“Die erleuchtete Fabrik“ nach Luigi Nono u.a. Premiere am 8. Dezember am DNT Weimar

Was bedeutet der Topos Arbeit in den 1960er Jahren, was bedeutet er heute? Luigi Nonos La fabbrica illuminata ist der Ausgangspunkt für ein Musiktheater-Projekt mit Schauspielern, Sängern und Chor, das sich auf eine Suche nach dem Gehalt und der Gestalt von Arbeit und Arbeitenden begibt. Das e-werk wird zur Fabrik selbst, bevölkert von den Protagonisten, die sich in einem seltsam leblosen, tranceartigen Schwebezu-stand befinden. Fabrik beinhaltet dabei einerseits den tatsächlichen Arbeitsort der Fa-brik – assoziiert mit Fließband- und Schichtarbeit – andererseits steht sie als Überbegriff für das System Arbeit allgemein, ist gleichsam Spiegel der Mechanismen des heutigen Arbeitsmarktes inklusive seiner Krankheiten. Da der Mensch selbst darin zum Objekt der Arbeit mutiert, wird eine wichtige Frage generiert: Wie stark verändert ihn dieser Prozess? Die erleuchtete Fabrik, eine Collage mit Werken von Luigi Nono, György Kurtág, Bruno Maderna und Luciano Berio, gibt eindrücklichen Einblick in die verschiedenen Seelenzustände der Arbeitenden.

Julia Hübner inszeniert nach ihren ersten Arbeiten in Augsburg, Freiburg und Osnabrück erstmals am Deutschen Nationaltheater Weimar.

Premiere
08. Dezember 2012 / 19.30 / e-werk (Am Kirschberg 4, 99423 Weimar)

Weitere Vorstellungen
Freitag, 14. Dezember 2012 / 19.30 / e-werk
Samstag, 22. Dezember 2012 / 19.30 / e-werk
Donnerstag, 31. Januar 2013 / 19.30 / e-werk

Informationen und Kartenbestellung unter www.nationaltheater-weimar.de

Text: Rebekka Mönch
Foto: Thomas Müller

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