
Erzeugnisse aus dem Hause „Freude am Tanzen“ werden von Freunden elektronischer Klangkultur bereits seit Jahren weltweit aufs Höchste geschätzt. Trotz allen Lobes ist das Jenaer Label jedoch nicht etwa in die Hauptstadt gezogen, sondern hat in der Behaglichkeit des Saaletals nach und nach eine ansehnliche Menge an musikalischen Schmankerls herausgebracht. Nun steht zum 11. April 2011 die 5zigste Veröffentlichung an – die die FAT-Mannschaft auf ganz eigene Weise zelebriert.
Von Mama weiß man: die Suppe ist das Maß aller Dinge, da gibt es mehr Rezepte als Sterne am Himmel, von bauernschlau bis ganz hui hui. Aber immer ist sie total herzerfrischend. ’Freude am Tanzen’ hat sich diese Erkenntnis schon vor Jahren ganz weit oben ins Label-Büro gehängt, daheim im lauschigen Jena. Denn seit der Gründung 1998 gilt hier das schöne Prinzip: Jeder Freude am Tanzen-Künstler darf seine eigene Suppe kochen. Sprich: Individualität ist Trumpf! Man kennt einander und die jeweiligen Vorlieben, vor allem weiß man sich einig im weiten Feld der elektronischen Tanzmusik, und kann somit frohgemut der persönlichen Alchemistenlust frönen. So entstehen magengrubenmassierende Kracher der Marke Chillisüßkartoffel genauso wie Dub-Exotica oder durchscheinende Ambient-Bouillons, oh là là! Hauptsache Gebot Numero eins wird nicht verletzt, das da heißt: Freude am Tanzen! Getestet wird, wie weithin bekannt, im Club-Dampfkessel des Vertrauens – dem altehrwürdigen Kassablanca – und der reagiert sofortigst und fein wie Paul Bocuses Gaumen.
Die nunmehr 5zigste Freude am Tanzen-Veröffentlichung bietet als Jubiläumsausgabe eine Feinschmeckerreise durch einige der Sound-Gefilde, in die dieses entspannte Suppenprinzip die FAT-Mannschaft bisher geführt hat: vom Deephouse über Frickeldub bis zu ätherischen Schönheiten für den Sonnenaufgang überm Saaletal oder der Themse. Ganz verschiedene Rezepte also, unverkennbar Freude am Tanzen, angerichtet von elf aktuellen und ehemaligen Label-Künstlern samt befreundeter Leckermäuler. Eine Momentaufnahme aktueller Geschmacksbefindlichkeit als auch leuchtender Suppenstreif am Horizont.
Höchst angenehmerweise kann diese Feinschmeckerreise auch in einem Durchlauf absolviert werden, also ganz ohne Gefahr zu laufen, schon nach dem dritten oder vierten Stück satt zu sein – reihen sich doch die vertretenen Künstler trotz aller Individualität mit ihren Stücken genau so beschwingt homogen aneinander wie man es vom FAT-Label seit der ersten Veröffentlichung vor 13 Jahren gewohnt ist. Schwungvoll beat- und klangverspielt gibt so Kadebostan nach Vollendung seines opulenten Eröffnungsstücks den Suppenlöffel an Monkey Maffia weiter, der nachfolgend Labelkollegen wie Douglas Greed, das Krause Duo, Marek Hemmann, Daniel Stefanik, Taron-Trekka, Juno6, Mathias Kaden und natürlich auch Robag Wruhme zum Zuge kommen lässt, bevor schließlich No Accident In Paradise mit ihrem wunderbar ambienten Stück einen musikalischen Schlusspunkt setzen, der die Jubiläums-Compilation zu einem wahrhaft runden tanzbaren Suppenreigen werden lässt. Bitte schwelgen und genießen.
Die FAT-Jubiläums-Compilation kommt nicht nur daher wie ein Suppenreigen, sie hält tatsächlich auch jede Menge Kochpotenzial bereit: Jeder der vertretenen elf Künstler hat neben dem selbst geschaffenen Tanzstück a
zuch ein ureigenes Suppenrezept beigesteuert. Beispiel gefällig?
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Kadebostan’s Vodka Suppe

ZUTATEN (für 4 Personen):
- 2 Gurken
- Schnittlauch
- 500 g Naturjoghurt
- 3 EL Vodka
- Salz & Pfeffer
ZUBEREITUNG:
Die Gurke klein schneiden und mit Joghurt verrühren, Vodka, Salz und Pfeffer hinzufügen. Für zwei Stunden in den Kühlschrank. Mit frischem Schnittlauch dekorieren und servieren. Bon Appetit!
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Monkey Maffia’s Wirsingsuppe an Klops

ZUTATEN:
- 1 Wirsingkopf
- Handvoll Kartoffeln
- 2 bis 3 Möhren
- etwas Sellerie
- 2 Pastinaken
- Gemüsebrühe
- 500 g Gehacktes
- Zwiebeln
- Ei, Semmelmehl
- Ketchup, Senf
ZUBEREITUNG:
Wirsing schnippeln und ins kochende Wasser werfen. Wirsingwasser nach circa 5 Min. abschütten. Wirsing danach zusammen mit dem klein geschnittenen Gemüse in einen großen Topf geben. Gemüsebrühe und Kümmel hinzugeben und kochen. Jetzt die Klopse zubereiten, formen und in die Suppe geben. Die Suppe mit Zucker und Essigessenz final abschmecken. Fertsch!
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Die FAT 5zig-Compilation gibt’s offiziell ab dem 11. April auf Vinyl und CD. Reinhören und Anschauen ist im Internet unter freude-am-tanzen.com möglich, vor Ort zum Mitnehmen liegt sie natürlich im ’Freude am Tanzen’-Lädchen im Schillergässchen 5 bereit.
Stadtmagazin 07 verlost zwei CDs der FAT 5zig-Compilation.
Um an der Verlosung teilzunehmen, sendet bitte bis zum 13. April
eine eMail an leserpost@stadtmagazin07.de.
Text: Matthias Eichardt
Fotos: Freude am Tanzen

10:51 Uhr
Kommet, höret und schmecket* Schade das der Monkey nicht mit dem GEHACKTEN in der Hand zu sehen ist, tolles Foto nämlich.
13:36 Uhr
Stimmt. Mit Erbsen in der Hand sehe das auch nicht aus.
20:07 Uhr
Wir kochen immer Freitags zusammen im Büro und haben diesmal eure Wirsingsuppe ausprobiert.
Was soll ich sagen; alle waren restlos begeistert :-)
Ich habe mir das Rezept ausgedruckt und in unser “Bürokochbuch” abgeheftet. Wir werden es also mit Sicherheit noch öfters nachkochen.
Vielen Dank für das tolle Rezept.
Viele Grüße
Jörg