verheiratet sein wollte. Da musste ich noch mehrere Monate darauf warten, bis ich meine Stimme wieder einsetzen konnte, und ich stand vor einem großen Loch und vor der Frage: Verdammt, was machst Du jetzt eigentlich?

Und? Was gibt Dir in so einer Krise Energie und Stärke?
Fish: Es gibt ein Sprichwort in Schottland, das lautet: „Du hast Deinen Kopf voller Schokoladenfrösche“. Das bedeutet, dass Du nicht vernünftig funktionieren kannst, weil Du den Kopf voll hast von Dingen. So ging es mir am Anfang des Jahres. Dann bin ich nach Costa Rica gefahren, wegen der Wärme und um einfach mal wegzukommen, und habe festgestellt, dass es mehr gibt im L eben. Jetzt bin ich ganz zufrieden, weil ich viel mehr ich selbst bin als das, was andere von mir erwarten.

Du spielst am 9.11.2010 im Volkshaus in Jena. Ein traditionsreiches Haus historischem Hintergrund. Welche Songs wird es so geben im neuen Konzert?
Fish: Oh, ganz viele! Wenn wir nach Deutschland kommen, haben wir Material für 3 Stunden oder mehr im Gepäck. Wir haben zum Beispiel eine Akustikversion von „Vigil in the wilderness of mirrors“ dabei, die ist umwerfend geworden. Oder „Fugazi“, auch da haben wir eine brillante Version dabei, auf die ich stolz bin. „Family Business“ ist mit dabei, das habe ich jahrelang nicht mehr live gespielt. „Gentlemans Excuse Me“ gibt es in einer Pianoversion. Und natürlich die Offensichtlichen Songs wie „Kayleigh“ und Co.

Ein besonderes Highlight wird es für deine Fans in Jena geben. Was wird das genau sein?
Fish: Die Akustik Konzerte haben einen sehr intimen Charakter. Sowohl beim Konzert selber, als auch im Anschluss. Ich möchte mit meinen Fans in persönlichen Kontakt treten. Wir werden sicher noch viel Zeit an diesem Abend zusammen verbringen.

Dankeschön für das Gespräch.

Tickets gibt es bei der Touristinformation Jena, bei CTS-Eventim, sowie in allen Pressehäusern der TLZ/OTZ/TA und unter 0180/5055505 oder online unter www.ticketshop-thueringen.de

Text: Florian Berthold: Foto: Fish

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18. Oktober 2010 | Lesung

Eindrückliches Klangbild einer Gesundheitsdiktatur

Von Stadtmagazin 07


Im ungewöhnlichen Rahmen präsentiert die Autorin Juli Zeh ihren neuen Roman „Corpus Delicti“. Gemeinsam mit der deutschen Independent-Band „Slut“ tritt sie am 6. November im Rahmen des diesjährigen Lesemarathons im Volkshaus auf. Geboten werden soll ein ungewöhnlicher Grenzgang zwischen Live-Hörspiel, Lesung und Theater. …

>> Lesen Sie den kompletten Artikel in Ausgabe 21: November 2010.
Ab 1. November kostenlos erhältlich.

Text: Matthias Eichardt; Foto: Gerfried Guggi

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18. Oktober 2010 | Kino, Kultur

Kino, Küsse, Cocktails – Die erotische Filmreihe

Von Stadtmagazin 07


Herzlich willkommen zur ersten erotischen Filmreihe “Kino, Küsse, Cocktails” im Herbst im Glashaus zu Jena. Filme, die nicht ganz untypisch sind für dieses Genre werden an zwei aufeinanderfolgenden Abenden präsentiert. “Die Klavierspielerin” und “9 Songs” zeigen in vielen Facetten Spannendes, Skandalöses, Obszönes, Gewagtes und Kompromissloses aus dem Leben. Zudem werden an einer spärlich-maritim ausgestatteten Bar von zwei vollständig bekleideten Vollmatrosen Getränke der Art: Hammerhai, Deepwater Horizon, Brackwasser, Petermännchen und Perlgründling ausgeschenkt. Na denne- Prost und ab zur Flimmerstunde!

Eintritt: 3 Euro
Einlass & Cocktailbar: 19:30 Uhr
Filmstart ist jeweils 20:15 Uhr

Do. 21.Oktober 2010
“Die Klavierspielerin”

Do. 28.Oktober 2010
“9 Songs”

Text: Florian Berthold; Bild: Toci

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15. Oktober 2010 | Musik

Schwitzen Tanzen im YEAHNA CITY SOUL CLUB

Von Stadtmagazin 07

Liebe Freunde,

Mit absoluter Vorfreude darf und möchten wir Euch den Samstagabend am 16.10. im 
Café Wagner ans Herz legen. Zum erneuten Male habt Ihr die Möglichkeit 
auf eine Zeitreise der besonderen Art. Authentische Energien und Kräfte 
aus den 50ern, 60ern und frühen 70ern werden euch die ganze Nacht 
wachhalten und unvergessen machen. Die Floorettes (Live!), die Gizelles (Show!) und die 
YCS Allstars (DJ’s) und natürlich auch das fantastische Publikum werden 
dafür Sorge tragen! Kommen und tanzen!

Seit dabei wenn es ab 22 Uhr heißt: SOUL! SOUL! SOUL! at the hottest 
Rare Soul Club in Jena – YEAHNA CITY SOUL CLUB.

Text: Florian Berthold; Bilder: Mr. Mojo, Hagen Wolf

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15. Oktober 2010 | Allgemein

My little piece of privacy

Von Stadtmagazin 07

Quelle: YouTube.com

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14. Oktober 2010 | Allgemein

Parkour übern Zeichenblock

Von Stadtmagazin 07

Parkour ist galant, atemberaubend und nicht mehr neu. Doch dieses Video hat es in sich- und so wie diese Sportart in „laufenden Bildern“ hier gezeigt wird, habt ihr sie bestimmt noch nie gesehen.

Für diesen Clip hat Serene The wahrscheinlich einen Trip in die eigene Vergangenheit gemacht und eine Hommage an die Aufklappbücher ihrer Kindheit geschaffen. Sehr, sehr viel Arbeit für 48 Sekunden Staunen. Mit viel schwarzer Farbe, Unmengen an Papier und einer großen Ladung Kreativität wurde ein wunderbares Aufklapp-Parkour-Video geschaffen.

Text: Florian Berthold; Video: Vimeo.com

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12. Oktober 2010 | Kultur

„Was kostet die Welt“ am 02.11.2010 im Rosenkeller Jena

Von Stadtmagazin 07

So heißt der neue, zweite Roman von Nagel, der jetzt neu im Heyne Verlag erschien. Nagel war Sänger, Texter und Gitarrist der Punkband Muff Potter, die sich nach 16 Jahren (leider!) im Dezember 2009 auflöste. Sein Debütroman Wo die wilden Maden graben erschien 2007, im Frühjahr 2009 wurde das gleichnamige Hörbuch veröffentlicht, das von Axel Prahl, Farin Urlaub und Nagel gelesen wurde. Und nun folgt Streich Nummer Zwei. Zu einem Auszug aus dem Buch hat Nagel einen Song gemacht, zu diesem Song wiederum ein Video gedreht. Also sozusagen die erste Singleauskopplung aus dem Roman. Das hat es so unseres Wissens nach noch nicht gegeben, und deswegen sind wir stolz mit präsentieren zu können:

„Einen Abend Wahnsinn (gegen 1000 Jahre Stumpfsinn)”.

Worum es in Nagels neuem Werk geht, verrät zudem ein Blick auf den Klappentext:

Wohin mit dem plötzlichen Geld? Als sein Vater stirbt, nimmt der Taugenichts Meise das unerwartete Erbe und begibt sich auf Reisen. Die Devise: Ausgeben statt horten. Er hat sich geschworen, alles anders zu machen als sein Vater. Doch zurück in Berlin findet er nicht mehr in sein altes Großstadtleben zurück.

Von dem verbliebenen Geld unternimmt Meise eine letzte Reise: in die tiefste westdeutsche Provinz – auf ein Weingut im Moseltal. Dort erwartet ihn ein Kulturschock sondergleichen, auf den er nicht vorbereitet ist. Und er muss sich ein paar unbequemen Fragen stellen, die sich nicht mehr beiseite schieben lassen. Wie will ich (nicht) leben, wie will ich (nicht) arbeiten, welche Beziehungen will ich (nicht) führen? Auf dem dörflichen Großereignis des Sommers, dem Weinfest, kommt es schließlich zum großen Showdown.

Tragisch und komisch, mit präzisen Beobachtungen und jeder Menge schwarzen Humor lässt Nagel seinen Helden Meise scheitern – mal an sich selbst, mal an den Anderen.

Bitte hingehen. Dankeschön.

Autor: Florian Berthold; Video: YouTube

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11. Oktober 2010 | Heimatkunde

»Die Königin des Saaletals«

Von Stadtmagazin 07


Die Leuchtenburg bei Kahla kann eine mittlerweile beinahe 800-jährige Geschichte vorweisen. Natürlich liegt es auf der Hand, dass der ursprüngliche Schlossherr heute nicht mehr auf der Burg residiert. Über die Jahrhunderte wechselten jedoch nicht nur die Bewohner, auch der Zweck der Leuchtenburg unterlag vielfachen Veränderungen. Lesen Sie im Folgenden eine Nutzungsgeschichte der hoch auf dem Berge thronenden Festung…

>> Lesen Sie den kompletten Artikel in Ausgabe 21: November 2010.
Ab 1. November kostenlos erhältlich.

Text: Denny Kleindienst; Bild: Wikipedia

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